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Die Spionin
 
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Die Spionin (Gebundene Ausgabe)

von Corina Bomann (Autor), Angela Troni (Herausgeber)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: Knaur; Auflage: 1 (12. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426663147
  • ISBN-13: 978-3426663141
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 318.157 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sie kann niemandem vertrauen. Sie darf sich niemals verlieben. Doch dann verstößt sie gegen alle Regeln...

London, 1585: Als Alyson in den Tower gebracht wird, scheint ihr Schicksal besiegelt zu sein. Doch niemand anderer als Sir Francis Walsingham, Erster Minister von Elisabeth I., erkennt ihre besonderen Fähigkeiten und macht der jungen Straßendiebin ein unglaubliches Angebot, das sie bis in die prachtvollen Gemächer der Königin führen wird - und immer wieder in tödliche Gefahr...

Ein fesselnder historischer Roman voller Abenteuer, Geheimnisse und verbotener Küsse!



Über den Autor

Corina Bomann wurde 1974 in Parchim geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Momentan arbeitet sie an ihrem zweiten historischen Abenteuerroman, der am Hofe August des Starken spielen wird.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen London im 16 Jahrhundert, 10. Juni 2008
Zunächst habe ich einen reinen Unterhaltungsroman erwartet, aber schon schnell wird klar, dass hier ein genauer historischer Text verborgen liegt. Die Handlung ist komplex gehalten, die Schauplätze atmosphärisch eingesetzt.
Damit lässt sich das Buch nicht nur abgenehm lesen, es sind auch historisch bemerkenswerte Szenen zu genießen.
Manchmal gibt es etwas Leerlauf, doch meistens bleibt es packend.

Die Liebesgeschichte steht zum Glück nicht unzulässig im Vordergrund. Der Romantikanteil ist nur so weit wie nötig in die Handlung integriert.

Die Sprache stilistisch Modern gehalten. Das ist nicht ungewöhnlich bei vielen historischen Unterhaltungsromanen, aber bei Die Spionin stört es kaum, doch ein wenig hätte die Sprache schon die Zeit reflektieren dürfen.

Die Geschichte ist konsequent rückblickend aus Sicht Alysons erzählt. Das heißt, auch Ereignisse, die sie nicht kennt, erfährt man beim Lesen nicht eher als sie. Diese Erzählhaltung führt den Leser sehr eng an die Geschichte. Nachteilig dabei ist, dass dem Leser die Figuren mit Ausnahme von Alyson nicht so Nahe stehen. Schade, dass gerade Königin Elizabeth für mich zu den nicht fassbaren Figuren gehörte. Da erreichte mich Maria Stuart in ihrer einzigen kurzen Szene noch besser.
Manche Personen sind in ihren Motiven aufgrund Alysons Unerfahrenheit in manchen Belangen zunächst nicht durchschaubar. Dadurch sind jedoch auch viele Überraschungen Wendungen möglich

Die Entwicklung Alysons ist glaubwürdig und gut gemacht: Vom Londoner Straßenkind und Waise zur Spionin, die mal als Hofdame, dann sogar verkleidet durchaus fähig ist auch zu kämpfen. Alyson ist für mich die herausragende Person im Roman. Hin und wieder hätte ich mir gewünscht, dass die Figur dabei auch psychologisch mehr ausgeleuchtet wird. Die verschiedenen Ereignisse, die ihr Leben so stark beeinflussen, müssten auch sie noch mehr verändern. Möglicherweise ist das von mir auch zu modern gedacht. Viele gute Ansätze dazu gibt es trotzdem. Dem Leser werden Alysons inneren Konflikte zwischen auch gewalttätigen Szenen gut vermittelt. Sie fragt sich zum Beispiel bei der Hinrichtung der ehemaligen schottischen Königin Maria Stuart, ob sie schon verroht ist, weil sie keine Trauer verspürt.
Andererseits sprechen ihre Taten mehr Worte als ihre Gedanken, denn wiederholt hilft sie Menschen in Bedrängnis, auch wenn sie sich und ihre Mission damit in Gefahr bringt. Und dass sehr zum Verdruss ihrer Kontaktpersonen. Diese Diskussionen über den Zwiespalt zwischen Moral und Menschlichkeit sowie Verantwortung und Treue nur gegenüber England und der Königin sind sehr interessant.

