Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Zauberbund, 16. August 2007
ist der der erste Teil einer umfangreichen historischen Serie. Dieses Buch ist bereits 1982 von M.Sandemo geschrieben worden und hat sich in Skandinavien so gut verkauft, dass schließlich eine mehrteilige Reihe geworden ist. Umso erstaunlicher ist es, das diese Bücher erst jetzt in einer deutschen Ausgabe erscheinen.
Die Geschichte beginnt im 16 Jahrhundert. In der stadt Trondheim greift die Pest um sich. Im Mittelpunkt der Handlung steht Silje, eine 17jährige, die dadurch ihre ganze Familie verliert. Sie verläßt die Stadt um der Seuche zu entgehen. Sie ist barmherzig und nimmt zwei Findelkinder, ein Kleinkind und ein Neugeborenes, mit sich, um ihnen ebenfalls das Leben zu retten. Durch einen Zufall trifft sie auf ihrem Weg einen Mann, zu dem sie sich auf Anhieb stark hingezogen fühlt. Es ist Tengel, ein Mann des Eisvolks. Doch dieses Eisvolk ist geächtet und auch Tengel umgibt ein mysteriöses Geheimnis...
Mehr will an dieser Stelle gar nicht verraten. Historischer Hintergrund, kombiniert mit nordischer Mythologie und ein wenig Erotik, werden zu einer unterhaltsamen und spannenden Geschichte zusammengefügt. Die Serie ist von Anfang an als Fortstzungsroman angelegt und deshalb werde ich mir jetzt den zweiten Band besorgen und weiterlesen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Vergnügen!, 13. Juni 2007
Silje verliert ihre Familie durch die Pest und verlässt die ihr bekannte Welt, um sich allein durchzuschlagen. Unterwegs findet sie zwei Kinder, deren sie sich annimmt (sie werden für die folgenden Romane noch von Bedeutung sein) und trifft dabei auf Tengel vom Eisvolk, das ausgestoßen ist und gefürchtet wird. Zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte, sinnliche Beziehung.
Sinnlich ist auch die Sprache des Buches, sie zieht einen sofort in die Geschichte, eine Geschichte mit ausgereiften, sympthischen Charakteren, mit denen man fühlen kann und für die man hofft. Silje, Tengel, Sol und all die anderen sind interessante Charaktere in einem historischen Roman mit einem Hauch Fantasy, der glaubwürdig in die Erzählung eingeflochten ist.
Das Buch ist ein Vergnügen und macht Lust auf mehr!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hinter den sieben Bergen, bei den sieben... Trollen?, 23. September 2007
Der Originaltitel der Geschichte verweist auf Trolle, aber die kommen in "Der Zauberbund" gar nicht vor, also ist hier der deutsche Titel vielleicht etwas passender. Das dürfte aber auch der einzige Vorteil der Übersetzung sein, denn das Buch wirkt unangenehm stillos, bringt teilweise umgangssprachliche Formulierungen und offensichtliche Fehler. Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob es an den Fähigkeiten der Übersetzerin liegt, oder nicht doch vielleicht an der Autorin selbst. Immerhin scheint die gute Frau sich an ihren eigenen Plot nicht immer ganz korrekt zu erinnern - sie spricht auf einer Seite von einer "Schüssel" mit Milch, die sich kurz darauf in ein kannenartiges Gefäß verwandelt. Im letzten Drittel des Buchs läßt sie die Protagonistin wortreich dabei helfen, einen Wagen zu einem Schlitten umzurüsten, in einer der folgenden Szenen knirschen an dem Gefährt plötzlich wieder die "Räder" durch den Schnee.
Falls ich der Übersetzerin hier also unrecht tue, muß ich mich entschuldigen, aber stilistisch hapert es bei diesem ersten Band der Saga vom Eisvolk doch ganz erheblich - und das hätte man z.B. durch eine ordentliche(re) Übersetzung wettmachen können.
Der Text sieht außerdem aus, als wäre er künstlich gestreckt, um auf über 300 Seiten zu kommen - es gibt kaum Textblöcke, sondern immer nur kurze Sätze (was aber auch an der norwegischen Sprache des Originals liegt, in der man normalerweise nicht solche verschachtelten Bandwurmsätze wie im Deutschen benutzt!) und mindestens alle 5 Sätze einen Abschnitt. Das könnte daran liegen, daß die Serie ursprünglich als "Heftchen" an Kiosken verkauft wurde und eben noch nicht in Buchform, so daß der Text vielleicht ohnehin auf eine Paperback-Ausgabe zugeschnitten war.
Die gesamte Saga kommt (im Norwegischen) inzwischen auf mehr als ein Dutzend Bände, wovon aber noch nicht alle übersetzt sind, was etwas skandalös anmutet, wenn man bedenkt, daß die Serie seit 1982 im Original verfügbar ist. Zu kaufen war sie in Deutschland lange Zeit aber nur von einigen Auserwählten, die in der Nähe eines der berüchtigten Kioske wohnten - denn obwohl ich seit über 10 Jahren versuche, an die Bücher heranzukommen, bekam ich erst jetzt, da sie in Buchform neu aufgelegt wurden, eins in die Finger.
Vom Stil war ich, wie gesagt, etwas enttäuscht und die Autorin schreibt stellenweise auch wie ein Schulmädchen, das sein intimes Tagebuch literarisch aufwerten will. Aber als Teenager hätte ich diese Serie mit Sicherheit hammergeil gefunden. Inzwischen stören mich die Formalien doch so sehr, daß ich ihr nicht die volle Punktzahl geben kann.
Inhaltlich gefällt der Text durchaus. Er ist bei weitem nicht so schwachsinnig wie einiges, was heutzutage als "Historischer Roman" auf den Markt kommt, umgeht Klischees und wartet mit interessanten und lebensnahen Charakteren auf. Ich brauchte insgesamt zwei Tage, um komplett durchzukommen, denn der Handlungsfluß zieht einen leicht in den Plot hinein und verhindert, daß man das Buch schnell wieder aus der Hand legt. Da die Geschichte eigentlich in sich abgeschlossen ist (und mit den weiteren Büchern der Serie nur noch einmal zu einer Familiensaga weiterentwickelt wird), kann man sie auch sehr gut als Einzelstück lesen - wenn es einen nicht interessiert, wie es weitergeht, nachdem Held und Heldin zusammengekommen sind, kann man den Rest der Serie auch getrost weglassen.
Insgesamt ist es eigentlich ein schönes Buch und bekommt deshalb auch vier Sterne von mir - ich muß nur jeden ganz eindringlich bitten, über das Formale hinwegzusehen beim Lesen, weil das einem sonst wirklich die Freude an dieser Fantasy-Historie verdirbt. Dranzubleiben lohnt sich!
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