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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Plakative Zukunfts-Blackmailing-Etituden - enttäuschend, 12. August 2004
Eigentlich mochte ich die Bücher von diesem Autor bis jetzt, aber irgendwie wirkt das ganze Buch so gewollt und irgendwie nicht ganz geglückt. Die Wiedergabe der Neunziger mit ihrem Film- und Computerboum auch aus der Sicht eines Menschen, der 17 Jahre der Entwicklung verpasst hat gespickt, wirkt so unendlich träge und das Buch hat irgendwie beim Lesen keine rechte Eigendynamik gewonnen. Die Idee, die Welt zu verändern mag ja richtig und ganz idealistisch gedacht sein, aber dies in einem Buch zu tun, das irgendwie in eine undurchschaubare und leicht merkwürdig esoterische Schiene abrutscht, fand ich persönlich recht befremdlich. Alles in allem eigentlich eine gute Idee, nur an der Umsetzung hat es meines Erachtens erheblich geharpert und der Autor hat schon weitaus besseres abgeliefert. Der wirkliche Plot spielt sich auf sagen wir mal 50 Seiten ab und der Rest ergießt sich in ewig wirkenden Erzählungen und Charakterstudien, Drogenexzessen und Besäufnissen - vielleicht hat Coupland ja sein mit 15 unter Drogen geschriebenes Erstlingswerk publiziert - ich kann es jedenfalls nicht guten Gewissens weiterempfehlen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Coupland war schon besser, aber nicht viel!, 16. August 1999
Von Ein Kunde
Das vorab: „Girlfriend in a Coma" wird allen gefallen, die auch schon bisher bereit waren Coupland dahin zu folgen, wohin er geht. Und das ist diesmal ein düsterer, mitunter auch tröstlicher Utopismus mit sehr persönlichem Einschlag. Typisch für Coupland verfolgen wir auch diesmal wieder das Schicksal einer Gruppe von durchaus widersprüchlichen Freunden, verbunden durch die zentrale Figur der Freundin des Erzählers, die vor langer Zeit ins Koma gefallen ist und im Koma sein Kind geboren hat. Während der erste Teil das (teilweise desolate) Leben der einzelnen Personen nachzeichnet, in dem es (wie so oft) vor verpassten Chancen, zerschnittenen Kommunikationen und hohlen Idealen nur so wimmelt. Im zweiten Teil wacht „Girlfriend" auf und wir sehen die Umgebung nochmal neu, schärfer durch ihre Augen. Im dritte Teil geht die Welt unter. Einfach so. Alle sterben außer unseren Protgonisten. Sie verschwinden nicht einfach, sondern liegen als unansehnliche Leichen überall herum. Gerade diesen letzten Teil fand ich besonders interessant - eine Art „Stephen-King-Variation" auf jedermanns Kindheitsutopie „was, wenn alle weg wären und ich machen könnte, was ich wollte". Aber Coupland wäre nicht Moralist, wenn er es dabei beließe (dann klänge das auch nach einem sehr seltsamen Plot - ist es eigentlich auch). Seine Hauptdarsteller tun das was man erwartet hat: das gleiche wie vorher. Videos glotzen, trinken, usw. und am Ende müssen sie sich dafür rechtfertigen. Ein gutes Buch. Eine interessante Studie mit vielen Variablen, die Charaktere glaubwürdig wie immer bei Coupland. Trotzdem hat mich „Microserfs" mehr berührt, vielleicht weil er hier die Metapher nicht brauchte, um die Beziehungen zwischen den Personen zu analysieren, sondern innerhalb eines realistischen Szenarios blieb. Aber so gut wie „Shampoo Planet" ist's wohl. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brilliant: Coupland mal ganz anders und doch ganz er selbst!, 27. Juni 1999
Von Ein Kunde
Douglas Couplands Bücher zu mögen ist ja mittlerweile absolut "Mainstream" und langweilig. Yepp, na und? Wenn das so ist, möchte ich genau das sein! Vor allem nach diesem Buch! Okay, sucht nach dem coolen Coupland, dem neuen "Helden der Popkultur", und ihr werdet mit diesem Buch so richtig vor den Kopf gestoßen! Coupland schafft es nach "Generation X" das erste Mal wieder, die Essenz seines Werkes freizulegen -- es geht um Gefühle, nicht (nur) um Accessoires. Ich bin gespannt, wie sich "Girlfriend in a Coma" in deutscher Sprache lesen wird. Hoffentlich gut, damit man wirklich alles, jede Vision, jede Idee Couplands -- und davon gibt es viel in diesem Buch -- genüßlich aufsaugen kann. Ein ganz heißer Tip!
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