Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein (fast) perfekter Roman!, 7. Juni 2006
Warum das 'fast' fragen sie sich? Nun, ich denke, wie so viele meiner Vorredner, dass die Charaktere äußerst präzise gestaltet wurden und dass gerade ihre Macken das Lesen erheitern. Ich denke außerdem, dass es ohnehin sehr interessant ist, eine andere geschichtliche Zeit kennenzulernen, als das Mittelalter oder die darauf folgenden Jahre. Die Riten und Bräuche, die Denkensart, die Stellungen der einzelnen Personen in der Hierarchie, alles scheint so perfekt niedergeschrieben zu sein, dass das Buch einfach ein Manko haben muss. Und das hat es auch: Eremon und Rhiann verfallen schon relativ früh in Liebe zu einander, verfallen aber immer wieder in kindliches Denken: Der ist aber sooooo doooooooof. Nervtötend. Beide haben Affären, beide meckern an dem jeweils anderen herum und merken dabei gar nicht, dass sie doch sonst sehr gut zusammen passen. Erst nach einigen hunderten von Seiten scheinen die beiden sich zu einer Freundschaft aufzuraffen. Es kommen Momente wo man denkt: JA! Jetzt könnte der Funke übergetreten sein, aber Jules Watson enttäuscht ihre Leser und lässt Rhiann zurückscheuen. Wieso das alles so in die Länge ziehen? Die meisten Leser sind weiblich und ich vermute, viele haben dieses Buch auch gekauft, weil sie eine Liebesgeschichte a là Jamie und Claire erwarten, der Text auf dem Buchrücken lässt darauf schließen.
Übersieht man dieses eine Manko, über das ich mich hier lang und breit ausgelassen habe, ist dieses Buch wirklich perfekt. Es läd zum Eintauchen in eine Zeit ein, in der nicht ein Gott, sondern eine Göttin die oberste Rolle spielt und in der das wunderschöne Schottland, bzw. Alba, noch nicht von den englischen Rotröcken niedergemäht wurde. Dafür von den Römern. Aber einen Bösewicht muss es ja immer geben :)
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannender historischer Roman mit viel Gefühl, 8. August 2005
Von Ein Kunde
Wieder einmal beim Stöbern entdeckt und ich muss sagen, nachdem ich mich zuletzt durch einige Fantasy Romane gelesen habe, ist dieser Roman eine angenehme Abwechslung, warum? Das Buch ist spannend und flüssig geschrieben und berichtet über einen Teil der schottischen Geschichte, der noch nicht total breitgetreten ist, ich habe das Buch aufgrund der Beschreibung richtig eingeschätzt, also nicht als Highländerroman sondern mehr in die Richtung der Keltenromane von Manda Scott,im Vergleich dazu ist Tartan und Schwert aber wesentlich kurzweiliger geschrieben, auf die Lebensumstände wird nur insoferne dies erforderlich ist eingehender eingegangen und auch die diversen Riten werden nicht langatmig beschrieben, die einzelnen Stämme werden wohl mit Namen benannt, wer eben Manda Scott bereits gelesen hat, kennt sich sowieso schon bestens aus, jedenfalls gibt es nicht nur den hitstorischen kriegerischen Hintergrund, sondern auch eine eigentlich wenig kitschige und doch gefühlvolle Liebesgeschichte. Die Heldin hat auch ihre Schwächen, wie auch der Held, beide haben Geheimnisse und vor allem auch Feinde, der Erzfeind ist natürlich ROM. Die üblichen Bösewichte und Größenwahnsinnigen gibt es natürlich auch, aber das gehört wohl zu einem spannenden Roman, hinsichtlich des genauen Inhaltes muss ich nichts weiter schreiben, das geht ja schon aus den anderen Beschreibungen klar hervor, nur noch soviel, es wird mir wirklich schwer fallen, auf den Folgeband zu warten, bestellt ist das Buch selbstverständlich bereits. Für alle Fans von spannenden und gleichzeitig historischen Liebesgeschichten ein absoluter Tip.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wirklich immer Jamie und Claire?, 18. Oktober 2006
"Tartan und Schwert" empfinde ich gerade deswegen als sehr gelungenen (historischen) Roman, weil die Autorin nicht versucht eine Highlandsaga ähnlich der Jamie&Claires zu verfassen. Wer sich die momentanen Neuerscheinungen ansieht kann wohl unschwer erkennen, dass der Markt nur so von schlechten Kopien der Story Diana Gabaldon's wimmelt. Mich persönlich beginnt es zu langweilen, wenn ich mehrere Bücher lese, die im Grunde nach demselben Prinzip geschrieben sind, zumahl nunmal Jamie & Claire nicht als Maß aller Dinge verstanden werden sollten. Allein schon die Zeit der Handlung und die damit verbundenen Umstände lassen darauf schließen, dass dieses Buch in eine andere Richtung geht (vgl. mit "Feuer und Stein"), sowohl thematisch (es handelt sich ja um die Frühgeschichte Schottlands, wo an ein Königreich England als konstitutionelle Monarchie in Konflikt mit einem nach Freiheit und Autonomie strebenden Schottland noch nicht zu denken gewesen ist) als auch vom Stylistischen her. (Claire sorgt bei Gabaldon dafür, dass der Roman trotz 18. Jhd. einen recht modernen Touch erhält)
"Tartan und Schwert" ist also weniger Liebesroman und vl ein bisschen mehr historisch als Diana Gabaldon, zumahl die Geschichte an sich realistischer ist, denn wer glaubt schon an Zeitreise?
Was die Beziehung zwischen Rhian und Eremon betrifft... es ist doch sehr realistisch, wenn ein Mensch der brutalst vergewaltigt worden ist, seiner Familie und seines Zuhauses beraubt (all dies erlitten durch die Hand eines oder mehrer Männer!), sich scheut eine (freiwillige) sexuelle Beziehung zu einem Mann einzugehen, und etwas länger braucht Vertrauen oder sogar Liebe aufzubauen.
Insgesamt hat mich Tartan und Schwert sehr begeistert; bevor nicht auch das letzte Kapitel bewältigt war, bin ich zu nichts anderem zu begeistern gewesen;
dieses Buch ist auf eine andere Art "ein Gabaldon"- wenn man so will ;)
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