Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltsame Story über Meisterspione, 18. Mai 2007
Eloise Kelly interessiert sich privat, sowie auch beruflich für Geschichte. Besonders fasziniert ist sie an den Geschichten der Meisterspione Der scharlachrote Pimpernell", der purpurrote Enzian" und der Rosaroten Nelke". Diese Helden retteten einst viele Menschen in Frankreich vor der Guillotine, vereitelten mehrere Attentate auf König Georg III. und trieben das französische Polizeiministerium schlichtweg in den Wahnsinn. Die drei waren regelrechte Stars" der Regencyzeit und sämtliche englische Zeitungen , waren in dieser Zeit voll mit Artikeln über die drei Meisterspione.
Doch während man die wahren Identitäten des scharlachroten Pimpernells" und die des purpurroten Enzians" bald vermutete und schließlich klärte, blieb die, des Dritten auch bis in die Gegenwart ungeklärt.
Eloise lässt diese Frage jedoch keine Ruhe und so beschließt sie, dieses Thema für ihre Dissertation aufzugreifen und möchte herausfinden, wer die Rosarote Nelke" nun in Wirklichkeit war.
Leider gibt es ein Problem dabei- Sämtliche interessantere Artikel über die Rosarote Nelke" befinden sich in Privatbesitz und somit hat es Eloise schwer, etwas darüber herauszufinden.
Rettung naht, als sie eines Tages eine Einladung von Mrs Selwick- Alderly bekommt. Die alte Dame ist eine Nachfahrin des purpurroten Enzians" und in ihrem Besitz befinden sich viele, alte Briefe aus dieser Zeit, die die wahre Identität der Rosaroten Nelke" enthüllen. Obwohl Colin Selwick, der Enkel der alten Dame, Einwände dagegen erhebt, Eloise die Briefe zum Lesen anzuvertrauen, bleibt Mrs Selwick- Alderly stur und so beginnt Eloise damit, die Briefe zu untersuchen und in die Geschichte des mysteriösen, bisher nicht enttarnten Meisterspions einzutauchen...
Es ist zunächst die Geschichte von Amy, eine Vorfahrin der Selwicks. Amy verlor durch die französische Revolution ihren Vater und nach der anschließenden Flucht nach England, später auch ihre Mutter, die an gebrochenem Herzen starb. Von diesem Tage an schwört Amy, dass sie ihre Eltern eines Tages rächen wird. Viele Jahre später ist der richtige Augenblick gekommen als Amy einen Brief ihres Bruders Edouard bekommt, in dem er sie auffordert, zurück nach Frankreich zu reisen, um wieder ihren angestammten Platz in der französischen, mittlerweile napoleonischen Gesellschaft, einzunehmen. Zusammen mit ihren gewitzten und ebenfalls abenteuerlustigen Cousine Jane und ihrer Anstandsdame, macht sie sich auf den Weg. Doch sie hat einen Plan- Sie will zunächst die wahre Identität des purpurroten Enzians" enthüllen, um sich ihm schließlich anzuschließen. Leider ist die Suche nach dem Meisterspion keine leichte Aufgabe, denn mehrere Männer kommen dafür in die engere Auswahl. Amy und Jane müssen scharf kombinieren; etwas das Amy mittlerweile sehr schwer fällt, da sie sich in einen englischen Archäologen, der im Dienste Napoleons steht, verliebt hat und der ihre Gedanken und Gefühle ordentlich durcheinander wirbelt. Doch sie muss sich unter allen Umständen zusammenreißen, denn sie erfährt, dass Napoleon einen Angriff gegen die Engländer plant und nur noch auf finanzielle Mittel dafür wartet. Um diesen Plan zu vereiteln braucht sie jedoch die volle Unterstützung des purpurroten Enzians"...
Zunächst einmal möchte ich bemerken, dass der Klappentext dieses Buches von jemandem geschrieben wurde, der dieses Buch scheinbar nie gelesen hat, denn der Klappentext stimmt nicht mit der Geschichte des Romans überein. Man hat das Gefühl, als wolle der Schreiber des Klappentextes auf Biegen und Brechen versuchen, diesen Roman als Contemporary anzupreisen, was er jedoch nicht ist. Dieser Roman befasst sich schwerpunktmäßig mit der Vergangenheit und spielt in der Regencyzeit in England und Frankreich. Und obwohl die Geschichte immer wieder einmal unterbrochen wird, wenn Eloise, die Leserin der Briefe in der Gegenwart versucht, sich gegen Sir Colin Selwick zu wappnen, empfand ich es jedoch nicht als störend, denn die Szenen in der Gegenwart nehmen sehr wenig Raum in diesem Buch ein und sind durchaus nur als Nebenhandlung anzusehen.
Der Roman selbst ist sehr humorvoll geschrieben (der Schreibstil erinnert mich ein wenig an Regencyromances von Kasey Michaels) und ich kann ihn auch durchaus Leserinnen empfehlen, die bei Spionageschichten eher abgeschreckt sind, da sie zu trockenen Lesestoff dahinter vermuten. Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit dem Kennenlernen der beiden Hauptprotagonisten, Amy und Lord Richard Selwick.
