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Das Buch der verrückten Experimente
 
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Das Buch der verrückten Experimente (Taschenbuch)

von Reto U. Schneider (Autor)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Verrückte und berühmte Experimente Neue Erkenntnisse beruhen zu einem grossen Teil auf Experimenten. Reto U. Schneider, Redaktor beim «Neue Zürcher Zeitung-Folio», hat über 100 mehr oder weniger verrückte Experimente aus der Wissenschaft zusammengestellt und in einem Buch veröffentlicht – dem «Buch der verrückten Experimente». Ein Teil der Geschichten ist bereits aus dem «Neue Zürcher Zeitung-Folio» bekannt, der Löwenanteil wurde jedoch eigens recherchiert. Das älteste der im Buch beschriebenen Experimente fand um 1300 statt: Ein Dominikanermönch wollte dem Geheimnis des Regenbogens auf die Spur kommen und benützte dazu eine mit Wasser gefüllte Flasche. Das jüngste Experiment stammt aus dem Jahre 2003 und trägt den Titel «Begegnungen eines Roboters». Schneider beschreibt in seinem Buch jedoch nicht nur «verrückte» Experimente. Der Leser entdeckt auch zahlreiche Klassiker, die über die Wissenschaft hinaus berühmt geworden sind. Dazu zählen beispielsweise die Pawlowschen Hunde, die Skinner-Box, das Gefangenendilemma und das umstrittene Experiment von Stanley Milgram, bei dem dieser untersuchte, wie hoch die Bereitschaft einer Versuchsperson ist, einem anderen Menschen Schmerzen zuzufügen. Ausführlich beschrieben wird auch das Stanford-Prison-Experiment aus dem Jahre 1971, das im vergangenen Frühjahr unerwartet neue Aktualität erhielt. Bei diesem Experiment wurde die Situation in einem Gefängnis nachgeahmt. Elf Studenten waren Gefangene, zehn waren Wärter, und der Leiter des Experimentes spielte den Gefängnisdirektor. Der Versuch geriet ausser Kontrolle und musste am fünften Tag abgebrochen werden. Die Geschichte dieses Experimentes erschien im «Neue Zürcher Zeitung-Folio» vom Juni dieses Jahres, kurz nachdem die Folterungen in Abu Ghraib im Irak bekannt geworden waren. Auch andere Experimente, bei denen Menschen als Versuchskaninchen herhalten mussten, stimmen nachdenklich. So geschehen unter anderem 1955, als die amerikanische Armee in der Wüste von Utah die Wirkung biologischer Waffen an «Freiwilligen» testete. Erstaunt liest man auch, was im Namen der Wissenschaft mit Tieren alles gemacht wurde. Um die Wichtigkeit des Schlafes zu zeigen, hielt eine russische Wissenschafterin 1894 vier Hundewelpen so lange wach, bis diese starben. Auch an Menschen wurden «Schlafexperimente» durchgeführt, allerdings ohne tödliche Folgen. Meist handelt es sich bei den von Schneider beschriebenen Experimenten aber tatsächlich um bizarre Geschichten. So versuchte etwa ein amerikanischer Arzt 1907, das Gewicht der Seele zu bestimmen, indem er Menschen während des Sterbens wog. Man könnte meinen, dass dies kaum jemanden interessierte, aber die Meldung wurde damals in der «New York Times» abgedruckt. Ein anderes Beispiel ist der Arzt Sanctorius aus Padua, der um 1600 angeblich 30 Jahre auf einer Waage verbrachte, um jede Gewichtsänderung seines Körpers festzustellen. Sein Arbeitstisch, sein Stuhl und sein Bett – alles hing an Seilen, die mit der Waage verbunden waren. Das Resultat der Versuche hielt Sanctorius in seinem Werk «De Statica Medicina» fest, das heute als Klassiker der Medizin gilt. Lukas Denzler -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


Pressestimmen

"Anhand von mehr als 100 skurrilsten Versuchen aller Art belegt der Schweizer Feingeist, wie viel Hirnschwurbelei auf dem freien Feld der Wissenschaft möglich ist. Genial." (Neue Vorarlberger Zeitung )

"Ein aberwitziges Vergnügen." (Schweizer Illustrierte )

"Schneider schreibt elegant und witzig. Und er hat akribisch recherchiert. Ein wunderbares Buch." (Westdeutsche Zeitung )

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68 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft ganz anders - und gar nicht so verrückt..., 7. Oktober 2004
Wahrer Sozialismus: Alle ziehen an einem Strang - gemeinsam sind wir stark. Aber leider: Je mehr Leute an einem Strang ziehen, desto weniger strengt sich der Einzelne an. Experimentell bewiesen - und zwar schon 1883. Der französische Wissenschaftler Max Ringelmann hat Menschen beim Tauziehen vermessen und herausgefunden: Je größer die Gruppe, desto fauler der Einzelne. Schon wenn acht an einem Strang ziehen, leistet jeder nur noch halb so viel, wie er könnte. In Gedenken an den Entdecker nennen Psychologen das bis heute den Ringelmann-Effekt -darauf muss man erst einmal kommen: zu messen, wie Tauziehen funktioniert.

