Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Begine Almut ist zurück ..., 6. August 2007
... und mit ihr all die guten alten Bekannten, die einem schon in den vorherigen Büchern so richtig ans Herz gewachsen sind. Lange haben die Almut-Fans auf ihr neues Abenteuer warten müssen, doch die Wartezeit hat sich gelohnt. Diesmal wird Almut mit einer Mordserie an Kölner Jungfrauen konfrontiert und gemeinsam mit Pater Ivo begibt sie sich wieder einmal auf Verbrecherjagd. Doch auch Pater Ivo muß sich seinen eigenen "Dämonen" stellen und Almut lernt, sich ihre geheimen Wünsche und Sehnsüchte einzugestehen. Die Beziehung zwischen Almut und Pater Ivo entwickelt sich weiter; trotzdem artet das Buch nicht in einen trivialen Liebesroman aus, denn die Liebesgeschichte zwischen Almut und Ivo ist behutsam in die Gesamthandlung integriert, dominiert sie aber nicht, denn vieles wird hier nur angedeutet, ist zwischen den Zeilen versteckt.
In erster Linie bleibt es ein historischer Krimi, wenn auch einer von der eher "leiseren" Sorte, denn er kommt ohne übertriebene Effekthascherei und reißerische Tendenzen aus. Man kann ihn entspannt lesen. Wenn man das Buch aufmerksam liest, ist einem sowieso schnell klar, wer hier der Bösewicht ist. Trotzdem gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen zu halten, denn obwohl der Mörder sich schnell herauskristallisiert, bleibt doch das Motiv für die Morde lange Zeit im Dunkeln. Leider gestaltet sich die Auflösung dann doch etwas dürftig, das Mord-Motiv bleibt schwer nachvollziehbar und ist in sich nicht stimmig, hier hätte ich mir bißchen mehr Einfallsreichtum gewünscht.
Nichtsdestotrotz ist dieser Roman wieder ein wunderbarer, mit feinem Humor gespickter Schmöker. Kritiker mögen bemängeln, daß die Figur der Almut für einen Mittelalterroman viel zu modern angelegt ist. Das ist sicher richtig: Aber ist es nicht gerade ihr Wortwitz, ihre unbändige Neugier und ihr liebenswürdig-selbstbewußtes Auftreten, das den Reiz dieser Figur ausmacht und der Geschichte die richtige Würze gibt?. Die Zwiegespräche mit ihrer kleinen Marienfigur sind herrlich, die Wortgefechte mit Pater Ivo und bigotten Klerikern ein Genuß. Da verzeiht man der Autorin gern historische Unkorrektheiten.
Das Buch lebt letztendlich auch von den wundervoll beschriebenen zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Nebencharaktere sind hier nicht nur schmückendes Beiwerk, jede Figur hat ihre eigene Geschichte und ist wichtig für das Gesamtbild. Und mit jedem neuen Buch erfährt man auch etwas neues aus dem Leben der einen oder andere Nebenfigur, so daß auch diese immer wieder in einem völlig anderen Licht erscheinen und nicht zu stereotypen Statisten degradiert werden.
Einige Fragen bleiben am Ende offen, manches bleibt ungeklärt, so daß man auf ein weiteres Abenteuer mit Almut, Ivo und all den anderen hoffen kann.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Almut ermittelt wieder, 21. Juli 2007
Andrea Schacht knüpft mit ihrem vierten historischen Roman um die im mittelalterlichen Köln beheimatete Begine Almut nahtlos an die drei Vorgängerromane an und schafft wieder einen spannenden und ereignisreichen Plot, der sich insbesondere durch seine Charaktere und einen wunderbaren Humor auszeichnet.
Wieder einmal steckt Almut ihre vorwitzige Nase in Angelegenheiten, die sie - zumindest nach Meinung ihres Umfeldes - eigentlich gar nichts angehen. Eine Reihe von jungen Mädchen ist scheinbar zusammenhanglos durch unglückliche Unfälle ums Leben gekommen. Allein Almut vermutet hinter diesen Ereignissen einen Zusammenhang und sieht einen Frauenmörder systematisch sein Unwesen treiben. Bestätigung erhält ihre Vermutung, als bei der Untersuchung des jüngsten Opfers festgestellt wird, dass dieses keine Jungfrau mehr war. Und wieder beginnt Almut - unterstützt von dem bereits aus den Vorgängerromanen bekannten und liebgewonnenen Trio aus Pater Ivo, dem kauzigen Apotheker Krudener und dessen taubstummer Gehilfin Trine - zu ermitteln, bringt sich und ihre Lieben dabei in allerlei Schwierigkeiten und weiß am Ende doch die Fäden auf dem Weg zum Täter zu entwirren.
Der Plot überrascht dabei wie die Vorgängerromane durch allerlei überraschende Wendungen, die auch die Beziehung zwischen Pater Ivo und Almut ein neues Niveau erreichen lassen. Die Dialoge zwischen den beiden sorgen wie immer für einige heitere Momente, und man darf gespannt sein, wie es weitergehen wird, denn Andrea Schacht hat sich geschickt ein Hintertürchen geöffnet, dass weitere spannende Lesestunden bereits garantiert. Insgesamt ist auch dieser vierte Band um die Begine Almut und ihre Freunde wieder ein wunderbarer historischer Roman, den zu lesen sich wirklich lohnt!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Übung macht den Meister, 31. August 2007
Bisher war für mich Andrea Schacht mit ihren Almut-Büchern immer nur eine "Überbrückung" bis zum nächsten guten Mittelalter-Roman. Sie gehörte für mich ins gute Mittelfeld derer, die auf der allgemeinen "Mittelalterwelle" mitschwimmen und auch was vom Kuchen abhaben wollen. Doch dieses Mal habe ich den Eindruck, die Autorin schwingt sich so langsam in die Oberliga auf. Wie schon erwähnt: Übung macht den Meister! Die Bücher waren schon immer gut zu lesen - eine nette Urlaubslektüre oder was zum entspannen - nicht allzu tiefgründig und sehr vorhersehbar. Aber nun meine ich eine Wendung zu erkennen, die durchaus dazu führen könnte, daß sie mit ihren Büchern in meinem Regal aus der zweiten Reihe in die erste rücken darf. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil. Für mich haben in diesem Buch die Personen an Farbe gewonnen, die Handlung ist interessanter geworden und die Denkvorgänge der Begine Almut sind nich mehr so plump, daß man sich denkt: Warum kapiert sie das immer noch nicht?
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