Kurzbeschreibung
Frühjahr 1944. Die Feindfahrten der deutschen U-Boote sind längst Himmelfahrtskommandos geworden. U 96 ist noch einmal davongekommen. Der Kommandant wird Flottillenchef in Brest, der Kriegsberichterstatter Buchheim wird nach Berlin beordert. Diese Reise wird zum Beginn einer aberwitzigen Odyssee durch eine kriegsgeschüttelte Welt. Hinein ins bombengeschundene Deutschland, in dem Zerstörung und Tod Alltag geworden sind, die Nazimaschine noch perfekter, die Täuschungen perfider. In Berlin erfährt Buchheim von der Verhaftung seines Verlegers Peter Suhrkamp und bald gerät auch er unter Druck: Arbeitet seine französische Freundin für die Resistance? Berlin, München, Paris, die Invasionsfront und die Festung Brest sind die Stationen, auf denen Buchheim den Krieg im Querschnitt erlebt. Buchheim schildert die Wirklichkeit des Jahres 1944 - vier Monate einer Zeit, in der 'an einem Tag oft mehr geschah als sonst in einem Jahr'.
Über den Autor
Lothar-Günther Buchheim, 1918 in Weimar geboren, fährt nach dem Abitur mit dem Faltboot auf der Donau bis ins Schwarze Meer. ("Tage und Nächte steigen aus dem Strom", 1938). Kunststudium an den Kunsthochschulen in Dresden und München, danach Kriegsberichterstatter im 2. Weltkrieg auf Minenräumbooten, Zerstörern und U-Booten. Nach 1945 gründet Buchheim eine Galerie und einen Kunstverlag, für den er auch als Autor schreibt. Sein Spezialgebiet ist der Expressionismus, im laufe der Zeit gelingt es ihm wesentliche Werke des Expressionismus in der sogenannten "Sammlung Buchheim" zum versammeln. Lothar-Günther Buchheim lebt am Starnberger See.