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Die Grotte
 
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Die Grotte (Taschenbuch)

von Tim Krabbé (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Droemer Knaur (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426618087
  • ISBN-13: 978-3426618080
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 874.589 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Tödliche Freundschaft

Tim Krabbés Roman «Die Grotte»

Später, in der Rückschau, wird es nur eine harmlose Ferienkolonie in den Ardennen gewesen sein, aber hier hat alles Unerklärliche seinen Anfang genommen. Hier haben sich die beiden niederländischen Teenager Egon und Alex kennengelernt. Egon, der Scheue, und Alex, der Draufgänger. Ihre Wege werden sich fortan immer wieder kreuzen, wobei Egon mit den Jahren sehr gemischte Gefühle hegt. Alex nämlich ist inzwischen ein landesweit bekannter Krimineller, der sich nicht scheut, auch Freunde und Bekannte in seine Machenschaften zu verwickeln. Egon kann sich zwar draushalten, den langen Schatten von Alex wird er aber nicht mehr los, bis an sein Ende nicht.

«Die Grotte» heisst der Roman von Tim Krabbé, einem niederländischen Autor, von dem nun, nach dem Roman «Verspätung», ein zweites Werk in deutscher Übersetzung vorliegt. Darin erzählt er von einer schicksalhaften Begegnung, aus deren Bann sich gleich drei Biographien bis zum Ende nicht befreien können.

Der Besuch einer Grotte in den Ardennen hat die Jugendlichen der Ferienkolonie seinerzeit stark beeindruckt – so sehr, dass Egon Geologie studieren wird und Marjoke, das Mädchen, auf das er in der Ferienkolonie ein Auge geworfen hatte, für die Liebe zu den Steinen ihr Leben riskiert. Egon und Marjoke, die inzwischen in den USA lebt und sich Marcie nennt, haben einander längst aus den Augen verloren, aber beide brauchen sie für ihre geologischen Interessen Geld. Sie lassen sich, ohne voneinander zu wissen, auf ein Abenteuer ein. Die Reise führt in ein tropisches Land, ein Geschäft mit Drogen, eines zudem, das wohl Alex eingefädelt hat. Die geplante Übergabe in dem Drittweltland «Ratanak» misslingt gründlich, die beiden werden bei ihrem Treffen auf einem Parkplatz umgebracht.

Der Roman, der vom Verhängnis erzählt, lässt sich von diesem auch tragen. Der Text hat darum eine Fülle von nur scheinbar zufälligen Begegnungen zu verkraften, auch von Einschüben, welche diese hinterrücks vernetzen. Aber Krabbé inszeniert sie geschickt und spannend, selbst dort, wo er mit Erklärungen auspolstern muss, dass man auch die kühneren, weil unwahrscheinlicheren Kurven gerne mitfährt: in ein Finale, das sich, ganz Thriller, schon in den ersten Sätzen als unausweichlich präsentiert hat.

Martin Zingg -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2000
Martin Zingg bespricht den zweiten, in deutscher Übersetzung vorliegenden Roman des niederländischen Autors Tim Krabbé wohlwollend: ein "geschickt inszenierter" Roman, der vom verhängnisvollen Schicksal dreier miteinander verbundener Menschen erzählt, die sich als Jugendliche kennengelernt haben, eine Vorliebe für Geologie hegen und sich in kriminelle Unternehmungen verstricken. Das verhängnisvolle Ende ist vorprogrammiert, aber die Geschichte, wenn sie auch verschiedene Zufallsbegegnungen braucht und einige eher unwahrscheinliche Kurven fährt, so Zingg, verkrafte diese Schlenker ohne weiteres.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herr Krabbé, Sie treffen es genau.....!, 10. Juli 2004
Von Alexandra Egli (Frankfurt/M.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Die Grotte (Gebundene Ausgabe)
In "Die Grotte" erzählt uns Krabbé eine Geschichte über eine Männerfreundschaft, die eigentlich gar keine ist, sondern vielmehr eine faszinierende wenn auch einseitige Abhängigkeit. Krabbé versteht es meisterlich in seinen Romanen von dieser sogähnlichen Faszination zu schreiben, die manchmal ein Mensch auf einen anderen ausüben kann. "Die Grotte" beginnt quasi mit der Ermordung des Protagonisten Egon, einem Geologen, irgendwo in einem Drittweltland, bei der Übergabe eines Drogenkoffers. Dass diese Übergabe sein Verhängnis, gar seinen Tod, bedeuten wird, darüber ist sich Egon völlig im Klaren. Und doch will er die Sache durchziehen, will einmal etwas tun, was gegen die Regeln und Normen ist. Er tut es für sich und für Axel. Axel, diese schillernde Persönlichkeit eines völlig skrupellosen Egoisten, der es trotz seiner Gefahr ausströmenden Aura schafft, seine Mitmenschen in seinen Bann zu ziehen und sie dazu bringt, Dinge zu tun, die sie unter normalen Umständen nie tun würden.

