Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Düstere Geheimnise hinter Kirchen-Mauern, 16. Januar 2002
St. Anselm ist ein kalter, ungemütlicher Ort an der Küste East Anglias. Abgeschieden von der Welt, bereiten sich hier junge Männer auf ihr Amt als Pfarrer in der anglikanischen Kirche vor. Ein Priesterseminar, dessen Zukunft auf dem Spiel steht: Zu elitär, zu kostspielig und zu weltfremd sei die Ausbildung dort, behaupten die Gegner. Einer von ihnen ist der Erzdiakon Crampton, der an einem stürmischen Herbstwochenende dem Seminar ein Besuch abstattet. Einen Besuch, den er nicht überleben wird... Bei einigen Bewohnern von St. Anselm ist der Erzdiakon unbeliegt und zwar nicht nur, weil er eine Schließung des Seminars befürwortet. So war Crampton mitverantwortlich dafür, dass Pater John, der seinen Lebensabend in St. Anselm verbringt, wegen sexuellen Missbrauch von Jungen hinter Gitter wandern musste. Der Erzdiakon hat viele Feinde. Doch einer scheint ihn besonders zu hassen, denn nach einer stürmischen Nacht wird er erschlagen in der Kirche aufgefunden, neben ihm zwei Altarkerzen. Commander Adam Dalgliesh, der sich gerade an dem Wochenende auch in St. Anselm aufhält, sieht sich mit einem Mord konfrontiert. Eigentlich sollte Dalgliesh den Tod eines jungen Studenten untersuchen, dessen Leiche vor einigen Wochen am Strand gefunden wurde. Die örtliche Polizei hatte den Fall zwar schon abgeschlossen und ihn für einen Unfall erklärt, aber der Stiefvater des Toten, der einflussreiche Industrielle Sir Alred Treeves, zweifelt an der Version. Zudem starb einige Zeit später die alte Haushälterin des Priesterseminars unter mysteriösen Umständen. Stehen die Todesfälle etwa in einem Zusammenhang? Die schaurig-schöne Kulisse von St. Anselm, die düsteren Geheimnisse seiner Bewohner und Besucher, die von Inzest bis zu wissenschaftlicher und beruflicher Gier reichen, der kluge Ermittler Dalgliesh - all das hat P. D. James einmal mehr zu einer profunden und spannenden Krimigeschichte zusammengeschnürt. In bester Tradition erzählt sie konventionell über Mord, Leidenschaft und Hass in einer geschlossenen und abgeschiedenen Gesellschaft. Besonders reizvoll ist dabei die anglikanische Kirche, zerrissen im Streit zwischen Tradition und Modernität. Während der ermordete Erzdiakon Crampton ein Verfechter des Fortschritts ist, der die Kirche mit allen Mitteln ins 21. Jahrhundert peitschen möchte, sind die kirchlichen Mitglieder von St. Anselm der Tradition verpflichtet. Dabei macht P. D. James keinen Hehl daraus, mit wem sie sympathisiert. Wer's wissen möchte und wer klassische, englische Krimis liebt... Lesen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Klaustrophobischer Krimi, der nur langsam in Fahrt kommt, 3. Mai 2003
Zur Geschichte: In einem abgelegenen, von der Schließung bedrohten Priesterseminar häufen sich die Todesfälle. War der erste noch als Unglücksfall und der zweite als natürlicher Tod zu erklären, so ist der dritte definitiv ein Mord. Commander Dalgliesh, der den ersten Todesfall auf Betreiben des Vaters des Toten nochmals untersuchen soll, muss bald vier Todesfälle untersuchen. Von vornherein scheint eigentlich nur eines klar: der oder die Täter/-in kann nur aus dem engsten Umfeld des Seminars kommen, wenn man alle Todesfälle der selben Person zuschreibt, dies erzeugt eine ziemlich klaustrophobische Stimmung. Die Auflösung des Falles ist einigermaßen spannend, entbehrt meiner Ansicht nach zum Schluss jedoch einer gewissen Glaubwürdigkeit (Kann eine 25 Jahre lang verleugnete „Beziehung" wirklich derart selbstlose Handlungen hervorrufen ??? Ich kann mir das nur schwer vorstellen!) Die Handlung der Geschichte kommt nur zögernd in Fahrt - es dauert nahezu 200 Seiten, bis die Geschichte nicht mehr nur verworren und verwirrend, sondern richtig spannend wird. Dafür bleibt sie es dann auch bis zum Schluss (mit seinem vorhin erwähnten Manko). Sehr positiv fand ich bei diesem Krimi, dass die Ermittlungsarbeiten irgendwie realistisch geschildert wurden, ebenso wie die Beziehungen, die innerhalb des Ermittlungsteams herrschen - es gibt nicht nur schwarz und weiss (man hasst sich entweder oder arbeitet einfach HERVORRAGEND zusammen) - sondern es ist ein bisschen mehr wie im „ganz normalen" Arbeitsalltag: man versteht sich gut, muss deswegen aber nicht dick befreundet sein; Dienstzugehörigkeit, Karrieredenken, sich vom Chef mal ungerecht behandelt fühlen usw. gehört hier auch dazu. Aber das nur am Rande. Wer mich ziemlich enttäuscht hat, das ist eben „der Chef": er bleibt seltsam blass und gestaltlos, man erfährt über sein Privatleben eigentlich nur das, was in direktem Zusammenhang mit dem zu lösenden Fall steht, dass er nämlich mal als Jugendlicher drei Sommerferien in diesem Priesterseminar zugebracht hat. Da ist man andere Persönlichkeiten gewohnt, wie beispielsweise das Ermittlungsteam Lynley/Havers oder Kincaid/Gemma James, deren Privatleben manchmal sogar schon zu sehr in den Vordergrund gerückt wird. Aber ein bisschen mehr davon hätte hier sicher nicht geschadet. Fazit: Als Urlaubslektüre zwischen zwei richtig guten Büchern durchaus geeignet, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eher enttäuschend, 11. September 2002
Dies hier war mein 1. Krimi von P.D. James und ich war schon sehr gespannt, denn sie wurde mir sehr empfohlen. Der Klappentext war sehr viel versprechend: ein mysteriöser Unfall/Selbstmord, ein Mord an einer ungewöhnlichen "heiligen" Stätte und dazu noch ein eher kleiner Kreis von Verdächtigen. Leider wurden meine Erwartungen eher enttäuscht. Der Krimi war zum Teil sehr langatmig und manche Stellen habe ich überflogen, da sie mit der Handlung eigentlich nichts zu tun hatten. Auch die Auflösung war eher undramatisch und ich wartete vergeblich auf gesteigerte Spannung zum Finale. Alles in allem: der Rahmen für die Handlung ist wirklich gut ausgedacht, aber man hätte mehr daraus machen können. Auch das Motiv ist nicht so ganz ersichtlich. Und 300 Seiten anstatt 540 wären auch genug gewesen.
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