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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leben und Sterben eines Mörders, 19. November 2008
Mich zieht es immer wieder zu Bücher, die wahr Begebenheiten wiedergeben. Besonders, das habt ihr sicher schon gemerkt, interessiere ich mich für den 2. Weltkrieg und die damit zusammenhängenden Geschehnisse. So kam ich an diesem Buch nicht vorbei:
Der SS-Mann
(Psychogramm eines Mörders)
Leben und Sterben eines Mörders
Josef Blösche ist der SS Mann, um den es hier im Buch geht.
Wie schon nicht anders zu erwarten beim Autor Heribert Schwan (in Zusammenarbeit mit Helgard Heindrichs), er ist bekannt für seine tollen tiefgründigen Rescherchen, hat es der Leser hier mit einem überaus heiklen Thema und einer top Aufarbeitung in toller Komplexität zu tun.
Es ist die Biografie dieses J. Blösche, dieses Mannes, deren Bild auf der ganzen Welt Aufsehen erregte, vorallem das Bild des Jungen, der seine Arme hob, sicher hat schon jeder einmal irgendwie davon gehört und gelesen.
Heribert Schwan hat in akribischer Kleinstarbeit versucht herauszufinden, wie es zu dieser Tat kommen konnte, und vorallem wieder Mensch Blösche so werden konnte, wie er war und zu was er wurde - einer Bestie in Menschengestalt, die mordete, deportierte und hinrichtete - ohne nachzudenken.
Das Bild wurde ca. im April/Mai 1943 im Warschauer Ghetto aufgenommen. Dieser polnische Junge rührt zu Tränen. Blösche ist damals 32 Jahre und noch weiß niemand, wer dieser SS Mann ist, der so viele Menschenleben auf dem Gewissen hat.
Die Autoren:
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Heribert Schwan:
Dr. Heribert Schwan: geboren 1944, ist als Leiter der Programmgruppe Kultur Feature beim WDR u.a. verantwortlich für Fernsehdokumentationen in der ARD und lebt in Köln. Er ist der Autor und Koautor mehrerer politischer Biographien und Bücher zur Zeitgeschichte, darunter einige Bestseller. Zuletzt erschien von ihm: Erich Mielke. Der Mann, der die Stasi war und Tod dem Verräter.
Helgard Heindrichs:
Helgard Heindrichs: geboren 1952, Studium der Psychologie mit den Schwerpunkten Entwicklungs- und Erziehungspsychologie sowie Arbeits- und Organisationspsychologie. Weiterbildungen zur systemischen Familientherapeutin und systemischen Organisationsberaterin. Lebt in Köln und arbeitet freiberuflich.
Quelle: www.lion.cc
Im Buch ist sehr interessantes Bildmaterial vorhanden.
Gliederung des Buches:
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Vorwort
1. Keine Gnade
2. Anklage und Urteil
3. Die frühen Jahre (Kindheit und Jugend, Parteisoldat
4. Der SS-Mann (.....)
5. Tod den Juden (....)
6. Auf verlorenem Posten (....)
7. Neue Heimat DDR
8. Der Prozess
9. Pfofil eines Mörders
Anhang
Anmerkungen
Bildnachweis
Literaturhinweise
Fernsehdokum entationen
Register
meine Meinung zum Buch:
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Besser, übersichtlicher, zu Herzen gehender und wahrer kann man ein solches Thema nicht angehen und verwirklichen. Ich bin fasziniert von der Komplexität, Intensität und Komplettheit der Informationen rund um diesen Menschen.
Der Leser begreift von Anbeginn durch die ganzen Zusammentragungen, die die beiden Autoren gemacht haben, wie dieser Mensch zu einem so herzlosen SS-Mann werden konnte.
Sein Leben wir komplett beleuchtet noch in die DDR-Zeit hinein bis hin zum Prozess.
Das Buch ist aufrüttelnd geschrieben, sehr interessant und spannend und - ja eigentlich ein Sachbuch - eine Biografie - aber in Romanform.
kurze Leseprobe:
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Josef Blösche wird 1942 zu einer Zeit in die Dienststelle innerhalb des Ghettos versetzt, da die "Umsiedlungsaktionen", wie sie offiziell heißen, bereits begonnen haben. Einige Straßen im Ghetto sind schon menschenleer. Jeden Tag werden jüdische Männer, Frauen und Kinder zum "Umschlagplatz" geführt. Blösche sieht Menschenkolonnen, die mit ihrer wenigen habe von jüdischer Polizei begleitet zum "Umschlagplatz" marschieren. ....
Der Stoff ist brisant und heikel - die Autoren schaffen es, den Leser zu faszinieren, aufzurütteln, Tränen des Hasses und der Enttäuschung beim Lesen hervorzurufen über eine solche Zeit, die man einfach nicht vergessen darf.
Aufarbeitung ist wohl in diesem Sinne nie zu Ende und immer wieder gibt es gute Bücher, die dazu beitragen. Und dieses Buch gehört ganz oben in die Liste.
Bei ein wenig Interesse für das Thema ist dieses Buch ein Muss.
Josef Blösche war nicht der einzige Mensch, der in dieser Hirarschie so funktionierte, er war ein kleines Rädchen im großen Hitler-Getriebe, aber gerade dieses eine Bild mit diesem polnischen Jungen machte ihn "berühmt" und gehasst.
Ich habe das Buch mit Kopfschütteln gelesen - mit teilweise tränenden Augen und mit Interesse und einem Kompliment an die Autoren, wie toll sie das alles zusammengestellt haben.
Das Buch ist teilweise in der Gegenwart geschrieben - teilweise wird aber auch die Vergangenheitsform verwendet. Es liest sich sehr flüssig und spannend. von Anfang an baut die Spannung um diesen Menschen auf bis zum Höhepunkt - dem Schluss. Handschriftliche Notizen von Blösche, die immer mal zwischen dem Text eingefügt sind, finde ich auch sehr interessant und sie untermalen mit den Bildern die sehr gute Qualität des Buches. Auch das Gerichtsverfahren, welches übrigens 1967 in Erfurt stattfand wird haarklein wiedergegeben, so wie auch sein Leben in der DDR in Thüringen am Rande der Hainleite.
Dieses Buch ist ein Geschichtswerk, welchem große Hochachtung gebührt.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein Wolf im Schafspelz, 18. September 2003
Von Ein Kunde
ein guter chronologischer lebenslauf eines versagers, der für einige zeit macht hatte und diese schonungslos für sich ausnutzte. auf einer seite der willige und aktive mörder, der alles tut um sich und vorgesetzten zu gefallen. und auf der anderen seite, ein naiver familienvater, welcher sich ausnahmslos unterordnet und im selbstmitleid ertrinkt.die detalierten schilderungen der taten, gestützt auf vernehmungsprotokolle und zeugenaussagen, lassen den leser in ein grausames detail einer dunklen vergangenheit blicken. pädikat: lesenswert. nur der psychologische aspekt, durch zwischenfragen und expertenmeinungen, ist im buch überflüssig.
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4.0 von 5 Sternen
Grausame Wahrheit, 2. September 2003
Die Geschichte des SS-Mannes Josef Blösches ist ein erschütterntes Dokument über die unsagbare Grausamkeit einzelner Personen im Dritten Reich. Die Laufbahn des Wirtssohnes Josef Blösches zum vielfachen Mörder im Wahrschauer Ghetto ist manchmal einwenig langatmig zu lesen, läßt aber dennoch an diesem Beispiel tief in die damalige Zeit blicken. Hier kann man die Augen nicht vor der Wahrheit und den Verbrechen der NS Zeit verschließen.
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