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Abgezockt und totgepflegt. Alltag in deutschen Pflegeheimen
 
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Abgezockt und totgepflegt. Alltag in deutschen Pflegeheimen (Broschiert)

von Markus Breitscheidel (Autor)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Econ; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430115728
  • ISBN-13: 978-3430115728
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 101.146 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

    Beliebt in dieser Kategorie:

    Nr. 19 in  Bücher > Politik & Geschichte > Politik nach Bereichen > Sozialpolitik

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Markus Breitscheidel berichtet in dieser erschütternden Reportage von seinen Beobachtungen, die er während eines Jahres als schlecht bezahlter Altenpfleger in deutschen Pflegeheimen hat machen müssen. Sein Buch macht deutlich, dass wir nicht nur, wie uns zurzeit von anderer Seite andauernd vorgehalten wird, eine kinder-, sondern mehr noch eine zutiefst altenfeindliche Gesellschaft sind. Was Breitscheidel in bester Wallraff'scher Manier recherchiert hat, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was man sich ohnehin schon ausgemalt haben mag über die, das wissen wir ja längst, nicht gerade paradiesischen Zustände in deutschen Altenpflegeheimen.

Hilflose Alte werden von häufig unzureichend qualifizierten Pflegekräften "im Akkord abgearbeitet" und nicht selten mit Medikamenten ruhig gestellt, weil man sich anders nicht mehr zu helfen weiß. Bei der Lektüre wird einem angst und bange, was einem wohl selbst womöglich im Alter erwarten mag, wenn man in die Lage kommen sollte auf die Pflege in einem Altenheim angewiesen zu sein.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar", zitiert Günter Wallraff in seinem Vorwort Artikel 1 des Grundgesetzes. Und weiter: "Es wäre allen Ernstes zu überlegen, ob hier nicht der Verfassungsschutz gefordert ist, Beamte als Pfleger oder Pflegebeanspruchende umzuschulen, um sie so als verdeckte Ermittler in diesen verfassungsfeindlichen Untergrund der Gesellschaft einzuschleusen." Wer eine solche Forderung als albern abtut -- nach der Lektüre dieses bestürzenden Buches wird er dies anders sehen.

Pflichtlektüre für jeden (Sozial-)Politiker! -- Hasso Greb



WELT AM SONNTAG, Heike Vowinkel, 04.09.05

»Über die Reform des Pflegesystems wird seit langem diskutiert. Wie notwendig sie wirklich ist, zeigt dieses Buch.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessanter und wichtiger Tatsachenbericht!, 9. Januar 2007
Von Markus Brehm (Finsterwalde) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Gutes Buch über die Mißstände in deutschen
Altenpflegeheimen. Die Altenpflege ist
schon eine eigene Welt, nach außen hin wird
alles als schön dargestellt, aber innen sieht
es meist anders aus. Menschen die noch nichts
damit zu tun hatten, wird hier durch dieses
Buch ein Einblick gegeben. Es ist teilweise
schockierend was da abläuft aber nicht un-
bedingt neu. Der Hauptgrund für mich ist die
angespannte Personalsituation und der dazu-
kommende Fachkräftemangel (nicht weil es keine
gibt, sondern weil sie mehr kosten als Hilfs-
kräfte.)
Und solange es skrupellose Heimbetreiber gibt
wird sich da auch in Zukunft nicht viel ändern.
Es gibt sicherlich auch gut funktionierende
Einrichtungen, aber meist nur für finanziell
gut ausgestattete Menschen, aber die breite
Masse wird dies im Alter nicht sein.
Und wer glaubt in Krankenhäusern ist die
Situation viel besser der irrt.

Auf jedenfall eine schlimme Entwicklung und
traurig zu sehen das man als Mensch nicht
mehr viel wert ist.
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48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Differenziert, aber nicht zu verallgemeinern, 10. September 2005
Das Buch schildert symptomatisch, welchen Stellenwert die Pflege alter und kranker Menschen in der Gesellschaft tatsächlich hat. Auf den Punkt gebracht: "Jeder" will eine menschenwürdige Pflege, aber keiner will so recht dafür bezahlen; die einzigen, die sich gegen das "System" stemmen und notgedrungen scheitern müssen, sind die Pflegekräfte vor Ort.

Inhaltlich schildert der Autor ziemlich differenziert, indem er nicht nur die erlebten Mißstände aufzeigt, sondern auch deren Ursachen: Das rigide Zeitmanagement, das durch äußerst knapp bemessene Vorgaben verursacht wird; arbeitgeberseitige Sparmaßnahmen; Überforderung und Unterqualifizierung der Pflegekräfte; Existenzängste der Beschäftigten, die wirksamen Widerstand verhindern; Unterdrückung von Kritik durch Mobbing und Kündigung; mangelhafte Aufsicht durch die Behörden.