Tatsächlich kommen auch brilliante Forscher auf scheinbar absurde Ideen: Sich Katzenmilben ins Ohr zu setzen. Sich als Gesunder in die Psychatrie einliefern zu lassen. Spinnen versuchshalber mit Drogen zu füttern. Im Hörsaal den Mord an einem Studenten zu simulieren. Alles im Dienste des Erkenntnisgewinns.

Der Schweizer Wissenschaftsautor Reto Schneider hat diesen Forschern ein Denkmal gesetzt - im „Buch der verrückten Experimente". „Verrückt ist ein Experiment dann, wenn ich es für verrückt erkläre", sagt der Autor ganz offen. Er hat eine ganz eigene Wissenschaftsgeschichte geschrieben. Mit vielen alten Bekannten übrigens aus der Welt der modernen Mythen: Etwa die Geschichte vom Gewicht der Seele, vom Regenmachen per Flugzeug, oder von der traurigen Erkenntnis, dass wir fast alle bereit sind, zu foltern, wenn man es uns nur mit genug Autorität vorschreibt - wie der amerikanische Psychologe Stanley Milgram herausfand, und das kostete ihn seine Karriere.

Reto Schneider hat sich all diese Experimente etwas genauer angeschaut. Und wir erfahren: So verrückt ist es gar nicht, Sex im Kernspintomographen zu untersuchen oder Studenten im Gefängnis. Oder eben Tauziehen im Labor.

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Wissenschaftsgeschichte, 31. August 2009
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Ob Laien durch ein solches Buch der Zugang zur Wissenschaft leicht gemacht wird, wie ein Journalist der Badischen Zeitung vom Klappentexter zitiert wird, bezweifle ich. Denn wissenschaftliches Arbeiten auf die vorgestellten Experimente zu reduzieren, wäre allzu banal. Aber da der Unterhaltungswert dieser Geschichten so groß ist, besteht tatsächlich die Gefahr, dass Laien glauben, durch dieses Buch erhielten sie einen Einblick in die Tätigkeit von Forschern in weißen Kitteln und dicken Hornbrillen. Dem hätte der Experimentesammler Reto U. Schneider mit einem klugen Vorwort entgegenwirken können und müssen. Zumal die meisten der beschriebenen Experimente schon älteren Datums sind.

Seltsame und spektakuläre Experimente aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen vorzustellen, ist an sich keine neue Idee. Denn schon früh entdeckten die Medien, wie sehr das Publikum solche Berichterstattungen liebt. Bei der Neuen Zürcher Zeitung gab es also auch keine großen Widerstände, als der Journalist Reto U. Schneider mit dem Vorschlag kam, im monatlich erscheinenden NZZ-Folio eine solche Kolumne zu schreiben. Das Buch gehört demnach in die Kategorie Restverwertung, wie der Autor offenherzig zugibt.

Nachdem ich zuerst den Folgeband gelesen hatte und einige Perlen des experimentellen Forschens fand, musste selbstverständlich auch die erste Sammlung her. Die Einschätzung ist die gleiche geblieben. Die Lektüre ist meist unterhaltsam und manchmal sogar lehrreich. Aber wiederum vermisste ich bessere Quellenangaben und Hinweise auf weiterführende Literatur. Und bei Experimenten, die aus meinen Wissensgebieten vorgestellt wurden, fiel mir erneut auf, wie hilfreich und sinnvoll ausführlichere Bemerkungen zur Durchführung oder wissenschaftlichen Gültigkeit gewesen wären.

Mein Fazit: Obwohl ich über die editorische Einbettung von Kolumnen in einen Sammelband nicht immer glücklich bin, kann ich diese unterhaltsame Art der Wissensvermittlung allen empfehlen, die aus der Lektüre nicht ableiten, sie seien nun auf dem aktuellen Stand des experimentellen Forschungsbetriebs. Würde der nächsten Auflage noch ein besseres und informativeres Vorwort hinzugefügt, könnte ich mich locker für eine Fünfsternebewertung entscheiden.


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Von versteigerten Dollarnoten und anderem Unsinn, 24. November 2005
In diesem Buch werden Experimente vorgestellt und beschrieben, die vielleicht nicht die wichtigsten für die Wissenschaft waren aber dafür witzig und skurril sind.
Ein nicht nur sehr interessantes, kurzweiliges und informatives, sondern auch tw. ein recht witziges Buch. Es gibt aber auch ein paar "schockierende" Experimente (meistens sind das solche in denen es um das menschliche Sozialverhalten geht. Stichwort: "Gehorsam bis zum Letzten" und "Das Gefängnis des Professors"!).
Schön ist auch, dass es bei den einzelnen Experimenten im Buch direkt Querverweise zu den dazugehörigen Internetseiten etc. gibt. So kann man sich noch näher über einzelne Themen/Experimente informieren.
Die Experimente entstammen zwar meistens den letzten beiden Jahrhunderten (hauptsächlich 20. Jh.), es gibt jedoch auch Experimente aus weit vergangeneren Tagen (die Experimente sind chronologisch geordnet).

Fazit: Das Buch kann ich wirklich wärmstens empfehlen! Eine sehr interessante Lektüre, in der man immer wieder schmökern kann.

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