Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die beste Fantasy-Saga der Moderne - definitiv!, 27. Dezember 2005
Der erste Band war für mich ein absoluter Überraschungserfolg. Doch wo der erste Teil der Saga noch auf einer einigermaßen politischen Ebene bleibt, geht es hier richtig zur Sache! Martin hatte bereits den Vorgänger sehr realistisch-mittelalterlich gestaltet. Bei den Schlachten behält er diesen Stil noch bei - und zeugt damit die besten, spannendsten und realistischsten Schlachten, die man je in einem Fantasy-Roman nachlesen konnte. Meistens sind diese Schlachten immer aus der Sichtweise einer der Hauptpersonen beschrieben und wirken dadurch noch intensiver. Seinen Realismus gewinnt das Buch vor allem einmal mehr durch die vielen Details, die eher schockierend als unterhaltsam sind, sei es der extreme Gewaltgehalt der Schlachten oder die Sexszenen, die mit Erotik oder gar Romantik überhaupt nichts mehr zu tun haben. Martin verzichtet auch auf die übliche Schwarz-Weiß-Malerei. Zwar ist der Leser eher geneigt, mit den Starks zu sympathisieren und die Lannisters zu hassen - dennoch hat jede Seite, jeder Charakter auch weiterhin seine guten und schlechten Eigenschaften. Tyrion ist einem zwar sehr sympathisch, aber er ist nunmal ein Lannister und damit Feind der Starks. Und die Starks mögen zwar die edlen und stolzen Herren aus dem Norden sein - doch ihre Soldaten rauben, morden und vergewaltigen in feindlichen Dörfern genau wie alle anderen auch.Martin orientiert sich beim "Lied von Eis und Feuer" eher am historischen Mittelalter als an Tolkien und Co. Er hat zwar auch einige der klassischen fantastischen Elemente in seiner Saga, diese nehmen jedoch (jetzt noch) selten wirklich wichtigen Einfluss auf die Handlung. Das ist aber auch nicht weiter nötig - die ganzen Intrigen in Kings Landing, die Schlachten, die Charaktere - das alles funktioniert auch ohne Magie. Dennoch steigt gerade in den sehr interessanten (aber eher seltenen) Kapiteln mit der jungen Daenerys die Bedeutung der Fantasy in der Saga stark an. Das beeindruckendste am Vorgänger waren die überraschenden Wendungen, die schonmal den ein oder anderen Hauptcharakter das Leben kosteten. Letzteres kommt in diesem Band nicht so stark zur Geltung, dafür wird in der ersten Hälfte wieder so spannend und undurchsichtig intrigiert, dass das Netz, was Martin sich aufbaut, wirklich nicht mehr zu durchschauen ist und der Überraschungsfaktor einiger Wendungen auch dieses mal wieder entsprechend hoch ist. Für jeden Charakter, den Martin umbringt, kommt ein neuer hinzu oder erhält ein anderer mehr Bedeutung. So steigt der im ersten Band noch eine Nebenrolle besitzende Tyrion Lannister hier zur absoluten Hauptrolle auf. Sein Handlungsstrang ist einer der großartigsten in der gesamten Saga. Tyrion als Krüppel mit glasklarem Verstand wird von allen nur verachtet. Der gesamte Hof intrigiert gegen ihn, er weiß nicht, wem er trauen kann. Er muss die Stadt vor dem drohenden Angriff der Baratheons beschützen. Und eigentlich möchte er die ganze Zeit nur mit seiner Hure Shae zusammen sein. Tyrion ist ganz klar der beste und vielschichtigste Charakter der gesamten Saga. Doch auch Cathelyn als starke Frau, die jedoch viele und extrem harte Rückschläge einstecken muss oder Arya Stark, das naive Kind, das - völlig auf sich gestellt - mit der harten und dreckigen Welt konfrontiert wird - sie alle sind einfach nur großartig. Auch wenn es in der ersten Hälfte ab und an ein wenig lahmt - nachher geht das Buch einfach nur noch ab! Zu dieser großartig durchdachten und geschriebenen Saga kann man einfach nur sagen: Respekt! Fazit: Die beste Fantasy-Saga der Moderne - definitiv!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schön, aber die Übersetzung...!, 21. August 2004