Den Helden des Romans habe ich sogleich in mein Herz geschlossen. Lord Richard wird als mutig, sympathisch und humorvoll beschrieben. Obwohl auch Amy diese Attribute für sich verbuchen kann, hatte ich mit ihr jedoch schon ab und zu einige Probleme, denn sie brachte mich mit ihren oftmals unüberlegten, zu spontanen Handlungsweisen, in manchen Situationen, zum extremen Augenrollen beim Lesen. ;-)
Nachdem aber schließlich klar ist, wer der purpurrote Enzian" wirklich ist, büßte das Buch schon einiges an Unterhaltungswert ein und die beschriebene Rettung des Spions aus dem französischen Polizeiministerium, empfand ich als etwas zu unrealistisch dargestellt. Selbst in dieser fast aussichtslosen Situation bringt die Autorin noch einige humorvolle Passagen in die Handlung mit ein- etwas, das ich in diesem Fall etwas unpassend fand. Punktabzug gibt es bei diesem Roman leider auch für die Übersetzung. Oftmals werden zu moderne Wörter bei den Dialogen der Protagonisten in der Vergangenheit benutzt, etwas, das meinen Lesefluss ein wenig störte.
Zum Schluss möchte ich jedoch noch zwei positive Dinge an dem Roman erwähnen.
Zum einen war ich erfreut, dass endlich einmal wieder nach langer Zeit ein historischer Liebesroman mit Frankreichsetting in Deutschland veröffentlicht wurde. Außerdem mag ich Romanplots a la Zorro", mit maskierten Helden sehr und empfand dieses Buch daher als gelungene Abwechslung zwischen den üblichen Neuerscheinungen im historischen Liebesromanbereich. Bücher mit ähnlichen Handlungen wünsche ich mir definitiv wieder mehr.
Weiterhin möchte ich erwähnen, dass ich die Covergestaltung des Buches als unglaublich gelungen empfand. Endlich einmal ein historischer Liebesroman, der kein Pärchen in typischer Nackenbeisser-Pose" zeigt! Ein Schritt in die richtige Richtung, die der Verlag hier macht, finde ich. (NG)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Napoleonischer Fummelzorro-Roman, 8. April 2008
Blanvalet hat mich böse getäuscht! Dachte ich bei diesem Buch doch nach Lesen des Backtextes tatsächlich, es würde sich um einen Roman im Stile von Antonia S. Byatt´s "Besessen" handeln. Voller Vorfreude habe ich es mir dann zu Brust genommen und schaudernd erkennen müssen: Es handelt sich hier um einen waschechten Beißer im Einband eines Historienromans.Ein Blick in die "Kunden, die dieses Buch kauften" Option hier bei Amazon, bestätigt meine Meinung. Dabei würde Lauren Willigs Erstling im einem Regal mit jenen "Halbnackte-Pärchen-in-Airbrush"-becoverten Büchern sicher viel mehr weibliches Publikum finden, denn wer hier etwas historisch auch nur annähernd fundiertes erwartet, wird schwer enttäuscht.
Und das scheint auch dem Verlag irgendwie egal zu sein, denn der setzt die Story in der Kurzzusammenfassung irgendwann im 18. Jahrhundert an, obwohl sie um 1806 spielt. Gut, sage ich mir da, das ist bei der plakativen Story auch schnurz, denn so gut wie kein Charakter (nicht mal Napoleon und Josephine!) spricht und benimmt sich der Zeit angemessen. Auch der tugendhafte Held, mit seinen Muskeln, der sonnengebräunten Haut und den blonden Haaren, hätte keine Jane Austen, sondern eher Barbara Cartland zum Jauchzen gebracht. Leider ist die Handlung auch nicht wirklich spannend und wird von ständigem Gefummel und Anhimmelungen überschattet, welche ich nach dem dritten Mal einfach überschlagen habe.
Da lese ich dann doch lieber weiter Byatt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Albern und überflüssig, 10. September 2008
Lieben Sie Bridget Jones? Mögen Sie Jane Austen? Genießen Sie einen spannenden historischen Hintergrund?" fragte mich der Klappentext in der Leihbücherei, und da ich diese Fragen mit JA! beantworten konnte, glaubte ich, das perfekte Buch für ein perfektes Lese-Wochenende gefunden zu haben.
Zuhause dann die totale Ernüchterung. Die Rahmenhandlung - amerikanische Historikerin gerät auf der Suche nach Familiengeheimnis mit englischem Aristokraten aneinander - entpuppt sich als dürr und vorhersehbar (tollpatschige, mit Kaffeeflecken versehene Historikerin und gutaussehender Aristokrat sind sich spontan unsympathisch, alles weitere läßt sich, allerdings deutlich witziger und überzeugender, tatsächlich bei Bridget Jones nachlesen).
Die Haupthandlung rankt sich um einen englischen Spionagering im napoleonischen Paris. Nette Idee, wenn man davon absieht, daß in diesem Paris nichts napoleonisch ist, nicht einmal Napoleon selbst. Dieser wird zur kleinwüchsigen Knallcharge degradiert, und das ist nur das geringste Ärgernis. Heldin Amy und Held Richard klammern sich in einem Durcheinander von Mißverständnissen und zerrissenen Rocksäumen aneinander und an das dünne Handlungsgerüst, unterstützt von einer Reihe von Nebenpersonen, die hauptsächlich einen Zweck erfüllen: Nämlich so skurril und unglaubwürdig wie nur irgendmöglich zu sein. Was das mit Jane Austen zu tun haben könnte, habe ich leider nicht begriffen.
Riesengroß dann mein Staunen, als ich auf Amazon.de feststellte, daß ich mit meiner Enttäuschung (fast) alleine dastehe. Dafür gibt es nur zwei Erklärungen: Entweder haben die Vier- und Fünf-Sterne-Verteiler ein anderes Buch gelesen - oder die Geschmäcker sind tatsächlich so verschieden.
Also: Lieben Sie Bridget Jones? Mögen Sie Jane Austen? Dann lassen Sie die Finger von diesem albernen und überflüssigen Buch.
PS: Der eine Stern geht nicht an die Autorin, sondern an den Verfasser des Klappentextes, der mich auf eine so vollkommen falsche Fährte gelockt hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|