Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mokéle M'Bembé, der Kongosaurier, 17. Mai 2007
Auf der Suche nach einem guten Abenteurroman, bin ich bei Thomas Thiemeyer's "Reptilia" hängen geblieben. Die Kurzbeschreibung versprach einen Wissenschaftsthriller im afrikanischen Dschungel. Leider hält der Roman jedoch zunächst nicht, was er versprach. Zu langatmig ist der Einstieg in die Geschichte und zu früh wird zuviel vom Urzeitsaurier enthüllt.
Dann jedoch gewinnt die Geschichte zunehmend an Spannung, je weiter es in den undurchdringlichen afrikanischen Urwald geht. Am Ziel der Expedition, dem Lac Télé im Herzen des Kongo, angekommen, machen die Wissenschaftler eine unglaubliche Entdeckung.
Von da an gleitet Thiemeyer jedoch in ein Jurassic Park für Arme ab und die Story wird immer unglaubwürdiger. Der junge Genetiker David Astbury, Held dieser Geschichte, mutiert vom Heimwissenschaftler, der sein Labor nur zum Pipimachen verläßt, zum Indiana-Jones-Verschnitt, der schier über sich hinauswächst und es mit dem Saurier ganz allein aufnimmt.
Das Ende befriedigt, wie bei so vielen Abenteuerromanen, leider nicht, zu gewollt und vorhersehbar ist es geschrieben. So bleibt doch ein eher schaler Beigeschmack zurück und man hat dieses Buch ebenso schnell vergessen, wie man es in seinen Bücherschrank zurückgestellt hat.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Jurassic Park mit Rosamunde Pilcher-Flair?, 12. Mai 2009
Als ihn die nach Kalifornien emigrierte Mutter seiner Jugendliebe Emily zu sich ruft, ahnt der junge Genforscher David Astbury noch nicht, was da auf ihn zukommt. Der junge Mann, der eine glänzende Forscherkarriere in der englischen Heimat erwarten darf, erfährt völlig überraschend von Emilys Verschwinden, nachdem diese eine letzte Videobotschaft abgesetzt hat. Als einer der Menschen denen Emily sicher vertraut soll David nun ein Team in den Kongo führen, wo Emily am mystischen See Lac Télé womöglich das legendäre Mokéle m'Bembé gefunden hat. Mit Großwildjäger Maloney, dessen Assistenten Sixpence und der einheimischen Wissenschaftlerin Elieshi bricht David in das dunkle Herz Afrikas auf...
Wie all das ausgeht ist leider vorhersehbar, Thomas Thiemeyers "Reptilia" ist nicht unbedingt ein Meisterwerk an Spannung mit überraschenden Handlungswendungen. Der Plot ist einfach gestrickt, profitiert von der sehr modernen Einbeziehung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien, orientiert sich aber an einem Schema das man schon zu Hauf kennt. Originell ist dabei noch dieser englische Herrenhaus-Flair, der irgendwie an Rosamunde Pilcher erinnert. Ein junger hübscher Engländer mit großen Karrierechancen sucht auf Geheiß der alten Lady seine ebenso begabte doch weit umtriebigere Jugendliebe und auch wenn die Chancen schlecht stehen, alles gelingt, das Happy End ist obligatorisch. Die Charaktere selbst sind die gewohnten Stereotypen und der Held wächst bei all dem über sich hinaus, mausert sich vom biederen Clark Kent zu Superman.
Bei all dem bedient sich der Autor der Ich-Perspektive was dem Leser die gewisse Nähe zum Protagonisten verschaffen soll, dessen Perspektive die Story somit prägt. Schon das ist allerdings etwas woran sich die Geister spalten dürfen, denn stilistisch gibt es bei Reptilia keine sichtbaren Höhenflüge. Die Atmopshäre bleibt gezwungen, die Charaktere holzschnittartig und die Handlung ist schlicht more of the same.
Fazit:
Ein bestenfalls durchschnittlicher Abenteuer-Roman.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Unterhaltung mit ausgefallenen Charakteren ..., 11. Juni 2008
Vor kurzem habe ich mein erstes Buch von Thomas Thiemeyer gelesen und fand es so gut, dass ich mir dieses hier auch gleich gekauft habe. Und man mag es kaum glauben, das ist sogar noch besser!
Die Spannung beginnt ab dem ersten Kapitel, als der Ich-Erzähler David auf dem Weg zu der Mutter seiner Jugendliebe ist. Zusammen mit ihm rätselt man, was die alte Dame wohl mit ihm zu besprechen hat. Und wenn sie dann mit ihrer Geschichte über den Kongo-Saurier und einem Beweisvideo rausrückt, ist man hoffnungslos gefesselt und muss das Buch unbedingt zu Ende lesen.
David ist sehr sympathisch, ein bisschen zerstreut und schüchtern, aber sehr liebenswert. Ein Wissenschaftler eben... Angenehm fand ich, dass es nur wenige Figuren gibt, hauptsächlich nur das vierköpfige Forschungsteam und in einem zweiten Handlungsstrang, der sich später mit dem Hauptstrang verbindet, den Pygmäen Egomo. Eine bunte Truppe voller ausgefallener Charaktere, die alle das gewisse Etwas haben. So kann man wirklich total eintauchen in die Dschungelwelt des Kongo...
Auch die Auflösung fand ich wieder sehr gelungen und das Ende hatte die perfekte Länge und noch eine kleine Überraschung. Sehr angenehm überrascht war ich, dass der zerstreute Wissenschaftler mal nichts mit der gutaussehenden Biologin angefangen hat, die mit im Team ist. Normalerweise kommt man daran ja nicht vorbei... ;-)
Da ich auf solche alten Legenden stehe, war dieses Buch genau da Richtige für mich und ich habe mir soeben das nächste Buch bestellt, den ersten "Erwachsenen"-Thriller des Autors: "Medusa".
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