Der Autor läßt eine jener Pflegekräfte, die die Zustände mittragen, sinngemäß wie folgt zu Wort kommen: "Natürlich würde ich gerne vieles anders machen und kann die Zustände eigentlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber ich bin auf diese Arbeit angewiesen. Nach Feierabend kann ich nur abschalten, indem ich mich betrinke."

Vereinzelte Begebenheiten des Buches hat wahrscheinlich sogar jede Pflegekraft selbst erlebt: Einem Bewohner/Patienten, der Zuwendung braucht, sagen, daß man keine Zeit habe; Tätigkeiten dokumentieren, die (aus welchen Gründen auch immer) in Wirklichkeit gar nicht erbracht wurden usw..

Methodisch ist zu kritisieren, daß der Autor jeweils das "erstbeste" Angebot des Arbeitsamtes angenommen hat. Ich meine, daß hier jeweils die "Dauerbrenner" des jeweiligen Sachbearbeiters vermittelt wurden, die stets ganz oben auf dem Angebotsstapel liegen, weil in den betreffenden Heimen nicht von ungefähr eine hohe Fluktuation herrscht. Eben wegen den mangelhaften Arbeitsbedingungen. "Gute" Heime haben halt eine geringere Fluktuation und sind daher nicht auf jeden "x-beliebigen" Arbeitsamt-Bewerber angewiesen. Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege in der großen Mehrheit der Heime läßt das Buch jedenfalls nicht zu.

Meines Erachtens sollte das Buch Pflichtlektüre bei allen "Schön-Rednern" in Parteien, Kostenträgern, Sozial- und Arbeitgeberverbänden werden.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Haltlose Zustände, 2. November 2006
Ich war schockiert und gefesselt zugleich, als ich dieses Buch gelesen habe. Es zeigt die in jedem Fall veränderbaren Missstände in deutschen Pflegeheimen auf, die es in einem zivilisierten Staat wie diesem niemals geben dürfte. Da ich selbst exam. Altenpflegerin bin, war ich umso fassungsloser über diese tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten. Trotz allem denke ich aus meiner beruflichen Erfahrung, dass es auch anders geht. Pflege mit Würde und das Einstehen für die alten Menschen gibt es in vielen deutschen Einrichtung. Selbst habe ich solche Missstände noch nicht erlebt.
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5.0 von 5 Sternen Bin selbst Altenpfleger und kann dem Buch nur zustimmen
Ein sehr gutes Buch,welches die Arbeitsbedingungen und Zustände realistisch darstellt.Jeder,der seine Eltern oder Großeltern in ein Pflegeheim schickt,sollte sich vorher dieses... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Manni Mustermann veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen empfehlenswert
Aufrüttelnd und klar ausgearbeitet ist die Thematik. Heute (Frühjahr 2009) ist das Problem in aller Munde. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Pippin veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Eigentlich nichts Neues!
Die Zustände in Pfegeheimen sind skandalös?
Das ist die Neuigkeit?
Schon 1981 erschien "Roter Drache" von Thomas Harris. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Peter Waldbauer (Autor) veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Fachfremde wissen es am besten...
Ein oberflächliches Buch einer fachfremden Person. Gut, Breitscheidel hat in die Pflege hineingeschnuppert. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Schwerstarbeiterin veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Schade - Chance vertan
Schade, wieder so ein polemisches "Werk", das auf die Altenpflege eindrischt. Natürlich, Skandalgeschichten verkaufen sich besser. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Sailor veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Abzocke
Wenn man hier von Abzocke redet, dann kommt man um den Namen Breitscheidel nicht herum. Es gibt sicherlich Mißstände in der deutschen Altenpflege, aber ich glaube nicht, daß eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Waldwinter

5.0 von 5 Sternen Das Lebensende in einer Ökonomisierten Gesellschaft
Der Autor hat den Problemen der Altenpflege ins Gesicht geschaut. Nur ein gewagter Undercoverjournalismus konnte dieses außergewöhnliche Buch ermöglichen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juli 2007 von nordfriesland-media-service

5.0 von 5 Sternen So ist es.
Wallraff selbst ist viel zu bekannt, um dieses Ding selbst zu machen. Deshalb hat der Autor die Recherche durchgeführt und sein knowhow von Wallraff bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von StainlessSteelRat

5.0 von 5 Sternen Unbequemes drastisch dargestellt
Wallraff selbst ist viel zu bekannt, um dieses Ding selbst zu machen. Deshalb hat der Autor die Recherche durchgeführt und sein knowhow von Wallraff bekommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von StainlessSteelRat

5.0 von 5 Sternen .....
Ich arbeite selbst als Pflegehelfer und kann in vielen Punkten dem Inhalt dieses Buches nur zustimmen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2007 von Sunny

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