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Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam
 
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Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam (Gebundene Ausgabe)

von Sabine Kuegler (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 345 Seiten
  • Verlag: Droemer/Knaur; Auflage: 1 (18. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426273616
  • ISBN-13: 978-3426273616
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 200.432 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)!

Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses „Dschungelkinds“. Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen.

Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das „Verlorene Tal“, eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr.

Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran.

Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die „westliche Zivilisation“ bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem „Verlorenen Tal“ in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Was uns unvorstellbar erscheint - Sabine Kuegler hat es erlebt. Unter archaischen Bedingungen wuchs sie im Dschungel West-Papuas auf. Heute lebt sie in Deutschland. Angst habe ich erst hier kennen gelernt , sagt sie. Und sie weiß, dass sie zurückkehren wird. Sabine Kueglers Geschichte beginnt, als sie mit fünf Jahren als Tochter deutscher Sprachforscher und Missionare nach West Papua kommt. Mitten im Urwald lebt die Familie mit dem Fayu-Stamm, der für Kannibalismus und unvorstellbare Brutalität steht und dessen Menschen erst langsam lernen, zu lieben statt zu hassen, zu vergeben statt zu töten. Für die heranwachsende Sabine wird der Stamm jedoch zum Teil ihrer selbst, der Dschungel zur Liebe ihres Lebens: Sie ist keine Deutsche mehr, kein weißes Mädchen aus Europa, sie wird eine Eingeborene, die schwimmt und jagt, fühlt und handelt wie eine Fayu. Mit 17 Jahren wird Sabine auf ein Schweizer Internat geschickt, um ihren Schulabschluss zu machen - ein katastrophaler Einschnitt für sie. Angst habe ich erst hier gelernt , sagt sie. Und immer spürt sie Heimweh, eine Sehnsucht, die ständig in ihr brennt. Sie wird zurückkehren in den Dschungel, um für sich herauszufinden: Wo gehöre ich hin? Wer bin ich eigentlich, Fayu oder Europäerin?

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine völlig fremde Welt..., 11. Mai 2007
ist es, in die Frau Kuegler den Leser mit diesem Buch entführt. Ihre Lebensgeschichte zu lesen, ist eine wahre Freude. Sie beschreibt ihre Erlebnisse mit so viel Liebe zum Detail, dass man an ihrem Leben regelrecht teilnimmt. Sie baut auch einige humorvolle Passagen in ihre Geschichte ein. Das lockert ihre Schilderungen sehr auf und motiviert den Leser weiter zu lesen.
Man wird aber auch nachdenklich bezüglich der Konsumgesellschaft, in der wír hier in der westlichen Welt leben und die uns gleichzeitig in ein so enges Verhaltensmuster zwängt. Die Autorin sehnt sich auch nach den Jahren, in denen sie jetzt wieder in Deutschland lebt, nach ihrer "heilen Welt", in der sie gross geworden ist. Dort kannte man die Zwänge, wie sie uns unsere Gesellschaft auferlegt, nicht. Dort ging es einfach ums nackte Überleben; andererseits wusste man genau, woran man ist. Es war ein hartes Leben, aber Frau Kuegler hatte gleichzeitig so viel Schönes im Dschungel; diese Erlebnisse möchte sie auf keinen Fall missen.
Fazit: Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt, weil diese uns fremde Welt so in den Bann zieht, dass man nicht mehr aufhören will, diese kennenzulernen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Für mich fast das perfekte Buch, wie gesagt, für mich..., 22. Januar 2007
Von D. Remke "spektakulaer" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Als ich das Buch einmal angefangen hatte, konnte ich es nicht wieder weg legen! Für mich ist es ein hervorragendes Abenteuer, welches mir oft die Augen geöffnet hat und mir gezeigt hat, was in der heutigen Zivilisation alles als selbstverständlich angesehen wird: Keine Zeit, Geld ist das Wichtigste und Menschen "verkümmern" immer mehr zu Eigenbrödlern.
Man sollte das Buch nicht als eine wissenschaftliche Beschreibung des Lebens in West Papua ansehen, dass ist klar, vielmehr soll es das Lebensgefühl und die Einstellungen/Rituale/Erlebnisse eines jungen Mädchens beschreiben, welches das Leben in der westlichen Welt nicht kennt und im Urwald aufwuchs.
Ich finde das Buch schafft beim Lesen eine wunderbare Atmosphäre und es regt zum Nachdenken und Forschen (Situation West Papua) an.

