Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessantes Buch mit kleinen Schwächen, 21. Dezember 2004
Was soll man zu einem Buch schreiben, welches angetreten ist sämtliche Wahrheiten, die einem jeden Tag entgegengeworfen werden als Lüge zu enttarnen? Nun ich denke man betrachtet es am besten ein wenig differenziert. Fakt ist, dass es Albrecht Müller gelingt, Unwahrheiten, welche sich leider immer noch in der öffentlichen Meinung halten zu enttarnen. Ausdrücklich möchte er dabei den Leser dazu anhalten, nicht seine Meinung einfach zu übernehmen, sondern sich seine eigene zu bilden. Das fällt teilweise allerdings schwer. Müller setzt in manchen Abschnitten gerade auf den populistischen Stil, welchen er bei den gängigen Medien kritisiert. Dazu kommt noch, dass er manchmal den Fehler macht die 60er und 70er Jahre einfach mit der heutigen Zeit zu vergleichen und so zu tun, als wären die Rahmenbedingungen die selben. Immer wieder betont Müller, dass er eine Wirtschaftspolitik fordert, welche eine Mischung aus Angebots- und Nachfrageorientierten Elementen enthält. Diese, grundsätzlich sicher richtige Aussage, wird aber von im selber immer wieder ad absurdum geführt, wenn er die "Neoliberalen" Konzepte als nicht wirksam geiselt. Auch seine Grafiken sind aufgrund ihrer Gestaltung teilweise irreführend. Trotzdem sind seine Ausführungen, besonders zum demographischen Problem, teilweise sehr interessant und halten auch einer Nachprüfung stand. Insgesamt handelt es sich bei dem vorliegendem Werk um ein sehr gelungenes. Die Schwächen, welche ich oben genannt habe, führen aber zum Abzug von einem Stern.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut und notwendig, 10. Februar 2005
Müllers Buch ist ein guter, notwendiger Beitrag gegen die Eindimensionalität, mit der derzeit die Debatte um die angeblich alternativlosen Reformen in Deutschland geführt wird. Mag das im Buch Gesagte in etlichen Details anfechtbar sein, das Grundanliegen ist voll und ganz berechtigt: Müller kritisiert die Meinungsmonotonie unter Hinweis auf die banale Weisheit, dass es nie nur einen richtigen Weg geben kann und dass ein ewiges Schlechtreden und Problematisieren nach dem Prinzip der „self-fulfilling prophecy" die schlechte Situation nur weiter verschlechtert.Die Notwendigkeit dieser Einheitsmeinung etwas entgegenzusetzen, wird allein deutlich an dem durchweg dürftigen Niveau der negativ ausfallenden Kundenrezensionen zu diesem Buch. Hier sind gar keine sachlichen Mittel mehr erforderlich, um die Kritik am Neoliberalismus zu erwidern, es reicht billige Polemik. Dabei gibt es einiges, was man auf sachlicher Ebene gegen Müllers Argumentation einwenden kann. Um hier nur einige Aspekte anzureißen: Er selbst beschränkt sich weitgehend auf Kritik der derzeitigen Argumentation und greift als Lösungsansätze Rezepte auf, die in der Regierung Brandts und Schmidts (für die er arbeitete) als gut betrachtet wurden. Die müssen nicht per se falsch sein, aber sind freilich genauso wenig ein immer gültiges Rezept zur Sanierung einer (vermeintlich) kranken Volkswirtschaft. Dazu kommt, dass man mit Zahlen alles beweisen kann, wenn sie in der geeigneten Form aufbereitet sind. Das gilt für die Reformer, die Müller dafür kritisiert, wie für ihn selbst. Auch dass die Gleichschaltung aller Parteien bei Müller den Anstrich einer Verschwörungstheorie bekommt, ist etwas überzogen. Aber das Buch zielt auch gar nicht auf unbedingten Konsens, im Gegenteil: Müller ist der Überzeugung, dass eine wirklich kontroverse Diskussion und wirkliche Meinungsvielfalt, mit Standpunkten, die nicht nur in Details voneinander abweichen, für eine gesunde Demokratie basale Voraussetzung ist. Da diese Voraussetzung immer mehr verloren geht, handelt es sich um ein gutes, wichtiges Buch, das vier Sterne verdient hat. Ein kleiner Nachtrag zur Struktur des Buches: Nach einem grundlegenden, einleitenden Teil zur Qualität der Debatte, geht Müller auf die 40 verbreitetsten Mythen, Lügen, Denkfehler in Bezug auf die Probleme Deutschlands ein. Das macht das Buch sehr übersichtlich und angenehm zu lesen, weil man es wie ein herkömmliches Sachbuch, als auch wie ein Nachschlagewerk benutzen kann.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
verständlich und interessant geschrieben, 30. Dezember 2006
gut, wir sind nun nicht alle ökonomen. und als arbeitnehmer sieht man allgemein auch erstmal seine eigene ökonomische lage. aber dieses buch ist trotzdem sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben. und man muss nicht alle meinungen des autors teilen, aber was mich sehr angesprochen hat, war der kontext, dass man nicht immer alles zu schwarz malen soll, denn dann wird es auch so kommen. etwas positives denken hat bisher noch niemanden geschadet, was aber nicht heißen soll, daß man nur die rosarote brille aufsetzt.
man mag ob der problemlösungen denken, was man will. aber in einem hat müller recht. wenn man den leuten immer mehr aufbürdet, ihnen immer mehr geld aus der tasche zieht, um den geringsten lebensstandard zu halten, wo soll dann noch geld herkommen zum konsumieren? auch in deutschland geht eben der trend zur working poor, so wie im vielgepriesenen amerika. wenn die leute kein geld mehr haben, können sie auch nichts mehr ausgeben. das ist eben die regel beim kleinen mann.
wie es der staat richtig machen soll, zeigt müller hier auf, aber es ist seine meinung. und darüber kann man sich in einigen punkten streiten. aber recht hat er, was die manipulation der öffentlichen meinung betrifft. wir brauchen doch nur einmal die schlagzeilen der bild lesesn. da wird nichts hinterfragt. da wird herausposaunt und fertig ist.
dieses buch ist eine sehr gute anregung zum selber einmal wieder nachdenken. und nicht einfach alles so hinnehmen wie es serviert wird.
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