Aus der Amazon.de-Redaktion
Bill Bryson legt in dem vorliegenden Buch eine Sammlung von Kolumnen zu den Vereinigten Staaten vor, die er für die
Mail on Sunday geschrieben hat. Wie bereits in seinem Buch
Reif für die Insel. England für Anfänger und Fortgeschrittene beschreibt Bryson auf humorvolle Art und Weise seinen Alltag in den USA, der von allerlei kuriosen und skurillen Vorkomnissen gekennzeichnet ist.
Selbst Amerikaner hat Bryson nach fast 20-jährigem Aufenthalt in Großbritannien beschlossen, samt Familie in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. Dort angekommen, muss er feststellen, dass sich während seiner Abwesenheit einiges verändert hat und er oft in den alltäglichen und banalsten Situationen mit ungewöhnlichen Reaktionen seiner Landsleute rechnen muss.
Den Blick geschärft nimmt er sich in seinen Kolumnen so ungewöhnlichen amerikanischen Eigenschaften wie z.B. Käse aus Sprühdosen in "Im Junkfood Paradies" oder eigenartige Feiertage in "Hail to the Chief -- Es lebe der Boss" vor. Aber auch vor seiner eigenen Familie macht er nicht halt. Oft wird seine englische Frau Zielscheibe seines erfrischenden Humors. Ironisch und sarkastisch beschreibt er das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und seine Einwohner.
Bill Bryson ist den Lesern im deutschsprachigen Raum kein Unbekannter mehr, davon zeugt seine immer größer werdende Fan-Gemeinde. Obwohl hervorragend übersetzt, kann man die stilistischen und sprachlichen Feinheiten natürlich am besten im amerikanisch-englischen Original-Text I'm a Stranger Here Myself: Notes on Returning to America After Twenty Years Away nachempfinden. Die einzelnen Kolumnen in Streiflichter aus Amerika eignen sich hervorragend als Lektüre für zwischendurch, zur Aufheiterung des Alltags -- Sie werden sich ein Schmunzeln nicht verkneifen können. --Martina Frühwald
Kurzbeschreibung
"Streiflichter aus Amerika" - das sind die hinreißend komischen Impressionen eines Heimkehrers, der voller Staunen auf sein Land blickt!
"Eines Tages beschloß ich, meine Frau beim nächsten Einkauf in den Supermarkt zu begleiten. Denn mit dem, was sie nach Hause brachte, war sie nicht ganz auf der Höhe der amerikanischen Eßkultur. Nun lebten wir schon in dem Land, das der Welt Käse in Sprühdosen beschert hat, und sie kaufte immer noch frischen Broccoli und Knäckebrot. Dort angekommen, eilte ich in die Junkfoodabteilung - es war der Himmel auf Erden! Allein mit den sogenannten Frühstückscerealien hätte ich mich für den Rest des Nachmittags beschäftigen können. Jede Substanz, die man nur irgendwie trocknen, aufpuffen oder mit Zucker glasieren kann, war vertreten. Ich schnappte mir von allem eine Packung und eilte zurück zum Einkaufswagen. "Was ist das denn?" fragte meine Frau mit diesem speziellen Tonfall. "Das Frühstück für die nächsten sechs Monate", keuchte ich im Vorbeiflitzen. Ich mußte weiter - zu Wackelpeterbutterkremküchlein, Kräuterlimonadentalern und einem schaumig geschlagenen Marshmallow - Brotaufstrich namens Fluff, der in einem Wännchen verkauft wird, in dem man ein Kleinkind baden könnte!"