Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier muss niemand heulen (außer der ein oder andere Werwolf), 16. August 2006
Endlich ist die Fortsetzung von Markus Heitz' "Ritus" erschienen - eine gekonnte Mischung aus Thriller, Historienroman und Horror, wie ich sie bisher noch nie gelesen habe. Während Markus Heitz sich in "Ritus" noch an den historischen Fakten rund um die "Bestie des Gevaudan" orientierte, nimmt er in "Sanctum" nun die Zügel komplett selbst in die Hand und erzählt eine Geschichte, die nach dem "Immer noch ein bisschen mehr!"-Prinzip funktioniert: Immer, wenn man sich als Leser an etwas gewöhnt hat, toppt er dies spielend. Es wäre sträflich, zu viel vom Inhalt zu verraten - nur so viel: Wieder spielt das Buch mit den aus "Ritus" bekannten Protagonisten auf zwei Zeitebenen. Alle Wege führen zunächst nach Rom: Äbtissin Gregoria muss im 18. Jahrhundert in die Ewige Stadt reisen, um einer Verschwörung innerhalb des Vatikans auf die Schliche zu kommen, und in der Gegenwart sucht der Werwolfsjäger Eric von Kastell in Rom nach seiner entführten Geliebten. Dabei bekommt er es mit einem in "Ritus" bereits vorgestellten Frauenorden zu tun, dessen Ursprünge (man kann es sich denken) eng mit Gregoria verbunden sind. - Was Markus Heitz auszeichnet ist neben seinem Ideenreichtum (und einem genialen Gespür für Namen, die schon allein einer Figur Leben einhauchen) sein besonderes Talent für Spannung und Action. Als Leser hetzt man von Kapitel zu Kapitel, leidet mit jeder Hauptfigur und möchte dem Autor ein ums andere Mal zurufen: "Nein, tu das nicht!" (Aber er tut es natürlich immer - und seine Helden werden wirklich arg gebeutelt.) Tendenziell gefällt mir die historische Handlung besser als der Erzählstrang in der Gegenwart. Aber auch hier hat sich der Autor seit "Ritus" deutlich weiter entwickelt: Eric von Kastell, der in "Ritus" noch ein bisschen zu sehr der aalglatte Superheld war, bekommt in diesem Buch eine erstaunliche Tiefe verliehen, die zwischen Verfolgungsjagden und jeder Menge praller Action immer wieder rührt. - Während "Ritus" wohl von Anfang an als erster Teil mit offenem Ende konzipiert war, führt "Sanctum" nun alle alten und viele neue Handlungsstränge zu einem definitiven Ende. Das ist einerseits sehr befriedigend, andererseits aber auch schade, denn ich würde gerne noch siebenhundert Seiten oder mehr weiterlesen ...
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Fortsetzung von Ritus, 21. August 2006
Im zweiten Teil von Ritus dreht sich wieder alles um Werwölfe und Wandelwesen. Wie auch schon im ersten Teil wird die Geschichte der Familie von Kastel (Chastel) in zwei Handlungssträngen erzählt. Die eine Zeitschiene spielt im 18. Jahrhundert und erzählt die Jagd von Jean Chastel auf Werwölfe. Im anderen Handlungstrang, der in der heutigen Zeit spielt, ist Eric von Kastel die Hauptperson. Auch er befindet sich im ständigen Kampf mit den Werwölfen.
In diesem zweiten Teil wird vieles klarer. D.h. man erfährt, wieso sich Eric von Kastel in Ritus teilweise sehr mehrkwürdig verhalten hat. Es wird aufgeklärt, wer der Mörder von Erics Vater ist und das im ersten Teil nur angesprochene Heilmittel (Sanctum) wird genauer beschrieben. Außerdem wird der Bogen zwischen Jean Chastel, der Äbtissin Gregoria, ihrer Nichte Florence und Eric von Kastel gespannt.
Dies ist eine wirklich gelungene Fortsetzung von Ritus. Spannend bis zum Schluß.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erneut auf der Jagd nach Wandelwesen..., 13. August 2006
Auch "Sanctum" basiert, wie bereits der Vorgänger "Ritus", auf einem zweiteiligen Handlungsstrang:
Zum einen führt Heitz die im 18 Jh. im Gevaudan in Frankreich lebende Abtissin Gregoria und den Jäger Jean Chastell, die bereits in "Ritus" gegen die Loup-Garous in ihrer Heimat gekämpft haben, auf der Suche nach Gregorias entführtem Mündel Florence nach Rom. Hier hofft Jean zugleich, den von ihm verfolgten Comte de Morengiés, ebenfalls ein Loup-Garou, zu finden, um Rache für seine toten Söhne nehmen zu können. In Rom angekommen werden beide in die Machenschaften einer geheimen Organisation aus dem Vatikan verstrickt, deren Ziel der Sturz der Jesuiten ist. Gregoria wird Vorsteherin eines von dieser Organisation ins Leben gerufenen geheimen Ordens, dem Orden der Schwestern vom Blute Christi, dessen Ziel es ist, Wer-Wesen zu finden und zu heilen. Jean verfolgt währenddessen den Comte. Eine spannende Jagd beginnt, bei der nicht immer klar ist, wer gut und wer böse ist und bei der nicht immer das Gute triumphiert...
Zum anderen erzählt Heitz die Geschichte des jungen Eric von Kastell, der sein Leben in der Gegenwart der Jagd nach Wer-Wesen verschrieben hat und dessen Schicksal eng verknüpft ist mit der 200 Jahre zurückliegenden Geschichte von Gregoria und Jean. Eric setzt die bereits in "Ritus" begonnene Suche nach dem letzten Loup-Garou fort, den er zur Vernichtung der Werwölfe töten will. Dabei gerät er in Konflikt sowohl mit dem noch existierenden Orden der Schwestern vom Blute Christi, die den letzten Loup-Garou finden und mittels ihres Sanctums heilen möchten, als auch mit dem Orden der Lycáon, der Wer-Wesen als Gottheiten verehrt und deren Fortbestehen sichern möchte. Auch Eric gerät in einen spannende und turbulente Jagd nach dem letzten Werwolf...
Heitz gelingt es dabei auch in "Sanctum" in gewohnt gelungener und unterhaltsamer Art und Weise, beide Geschichten zu verknüpfen und eine in sich stimmige und temporeiche Geschichte zu erzählen. Die Charaktere sind stimmig und detailreich gezeichnet und ihre Handlungen und Motive sind für den Leser absolut nachvollziehbar. Auch fand ich den Hintergrund der Geschichte, mit der Markus Heitz sich auf absolutes Neuland begeben hat, sehr interessant . Im Gegensatz zu "Ritus" weist "Sanctum" jedoch meiner Meinung nach auch einige Längen auf und es kommen vielzählige Personen in der Geschichte vor, die die Handlung unnötig verkomplizieren, ohne eine große Bedeutung für den Fortgang der Geschichte zu besitzen.
Daher vier Sterne für ein durchaus gelungenes und spannendes Buch zu einem Thema, von dem ich auch zukünftig gerne weiteres von Markus Heitz lesen würde.
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