Leider fehlen mir doch hie und da emotionslosere Beschreibungen, oder ein paar Fakten, die sicherlich einen guten Gegenpol zu der sonst voll gelungenen Geschichte wären.

[Der Nachvolger dieses Buches 'Ruf des Dschungels' hat dies schon besser geschafft, leider musste meiner Meinung nach aber die Leseatmosphäre darunter leiden]

Alles in allem ein sehr gutes Buch, welches auch nach langer Zeit noch zum Schmunzeln und Nachdenken anregt.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Schmerzhafter Verlust der Kindheit und des Paradieses, 1. November 2005
Sabine Kuegler, die ich zum ersten Mal im Fernsehen sah, hat mich mit ihrer ungewöhnlichen Lebensgeschichte und ihrer sympathischen Art sehr beeindruckt.
Ihre Kindheit im Dschungel West-Papuas beim Eingeborenenstamm der Fayu liest sich sehr aufschlussreich und berührend. Streckenweise hatte ich den Eindruck, dass ihr Schock bei der Rückkehr in die westliche Welt weniger die harte Umstellung auf ein völlig neues Leben war als die Trauer über den Verlust der Kindheit - der in ihrem Fall besonders schmerzhaft gewesen sein mag. Ich bin in einem weniger exotischen Land - Mexiko - aufgewachsen, auch mit 17 nach Westeuropa zurückgekehrt und kann ihre Gefühle ansatzweise nachvollziehen. Deshalb staune ich sehr über die Tatsache, dass sie in all den Jahren nicht an den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist. Vielleicht ließ ihr zunehmend komplexes und schwieriges Leben im Westen diese erneute Reise nicht zu.

Behutsam nähert sich die Autorin auch der Frage, ob es zulässig/gewünscht/richtig ist, dass ihre Eltern, die „Sprachforscher und Missionare" sind, den Fayu eine neue Lebensweise näher bringen. Denn deren Problemlösungskompetenz erschöpfte sich bis zur Ankunft der weißen Familie darin, dem Gegenüber bei der kleinsten Auseinandersetzung einen Pfeil in die Brust zu jagen. Die verschiedenen Stämme rotteten sich in einem sinnlosen Blutrache-System beinahe aus. Beachtlich, wie es die Kuegler-Familie alleine durch das „Vorleben" erreicht hat, dass die Fayu schließlich in Frieden lebten. Da und dort konnte ich mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kueglers mehr Missionare als Sprachforscher waren - schließlich absolvierten sie lediglich eine einjährige linguistische Ausbildung. Wer sich mal mit Sprachwissenschaft beschäftigt hat, weiß, dass das eine sehr knappe Vorbereitungszeit für die Erforschung einer unbekannten Sprache ist. Jedoch ist im Roman nie von christlicher Missionierungsbemühungen die Rede - fragt sich, ob dies ausgespart wurde oder ob dies tatsächlich nie stattgefunden hat. Über ethisch-moralische Aspekte kann man natürlich endlos diskutieren.

Problematisch fand ich die naiv-kindliche Erzählperspektive, die das ganze Buch über anhält - auch dann, als Sabine schon erwachsen ist. Dabei werden laufend in kindlicher Darstellung und Bewunderung Papa und Mama erwähnt, was mir auf Dauer ziemlich auf die Nerven gegangen ist. Auch wenn mir klar ist, dass die Autorin bei der Niederschrift vieles mit Hilfe ihrer Angehörigen rekonstruieren musste, so wirkt der Erzählstrang doch wenig glaubwürdig, wenn ein zum Zeitpunkt des Geschehens fünf Jahre altes Mädchen detaillierte Beobachtungen macht. Hier hätte man vielleicht eine erzähltechnisch bessere Lösung finden können. Apropos Stil: Die Dialoge wirken oft platt und hausbacken. Literarische Glanzleistung ist dieses Buch keine - muss es aber auch nicht sein.

Sehr gerne hätte ich mehr Details über den „Kulturschock" bei der Rückkehr in die westliche Welt erfahren. Diese Episode ist für meine Begriffe zu verknappt erzählt. Auch Nebensächlichkeiten, z.B. wie ein Sprachforscher/Missionars-Ehepaar die universitäre Ausbildung zweier Kinder in den USA bzw. England sowie ein elitäres Mädchenpensionat am Genfer See für Sabine finanzieren konnte, hätten mich in diesem Zusammenhang interessiert.

Insgesamt eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die es in jedem Fall zu lesen lohnt.

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