Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
so macht lesen spaß!, 3. Mai 2003
Nach "Das Lächeln der Fortuna" der zweite Roman von Rebecca Gable den ich wahrhaftig verschlungen habe. Der Autorin ist es wieder einmal gelungen mit Jonah Durham eine Hauptfigur zu schaffen, die den Leser bewegt und mitreisst. Jonah, ein verwaister Lehrling eines Tuchhändlers, der sein gewalttätiger, alkoholabhängiger Cousin ist, wird zunächst als Jugendlicher beschrieben, der in Unterdrückung lebt. Doch Jonah hat noch Träume und Ideale, für die er sich einsetzt und für die er Tadel und Strafen in Kauf nimmt. Durch seinen fortwehrenden Kampf für seine Träume und Ideale, die neben seiner Leidenschaft für seinen Beruf seinen Lebensinhalt darstellen, erobert er sich nicht nur einen festen Platz im Herzen des Lesers. Er verwirklicht diese Träume und erreicht, wovon in dieser Epoche viele wirklich nur träumen konnten. Der etwas eigensinnige Charakter von Jonah macht ihn äußerst interessant. Mal ist er stur, eigensinnig und gefühlskalt, dann wieder wunderbar tiefsinnig und liebevoll. Des weiteren ist auch dieser Roman historisch hervorragend recherchiert. Rebecca Galbe gelingt es wie kaum anderen Autoren, historische Wahrheiten mit fiktiven Handlungen zu verbinden, ohne dass das eine oder andere überwiegt. Der Einblick in die damalige Gesellschaft ist nicht nur informativ, sondern so beschrieben, dass man sich alles exakt vorstellen und sogar die Gedankengänge der einzelnen "Klassen" verstehen kann. Die Charaktere des Buches sind so ausgeprägt, dass man meint, jeden von ihnen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, zu kennen und zu verstehen. Ich kann mich den anderen Rezensenten nicht anschließen, die behaupten, die Geschichte würde an Klasse verlieren, weil Jonah durchweg Glück hat. Ich fand es spannend zu lesen, mit welcher Intelligenz und List er sich dieses Glück erarbeitet hat. Ich würde Jonah und seine Weggefährten noch gerne 1000 Seiten mehr lesend begleiten...
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Pfeffersäcke und arme Könige...., 26. Februar 2003
Und wieder hat Rebecca Gable über 1000 Seiten Historie vorgelegt - randvoll mit Wahrheit und Fiktion, mit Blut, Schweiß und Tränen und der Geschichte eines jungen Londoner Kaufmanns, der mit unverschämten Glück zu gewaltigen Reichtümern kommt.Doch so recht wollte sich diese diesmal - im Gegensatz zu den anderen beiden Büchern von Rebecca Gable - nicht dieses Kribbeln einstellen... die Identifikation mit Jonah Durham fällt schwer - zu leicht geht ihm alles von der Hand, zu viel Glück begleitet sein Leben und auch die Personen, die sein Leben begleiten und beeinflussen wirken doch an mancher Stelle arg konstruiert. Die Stärke der Autorin, so geschickt Fiktion mit der den historischen Tatsachen zu verbinden will diesmal nicht so richtig gelingen. Aber bei aller Kritik - das Buch ist absolut spannend geschrieben, hervorragend recherchiert und zieht den Leser von der ersten Minute an in seinen Bann. Und wer die anderen Bücher noch nicht kennt wird um so mehr begeistert sein - und mehr als jeder andere Autor hat es Rebecca Gable geschafft, dem Mittelalter ein Bild zu geben, die Phanatsie in Schwung zu bringen und uns eine Welt zu zeigen, die so viel anders als heute auch nicht getickt hat. Denn der Mensch an sich ändert sich nicht - nur die äußeren Umstände, die sein Handeln begleiten und beeinflussen.
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wundervoller historischer Roman, der sich angenehm liest., 14. März 2005
Was Rebecca Gables "Der König der purpurnen Stadt" für mich Besonders macht, ist, dass es einfach nie langweilig wird, obwohl die Handlung nicht einmal übertrieben spannend oder zu intrigenreich ist, wie es zum Beispiel in "Die Säulen der Erde" (Ken Follett), der Fall ist. Zuvor habe ich "Das Zweite Königreich" gelesen, das mir allerdings noch einen kleinen Tick besser gefallen hat. In diesem historischen Roman gibt durchaus einige Stellen über die den Kopf schüttle, weil sie mir unrealistisch und eben "zu einfach" erscheinen. Wenn der Held des Romans, der Tuchhändler, und Ritter der Königin Philippa, Jonah Durham, alle Tiefschläge binnen kürzester Zeit wieder glattbügelt, beispielsweise. Auf die Art bleibt die Handlung einerseits konstant spannend, man kann sich aber sicher sein, dass der finanzielle oder persönliche Tiefschlag, den Jonah erleidet sich schnell wieder ins Gegenteil verkeht und Jonah erfolgreicher denn je wird. So ist das Ende (nein, ich verrate es nicht!) nicht wirklich überraschend. Überraschend wärs vielleicht doch noch gewesen, wenn Jonah schließlich noch König von England geworden wäre! :-) Grausamkeiten und Foltereien kommen vor, werden aber nicht, wie z.B. in Tilman Röhrigs "Ein Lamm unter Löwen" bis zum Erbrechen detailiert geschildert. Für mich als Geschichts-Muffel ist besonders erwähnenswert, dass einige historische Details hängen geblieben sind. Besonders die Feindschaft zwischen England und Frankreich (kannte ich immer nur aus den "Die Drei Musketiere"-Filmen) mir nun etwas klarer. Die Dicke des Buches hat mich ohnehin nicht abgeschreckt, wo ich doch alle 5 Romane von Diana Gabldons "Highlandsaga" gelesen habe. Ich weiß, dafür muss man sich nicht rühmen. Auch nicht, wenn man Ken Follets oder Dan Browns Bücher geradezu verschlingt, obwohl man deren Inhalt einfach schnell abhaken kann. Es geht mir beim Lesen hauptsächlich um die gute Unterhaltung und da hat sicher jeder andere Ansprüche. Die Geschichte des Tuchhändlers Jonah Durham, verknüpft die Autorin geschickt mit der des englischen Hofes im 14. Jahrhundert. Wir erfahren ein wenig über die Entwicklung des Tuchhandels, der Kaufmannsgilden im allgemeinen und auch der "Schwarze Tod" (die erste Pestwelle die in Europa ausbrach) ist Teil der Geschichte, die mich Abende und Nächte lange in ihren Bann gezogen hat. Ich habe mir Mühe gegeben den Roman langsam zu lesen und Stunde um Stunde des Lesevergnügens zu genießen. Es war mir eine große Freude. Dieser Roman war das reinste Lesevergnügen. Ein historischer Roman, den ich einfach nur loben kann. Frau Gable hat einen Schreibstil, den ich als Leser als entspannend, angenehmen, kurz: einfach nur sympathischen empfinde. Wer Spaß am Lesen der "Päpstin" (J.W. Cross") oder des "Medicus" (Noah Gordon) hatte, wird auch hier sicher nicht enttäuscht werden. Den einen Stern Abzug gibt es nur aus Fairness gegenüber Autoren, die eben einen Tick bessere oder lesenswertere Romane geschrieben haben. Ans Herz legen kann ich den Roman aber jedem, der gerne und viel liest. Diese 960 Seiten beiten einem dazu schon einige Stündchen angenehmer Unterhaltung.
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