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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf den Spuren eines Mörders, 8. September 2008
Mittlerweile ist er im Genre des Psychothrillers nicht mehr wegzudenken, seine Bücher stets auf Neue Bestseller in den Verkaufslisten: Jeffery Deaver. Umso wichtiger einen Blick auf das Werk zu werfen, das ihn, nicht nur aufgrund der Verfilmung, weltweit bekannt gemacht hat. "Der Knochenjäger/Die Assistentin" ist der erste Fall um das Ermittler-Duo Lincoln Rhyme und Amelia Sachs, und der Start in eine überaus erfolgreiche Reihe, die spannungstechnisch eigentlich in dieser Sparte seinesgleichen sucht. Ein Pageturner, der nicht nur von den wirklich grandios gezeichneten Figuren, sondern auch vom überaus intelligenten Plot lebt. Dieser sei hier kurz angerissen:
Der ehemalige Detective der Spurensicherungs-Abteilung der New Yorker Polizei Lincoln Rhyme ist nach einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Seinen Lebenswillen hat er verloren und da sich sein Zustand wohl auf Dauer nicht mehr verbessern wird, trägt er sich mit dem Gedanken an Selbstmord und nimmt Kontakt zu einer Sterbehilfe-Organisation auf. Bevor er diesen Plan jedoch in die Tat umsetzen kann, tritt sein Ex-Kollege Lon Sellito an ihn heran und bittet ihn in einem ungewöhnlichen und grausamen Fall um Hilfe: Die junge Streifenpolizistin Amelia Sachs hat während ihr Patrouille einen senkrecht begrabenen Leichnam in der Nähe einer Bahnlinie entdeckt. Nur eine Hand ragt aus dem Kiesübersäten Boden, am Ringfinger, dessen Fleisch bis auf die Knochen abgewetzt wurde, steckt ein Ring. Geistesgegenwärtig hat sie den Tatort großräumig absperren lassen und damit ein ziemliches Chaos ausgelöst, das sich aber letztendlich zu lohnen scheint. Am Tatort werden weitere Spuren gefunden, welche der Täter offensichtlich absichtlich zurückgelassen hat. Das Spiel hat begonnen. Von dem Fall fasziniert, überredet der zynische Rhyme die unkonventionelle Polizistin zur Mitarbeit. Gemeinsam eröffnen sie die Jagd auf einen Mörder, der bereits sein nächstes Opfer im Visier hat und ihnen stets mehrere Schritte voraus zu seien scheint...
Ich mach es kurz: Rhymes erster Auftritt ist ein Volltreffer sondergleichen, der von Anfang bis Ende für Gänsehaut sorgt. Fernab vom Mainstream-Geschreibsel vieler Genrekollegen hat Deaver einen völligen neuen Ton in diesem Genre kultiviert und dabei gleichzeitig zwei Figuren aus der Taufe gehoben, die einen im Verlauf der Reihe immer weiter ans Herz wachsen werden. Auf der einen Seite ist das Lincoln Rhyme, ein verbitterter, grober Mann, der wahrscheinlich nicht ganz ungewollt durch seine arrogant wirkende Unnahbarkeit an Sherlock Holmes erinnert, und gerade wegen der vom ihm hervorgerufenen Antipathie fasziniert. Auf der anderen Seite steht Amelia Sachs, ein bildhübsches, ehemaliges Model, das nun als forsche Streifenpolizistin in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten versucht. Gemeinsam geben sie ein interessantes, anfangs so gar nicht passendes Team ab, das gerade wegen der gegenseitigen Abneigung so gut zu funktionieren scheint.
Deaver beschränkt sich dabei nicht nur auf eine oberflächliche Skizzierung der Figuren, was besonders am Beispiel des querschnittsgelähmten Detectives deutlich wird, für dessen gesundheitliche Einschränkungen der Autor offensichtlich ausführliche Nachforschungen angestellt hat. Selbiges gilt auch für den neuesten Stand der Ermittlungsmethoden, die der Leser in Form einer Beweistafel, welche zwischendurch stets ergänzt wird, verfolgen kann. Die Tatsache, dass die Geschichte auch noch beinahe in Echtzeit spielt und man damit quasi immer auf Augenhöhe mit den Ermittlern ist, führt schließlich dazu, dass man gerade zu in die Story hineingezogen wird. Der Zeitdruck, der auf den Figuren lastet, greift mit jeder Seite mehr auf den Leser über, bis man sich selbst dabei erwischt, wie man, ähnlich wie Sachs, die Fingernägel kaut. Dabei beschreibt der Autor bisweilen jedes noch so kleine und abscheuliche Detail, weshalb Nervenschwache das Buch vielleicht mit Vorsicht genießen sollten. Alle anderen werden bis zum Ende mitfiebern und sich ein ums andere Mal vom genialen Jeffery Deaver auf die falsche Fährte locken lassen.