Steht der historisch belegte Sir Francis Walingham, der den englischen Spionagering aufgebaut und Alyson ausgebildet hat, auch für ein System voller Tod, Doppelspionen und sogar Folter, ist er nicht nur unmenschlich dargestellt. Es gibt Momente der Sympathie zwischen ihm und Alyson. Doch es bleibt stets Alyson, an der sich die Menschlichkeit in diesem System, zeigt.

Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu Männern werden aufgrund der Situation dauerhaft belastet. Eine einfache Lösung dafür gibt es realistischerweise nicht.

Die Spionin bietet auf über 600 Seiten mehr als nur gute Unterhaltung.
Ohne, dass ich mich getraue, den historische Gehalt zu bewerten, habe ich den Eindruck, dass der historische Anteil vollkommen in die packende, spannende Handlung integriert ist. Der Konflikt zwischen reiner Unterhaltung und trockenen Geschichtsunterricht, den so manchen historischen Roman belastet, ist hier vollständig aufgelöst.
Ich halte den Aufbau der Geschickte auch für logisch und geschickt bis zu Ende durchgehalten. Man sollte Die Spionin daher nicht unterschätzen.
Corina Bomann ist somit die neueste Entdeckung im historischen Roman. Auf weitere Bücher von ihr hoffe ich sehr.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Raben von London, 7. Juni 2008
Ein schöner historischer Roman. Er spielt kurz vor der Zeit des spanischen Angriffs auf England mit der großen Armada. Ein kleines Mädchen wird von Lord Walsingham - dem Herrn der Spione - ausgebildet und eingesetzt. Sie wird damit zum Raben, zum Spion, dessen Lebensziel und auch unter Umständen Lebenseinsatz der Schutz Englands und seiner Königin ist. Sie beschreibt aus der Erinnerung der Frau, die die Nachricht erhalten hat Königin Elisabeth sei verstorben ihre eigene, mit der Geschichte der Königin verbundene Geschichte als Ich- Erzählerin. In der Perspektive der erwachsenen Frau ihre Entwickung vom behüteten Kind eines Gefängnisaufsehers über das stehlende und hungrige Waisenkind bis zur Spitzenagentin im Haushalt des feindlichen- spanischen Flottenadmirals.
Auf diesem Weg erlebt die Protagonistin viel spannendes und berührendes, muß Trennung von den Geschwistern und den Tod von Freunden und Kollegen ertragen, aber auch die schlechte Laune ihrer Königin erlebt sie in der Rolle der königlichen Hofdame mit.
Ein sehr gut lesbar und flüssig geschriebenes Buch, dass dieses spannende Kapitel der europäischen bzw. der Weltgeschichte beleuchtet. Man muß nur wenig Phantasie aufwenden um zu wissen, dass die Welt heute völlig anders aussähe, wäre die Invasion Englands geglückt. Diese Weggabelung der Weltgeschichte und ihre Protagonisten lässt dieses Buch lebendig werden. Die Raben von London sind die Raben, die den Tower umfliegen und von denen die Sage geht, dass wenn sie verschwinden das Königreich fällt. Die Raben sind aber auch die Menschen um Walsingham, die ihrer Königin loyal bis in den Tod dienen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Geheimtip für History Fans, 26. Januar 2009
In diesem Buch vereint Corina Bomann auf wunderbar leichte Art, eine fiktive Story mit geschichtlichen Tatsachen aus dem Mittelalter.
Mit ihrem flüssigen Erzählstil und dem überaus bildlichen Sprachgebrauch, zeichnet die Autorin eine sehr lebendige mittelalterliche Atmosphäre, die dem Leser das damalige Leben in den Straßen von London vor dem inneren Auge erscheinen lässt.
Die junge Heldin Alyson erlebt einen wahren Albtraum, als sie in einem dunklem Torbogen einen Mord beobachtet und anschließend im Tower wieder zu sich kommt.

