Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Roadmovie in Buchform, 15. Januar 2002
Tim Krabbe's Roman "Verspätung" nimmt den Leser mit auf eine Flucht quer durch den australischen Kontinent, wobei er die klassischen Themen des Roadmovies gekonnt zitiert. Es wird beschrieben, wie das bislang geordnete Leben eines niederländischen Fernsehmoderators immer mehr aus den Fugen gerät, als er sich entscheidet, eine Verspätung seines Fliegers dazu zu nutzen, seine Jugendliebe Moniek zu besuchen, die sich in Australien aufhält. Diese sowie andere Entscheidungen - die auf den ersten Blick zufällig oder unwichtig wirken - führen zu einem äußerst verstörenden Finale, das so nicht zu erwarten war. Eindrucklich wird erzählt, wie sich das Leben eines Menschen von einer Sekunde zur anderen, von einer Tat oder Nicht-Tat, ins Positive oder Negative wenden kann.Das Buch fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite und kann nur weiterempfohlen werden.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krabbé - ein Könner seines Fachs...., 3. Juli 2004
....auch in die "Verspätung" beweist Krabbé sein schriftstellerisches Talent. Schnörkellos, auf den Punkt gebrachte Wortwahl, gelungener Spannungsaufbau und virtuose Tempowechsel machen aus 156 dichtgedrängten Seiten einen nachhaltig beeindruckenden Roman. "Schmeißt man sein Leben hin für die Erinnerung an einen Tag, der ein halbes Menschenleben zurückliegt?" Jacques Bekker will die Zeit bis zu seinem Anschlussflug in Sydney nutzen um seine Jugendliebe Moniek wiederzusehen. Damals war den beiden nur ein Sommertag vergönnt, doch für Jacques war es die Liebe seines Lebens. Als er Moniek in Sydney antrifft, ist diese gerade im Begriff sich auf eine Flucht quer durch Australien zu begeben. Sie bittet Jacques sie zu beleiten - und der - folgt ihr. Wie damals völlig in ihren Bann gezogen, begiebt er sich auf eine abenteuerliche Flucht vor der Polizei, dabei völlig sein normales Leben vergessend und wird dabei immer mehr zu Monieks Komplizen. Wunderbar!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jack und Miss Twenty ..., 28. Juni 2004
Jacques (= "Jack", Schriftsteller, Fernsehmoderator, 47 Jahre) besucht in Sidney seine Jugendfreundin Moniek (= "Miss Twenty", Besitzerin eines Bekleidungsimperiums, 50 Jahre). Moniek ist gerade dabei, die Flucht zu ergreifen, und Jacques begleitet sie dabei. Sie fahren mehrere Monate unerkannt in Australien umher, geniessen sich und das viele Geld (ca. 700 000 $, und in Zürich lagern noch ein paar Millionen), und als sie sich endlich nach England absetzen wollen, gerät alles aus den Fugen ...Jacques glaubt die ganze Zeit, dass Moniek ihn nur ausnützt und nicht wirklich liebt, doch am Schluss erfahren wir, dass das Liebeserlebnis vor 30 Jahren einen starken Eindruck auf Moniek gemacht hat. Zudem hat es ihrem Leben einen Namen gegeben: "Miss Twenty" ... Tim Krabbé ist ein erstaunlicher Schriftsteller. Seine Bücher sind alle sehr knapp und dicht, kein Wort zu viel, keins zu wenig, kein Buchthema gleicht dem andern, und als Leser ist man mitten im Geschehen, leidet mit den Figuren, bekommt Herzklopfen, träumt schlecht, ist fasziniert ...
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