Insgesamt ist "Der Knochenjäger/Die Assistentin" ein absolutes Muss für jeden Freund des psychologischen Thrillers, das mit seinem hohen Tempo und den absolut überraschenden Wendungen gegen Ende neue Standards für das Genre gesetzt hat. Als einzige Manko ist das Fehlen eines New Yorker Stadtplans zu erwähnen, der es Nichtbewohnern des Big Apple ermöglicht hätte, der Hetzjagd durch die Stadt besser folgen zu können.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wozu braucht man noch den Film..., 26. November 2003
...wenn das Buch schon so gut ist?Normalerweise passiert es mir selten, dass ich einen Film sehe, ohne zu wissen, dass es dazu auch ein Buch gibt. Jedenfalls im Bereich Krimi / Thriller. Beim Knochenjäger bzw. (ursprünglicher Buchtitel) Die Assistentin ist es mir jedoch passiert. Der Film hat mir gut gefallen, Jeffery Deaver aber wurde zu einem meiner Lieblingsautoren! Lincoln Rhyme, der bis zum obersten Halswirbel gelähmte Ex-Detective ist auf den ersten Blick ein wahres Ekelpaket. Zugegeben, wenn ich bis auf einen Finger und den Kopf nichts mehr bewegen könnte und jeden Augenblick mit einem Totalausfall meiner Organe rechnen müssten, hätte ich wahrscheinlich auch nicht immer blendende Laune. Rhyme wird aufgrund seines Expertenwissens zu in New York vorkommenden Kleinstpartikeln wie Sand, Staub etc. zu einem Kriminalfall hinzu gezogen. Da er selbst nicht in der Lage ist, einen Tatort auf Spuren zu untersuchen, wird die Streifenpolizistin Amalia Sachs zu seinen Augen und Ohren. Beide zusammen geben ein interessantes Team ab, bei dem Sachs sich mit der unangenehmen Aufgabe, als erste einen Mordschauplatz zu untersuchen, erst noch abfinden muss, wollte sie doch eigentlich in den Bürodienst überwechseln. Der Knochenjäger ist wirklich ein spannendes Buch, auch wenn es nichts für Zartbesaitete ist. Schön auch, dass bereits einige weitere Abenteuer des ungewöhnlichen Ermittlerduos erschienen sind.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Feuerwerk an Spannung, 27. Januar 2000
Von Ein Kunde
Ein irrer Mörder treibt In New York sein Unwesen. Nach Vorlage aus einem alten Buch entführt er wahllos Menschen und bringt sie um, aber nicht ohne am Tatort Hinweise auf den nächsten Mord zu hinterlassen. Die New Yorker Polizei steht vor einem Rätsel, nur Lincoln Rhyme, ein vom Hals abwärts gelähmter und ans Bett gefesselter Ex-Detective und Spurenspezialist kann ihnen helfen. Ihm zur Seite steht Officer Amelia Sachs, die die erste Leiche gefunden hat und von ihm über Funk geführt die Tatorte nach Spuren durchsucht. Gemeinsam versuchen sie die Hinweise auf den nächsten Mord zu entschlüsseln und eine Hetzjagd durch die alten Stadtteile New Yorks beginnt. Gelingt es den beiden die Opfer zu retten? Wie in einem Puzzle setzen sie die gewonnenen Hinweise auf den Täter zusammen und langsam entsteht ein Bild. Doch wer ist der Täter?Ein von der ersten bis zur letzten Seite spannender Roman mit fantastischen Schluss. Abwechselnd aus Perspektive des (bis zum Schluss) unbekannten Mörders und dann wieder aus der Perspektive der Ermittler geschrieben baut sich die Handlung auf. Die Tatorte sind so bildhaft beschrieben das der Leser sich vorkommt als wäre er dabei (ich ertappte mich dabei wie ich im Geiste selber nach Spuren suchte). Mit jeder neuen Spur steigt die Spannung ins unermessliche und man rätselt mit wer der Mörder ist. „Die Assistentin" war der erste Roman von Jeffery Beavers den ich las, aber sicher nicht der letzte, den neu erschienenen Folgeband „Letzter Tanz" habe ich mir sofort gekauft.
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