Mit der temperamentvollen jungen Heldin Alyson und dem disziplinierten Sir Francis Walsingham treffen direkt zu Beginn des Buches zwei Charakter aufeinander, die allein schon durch ihre charakterlichen und gesellschaftlichen Gegensätze, für Spannung und >Zündstoff< in der Story sorgen.
Corina Bomann verleiht ihren Hauptdarstellern durch kluge und manches mal auch witzige Dialoge, tiefe menschliche Gefühle. Dabei verzichtet die Autorin darauf nur besonders Gute oder besonders bösartige Charakter zu erschaffen.
Auch der fieseste Bösewicht hat noch einen sympathischen Charakterzug, den er in einer kleineren Szene auch zeigen darf. Umgekehrt hat auch der netteste Liebhaber dunkle Charakterzüge. Eine wunderbare Mischung in den Charaktereigenschaften der Protagonisten, die in der Handlung zu immer neuen Überraschungen führt.
Die junge Alyson entwickelt sich im Laufe der Story zu einer charmanten und ideenreichen Spionin, die jedoch nicht zum >Super-Girl< mutiert, sondern auch Skrupel hat und Fehler macht. Als Leserin konnte ich Alysons Gefühle oft sehr gut nachvollziehen und ich habe mit Alyson geliebt, gelitten und gelacht.
Alyson geht bei Sir Sir Francis Walsingham durch eine verdammt harte Ausbildung, aber der aufmerksame Leser bemerkt auch am Ende des Buches warum. Die Autorin versteht es sehr gut, mit kleinen, aber hoch sensiblen Szenen und Gesten, auch einem strengen, verstaubten Aristokraten wie Walsingham, väterliche Gefühle zu verleihen.
Auch wenn Königin Elizabeth I nicht so ausführlich charakterisiert wurde von der Autorin, so hat man als Leser schon sehr deutlich gespürt, welch angespannte Atmosphäre am engl.Hof herrschte.
Der Leser begegnet in diesem Roman nicht nur Elizabeth I sondern auch Maria Stuart und vielen anderen realen Persönlichkeiten des 16 Jh.
Welch ausgeklügeltes Spionagenetz damals schon existierte und mit welchen Tricks gearbeitet wurde, dass hat mich echt verblüfft. Durch Alyson habe ich erfahren wie gut durchdacht damals die Spionagearbeit war.
Ich denke hinter all` diesen interessanten Informationen zum Leben am Hof, zu den damals real existierenden Persönlichkeiten, zu den Intrigen und auch zu der damaligen Spionagearbeit, steckt eine sehr gründliche und aufwendige Recherche.
Die Sprache in dem Roman ist dem heutigen Sprachgebrauch angepasst, was jedoch in keiner weise störend wirkt.
Der Spannungsbogen ist mal mehr und mal weniger straff gespannt, ohne dabei jedoch so flach zu werden, dass die Story langweilig oder langatmig wirken könnte. Corina Bomann sorgt geschickt dafür, dass nach furchtbar dunklen und grausamen Szenen auch wieder hellere und heitere Szenen den Leser in den Bann ziehen.

Dieser Roman enthält eine überaus fesselnde Story mit sehr hohem Unterhaltungswert.

Auf die ausführliche Beschreibung besonders blutiger oder grausamer Folter- und Gewaltszenen, verzichtet die Autorin genauso, wie auch auf kitschige Liebesszenen oder geschmacklose Sex Szenen. Klar gehören in einem histr. Roman derartige Szenen hinein, aber in diesem Buch halten sie sich in einem sehr angenehmen und niveauvollen Rahmen.
Die Story wirkte für mich am Ende rund und in sich abgeschlossen. Dennoch würde ich mich sehr freuen, wenn die Autorin sich zu einer Fortsetzung dieses Romans entschließen könnte und ich mit Alyson, La Croix und Gilbert Gifford wieder in die Welt der mittelalterlichen Agententätigkeit eintauchen könnte.

Die Anzahl der Protagonisten hat Corina Bomann in einem überschaubaren Rahmen gehalten. Dafür war ich der Autorin sehr dankbar, da in dem Buch ein Personenregister fehlt.
Ein ausführliches Nachwort von der Autorin habe ich ebenfalls in diesem Buch vermisst.

Die Gestaltung des Buches hätte ich mir schon etwas stilvoller gewünscht. Es gibt historische Romane in dieser Preisklasse, in denen Karten, Personenregister und auch ein ausführliches Nachwort des Autors die Story wunderbar ergänzen.

Corina Bomann hat mich jedoch mit ihrer fantasievollen Story und ihrem Schreibstil sehr beeindruckt.
Sie hat mich aus dem grauen Alltag entführt und eintauchen lassen in eine sehr stimmungsvolle mittelalterliche Welt.

Dieses Buch ist auf jeden Fall ein Geheimtip für alle Freunde von spannenden historischen Romanen.
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