Wie sich Egon und Axel als Jugendliche in einem Sommercamp kennenlernen, wie sich deren Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder kreuzen und wie sich Egon jedesmal auf Neue von Axels morbider Ausstrahlung und Kraft vereinnahmen lässt, erzählt Krabbé anschließend, im Rückblick, in seinem ganz eigenen intelligenten Schreibstil. Krabbé schildert eindringliche Momentaufnahmen. Mit nur wenigen Worten vermag er zu beschreiben, wofür andere viele Seiten benötigen. Seine Charaktere kommen dem Leser sehr nah, sind immer glaubwürdig und überzeugend. Mit seiner allen Romanen innewohnenden Melancholie trifft er den Leser ins Herz und vermag spannend zu begeistern und zum Nachdenken anzuregen. Es sind Geschichten, die man nicht vergisst.
Sehr empfehelenswert!

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk um Liebe, Einsamkeit und unerfüllte Träume., 3. Juli 2004
Von Pepe4711 (Winterthur, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: Die Grotte (Gebundene Ausgabe)
1. Kapitel: Der Holländer Egon (= 40-jähriger Geologe) reist nach Ratanak (= Stadt in einem asiatischen Drittweltland), um dort seinen mitgebrachten Koffer voller Drogen abzugeben, und dabei begegnet er einer Frau, die ihm so vertraut vorkommt und die er eigentlich schon immer geliebt hat. Die beiden erkennen sich, aber beide leugnen es, denn im Drogengeschäft ist es nur schädlich, wenn man seine Partner kennt.

2. Kapitel: Egon als 14-jähriger in einem Ferienlager, dort trifft er Axel, der durch seine Unverschämtheit alles erreicht und jede Frau haben kann. Studentenzeit von Egon und Axel, Axel handelt mit Drogen und Pässen, Egon studiert Geologie und gerät immer wieder in die Klauen von Axel. Egon arbeitet als Lehrer, heiratet, lässt sich wieder scheiden und braucht plötzlich viel Geld, um an einer Expedition teilnehmen zu können.

3. Kapitel: Ein holländischer Journalist möchte in Ratanak die Wahrheit über den Mord an einer Frau und einem Mann erfahren und weiss, dass der zu Tode verurteilte "Mörder" unschuldig ist.

4. Kapitel: Marcie liebt Steine, und um ihren kleinen Laden am Leben zu erhalten, braucht sie dringend Geld. Sie entscheidet sich, als Drogenkurier zu arbeiten, und sie verlässt ihre Familie (Ehemann, zwei erwachsene Söhne), ohne ihnen etwas davon zu erzählen. Sie kehrt nie zurück.

5. Kapitel: Dieses Kapitel führt uns zurück ins Ferienlager, an dem der 14-jährige Egon teilgenommen hat. Und hier beginnen wir endlich Egons Gefühle für die fremde Frau zu verstehen ...

Tim Krabbé schreibt unglaublich packend, geht geschickt mit den Zeiten um (Rückblenden, Jetztzeit), schreibt seinen Roman aus den verschiedensten Perspektiven (pro Kapitel eine Perspektive), ist ein Meister des Weglassens. -- Ein Motiv, das in Krabbés Büchern immer wieder auftaucht: Menschen verschwinden spurlos, und die Liebsten zu Hause wissen nicht, was passiert ist. -- Für mich unverständlich, warum Krabbé im deutschsprachigen Raum den Durchbruch noch nicht geschafft hat (bzw. warum die Auflagen seiner Bücher so klein sind) ...

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannend und fesselnd, 9. April 2001
Diese Rezension stammt von: Die Grotte (Gebundene Ausgabe)
Im Mittelpunkt dieses Buches stehen nicht "verhängnisvolle Schicksale dreier miteinander verbundener Menschen" sondern das Zusammentreffen zweier Weltbilder und Einstellungen wie sie konträrer nicht sein können. Auf der einen Seite steht Egon, Geologiestudent und ein Mensch, der sich einer Sache hingeben kann, zu viele Zugeständnisse macht und eher den Moralapostel spielt als als eigene Fehler einzugestehen und Konsequenzen zu ziehen. Ihm gegenüber steht Axel, der ein ausgesprägter Egozentriker ist und sein Leben keiner konkreten Sache opfert sondern nur eine Lebenseinstellung kennt: "Es geht darum, zu nehmen, was du kriegen kannst. Niemals um etwas zu bitten, das bringt die Leute nur auf die Idee, es dir nicht zu geben." - was er selbst gegenüber Egon sagt. Axel ist zwar skrupellos und selbstsüchtig, hat aber eine entscheidende Erkenntnis gemacht, die ihm einen Vorteil bringt. Er weiß wie er lebt, kennt die Gefahren und geht sie bewußt ein. Egon fehlt diese Einsicht und dies wird ihm später zum Verhängnis. Ein starkes Buch - kurz und prägnant.
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5.0 von 5 Sternen Ein packender, ein berührender, ein unvergeßlicher Roman
Eine Jugendfreizeit in den belgischen Ardennen wird das Leben von Egon Wachter vollkommen verändern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. November 2004 von der-magier

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