Ich möchte mich größtenteils meinen Vorrednern anschließen, weshalb ich diese Rezension nur knapp halte: Dieses Buch schafft es, den Leser über Stunden hinweg zu fesseln; gerade, wenn man glaubt, die weitere Handlung erahnen zu können, passieren überraschende, aber nicht im Erzählverlauf unlogische Dinge: Man muss einfach immer weiter lesen. Ich bin auch schon sehr gespannt, welcher der vielen, vielen Stränge nach Abschluss der gesamten Saga den "Sieg" davontragen wird... Aber ein großes Minus an die Übersetzung... Ich kenne "The Song of Ice and Fire" nicht im Original, vom Wortlaut her scheint es auch gut übersetzt zu sein, aber zum einen wurde nicht gut auf die Interpunktion geachtet; Einige Fragen enden einfach mit einem Punkt, Aussagen manchmal mit einem Fragezeichen - das hemmt den Lesefluss. Dass aus Asha, der Schwester Theon Greyjoys, auf einmal Arya wird (welche die Tochter von jemand ganz anderen ist), gehört zu genau der gleichen Sorte fehlern, die auch das letze Buch der Saga durchzogen, in dem aus dem Namen Greyjoy über mehrere Seiten Greyjoj wurde... Sowas muss meines Erachtens nicht sein.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nach einem schwächeren dritten Teil, war ich vom vierten wieder richtig begeistert!, 10. Februar 2008
Fand ich beim dritten Teil "Der Thron der Sieben Königreiche" noch, dass der Autor etwas nachgelassen hat, hat er hier wieder an Stärke gewonnen. Seinem Stil gleichbleibend gut, beschreibt er auf sehr spannende und interessante Weise, wie es nun weiter geht, mit den Starks, Lannisters und Co. Lange Zeit habe ich jetzt zwischen Band drei und Band vier verstreichen lassen und war überrascht, wie gut ich mich wieder in die Geschichte reingefunden habe. Ohne Probleme konnte ich der Geschichte folgen, ohne mich fragen zu müssen, wie was und warum geschieht. Dadurch, dass hier keine großartigen Wiederholungen über die vorigen Bände erfolgte, was ja doch meistens hilfreich ist, wenn ein längerer Zeitraum zwischen dem Lesen mehrteiliger Bücher besteht, konnte ich mich an den größten Teil der Geschichte noch erinnern und habe mich schnell reinlesen können.
Weiterhin gefällt mir der mittelalterliche Stil, den Martin benutzt, sehr gut. Und durch die Geschichte Daenerys, wird immer deutlicher, wie die Fantasy hier an Bedeutung gewinnt. Denn hier zeichnet sich eine andere Welt ab, die eine fremde Kultur zeigt und magisch wirkt. Trotzdem bleibt der Autor bei seinen Erzählungen realistisch. Wieder fasziniert mich Daenerys Geschiche am meisten und ihr Charakter ist einfach interessant geschildert. Auch konnte mich Tyrion wieder überzeugen, denn er ist vielseitig, lustig und nicht unbedingt ein liebenswerter Typ, trotzdem hege ich eine gewisse Sympathie ihm gegenüber. Meine Lieblingsfiguren bleiben aber die der Familie Stark. Sie sind halt die Guten in dieser Geschichte und gewinnen so natürlich an Sympathie. Außerdem sind ihre Schicksale ergreifender, so dass ich immer mit ihnen mitfiebere. Die Lannisters mag ich immer noch nicht besonders, aber sie sind trotzdem sehr unterhaltsam und bringen Spannung in die Geschichte. Dabei gibt es hier nicht nur Gut und Böse, da die Handlungen der Personen in dieser Hinsicht Abweichungen zeigen und so der Gute, wie auch der Böse gegensätzlich gehandelt haben. Abwechslung kommt in die Geschichte durch die einzelnen Kapitel, in denen es immer um eine bestimmte Person geht und jeder von ihnen an einem anderen Ort verweilt und eine eigene Geschichte mit sich bringt. Mir sind die oft wechselnden Orte, Personen und Handlungsstränge auch in diesem Teil nicht schwer gefallen, da alles detailliert und unkompliziert beschrieben wird und deswegen leicht zu verstehen ist.
Meine Kritik im zweiten Teil "Das Erbe von Winterfell", wo ich beanstandet habe, dass ich Arya und Bran zu erwachsen finde (die beiden sind 9 und 7 Jahre alt, bzw. in diesem Teil ein Jahr älter), nehme ich hier zurück. Mir ist nämlich erst in diesem Teil bewußt geworden, dass ihre Lebenssituation sie schon früh erwachsen werden ließ und es somit auch logisch ist, wie sie handeln und denken. Weiterhin eine tolle Geschichte, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann.
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