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Rudolf Augstein. Ein Leben für Deutschland.
 
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Rudolf Augstein. Ein Leben für Deutschland. (Gebundene Ausgabe)

von Otto Köhler (Autor), Monika Köhler (Autor)
2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426272539
  • ISBN-13: 978-3426272534
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 724.454 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik: Rudolf Augstein, der den investigativen Journalismus hier zu Lande eingeführt hat, wird auf seine alten Tage nun selbst zum Objekt der Recherche. Da sucht und forscht ein Journalist und ehemaliger Spiegel-Mitarbeiter in Augsteins Vergangenheit und bringt Überraschendes zu Tage. Ausgerechnet der Spiegel, dieses "Sturmgeschütz der Demokratie" hat besonders in seiner Anfangszeit NS-Männer beschäftigt, und zwar in leitender Position.

Es handelt sich hier also nicht um eine Biografie herkömmlichen Zuschnitts. Einblicke ins Privatleben darf man schon gar nicht erwarten. Es gibt zwar ein Kapitel "Rudolf Augstein und die Frauen". Aber darin erfährt man nicht recht viel mehr, als dass der Spiegel-Herausgeber "ebenso viele Ehefrauen absolviert" hat wie Intimfeind Axel Springer (nämlich fünf) -- und darüber hinaus eine Neigung "zu hohen Frauen" besitzt, die ihn um Haupteslänge überragen. Im Mittelpunkt steht allein der politische Journalist und seine Vergangenheit: der Aufbau des Magazins, die Spiegel-Affäre, der Kampf gegen Strauß und Co., Augsteins kurzer Abstecher in die Politik und seine Reaktion auf die deutsche Wiedervereinigung.

Vieles, was Köhler aus der Frühzeit des Spiegel berichtet, ist nicht ganz neu. Aber in dieser pointierten und ausführlichen Form sind seine Erkenntnisse -- und auch sein Stil -- beeindruckend. Auch wenn bekannt ist, dass nach Kriegsende so manche Nazi-Karriere in Politik und Wirtschaft recht nahtlos fortgesetzt wurde, muss man doch staunen, dass auch die Spiegel-Redaktion da keine Ausnahme machte. Da durfte zum Beispiel ein ehemaliger Gestapo-Chef eine ausführliche Serie zu einem einschlägigen Thema verfassen. Und ein ehemaliger SS-Hauptsturmführer war sogar bis zur seiner Pensionierung Stellvertretender Chefredakteur.

Da bekommt das Denkmal Augstein -- "Journalist des Jahrhunderts" -- tiefe Risse. Aber Köhler möchte es mit seinem Buch nicht gänzlich einreißen, sondern zu einem differenzierteren Bild dieses ungewöhnlichen und ungewöhnlich erfolgreichen Menschen beitragen. Und einen Anstoß geben, dass sich auch der Spiegel, diese Institution des kritischen Journalismus, endlich auch der eigenen Vergangenheit kritischer zuwendet.

Nachtrag: Rudolf Augstein verstarb am 7. November 2002, zwei Tage nach seinem 79. Geburtstag, an den Folgen einer Lungenentzündung. --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Einerseits trat Augstein in den Affären der jungen Bundesrepublik als "Sturmgeschütz der Demokratie" auf, andererseits bediente er sich beim Aufbau seines Nachrichtenmagazins bewährter NS-Propagandisten: Jeden anderen als den "Spiegel-Gründer hätten solche Widersprüche zerrissen. Zum ersten Mal wirft jetzt Otto Köhler, langjähriger Kolumnist des "Spiegel" und kritischer Weggefährte Augsteins, einen Blick auf das Innenleben dieses "Journalisten des Jahrhunderts". Hinter der Legende und hinter Augsteins vielen Gestalten - Medienmacher, Manager, Meinungsführer - wird hier der Mensch sichtbar.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Der braune Augstein, oder: fast eine Biographie, 31. Dezember 2002
Von Volker Sydow (München, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Wer auf die grosse Augstein Biographie gewartet hat, muss noch etwas warten. Denn Otto Köhlers Buch ist vieles, aber sicherlich nicht das Werk, das sich dem Leben und Wirken Augsteins angemessen annimmt.

Köhler sollte gelesen werden, von Lesern die an den Details des Hintergrund des Spiegels der 40iger und 50iger Jahre interessiert sind. Gleiches gilt für Augsteins angenommenen, latenten Anti-Semitismus. Dergleichen legt Köhler grossen Wert darauf, sich selbst und sein Wirken mit in sein Buch mit aufzunehmen. Durch vielfältige Wiederholungen von ein- und denselben Sachverhalten, schafft es Köhler so immerhin knapp 400 Seiten hiermit zu füllen. Zusammen mit einem scheinbar humorigen, meist aber nur nervigem und schwadronierendem Schreibstil, kann Köhler weder Augstein noch dem Spiegel gerecht werden.

Eine Biographie Augsteins kann Köhlers Werk jedoch schon deshalb nicht sein, weil knapp 30 Jahre aus Augsteins Leben fast komplett - bis auf eine Episode zu Anfand der 70iger Jahre, die Zeit, während der Köhler selbst beim Spiegel beschäftigt war - ausgeblendet sind: Die Jahre von der Spiegel-Strauss Affaire bis zur deutschen Wiedervereinigung finden bei Köhler quasi nicht statt. Darüberhinaus reduziert Köhler das positive Wirken Augsteins darauf, das er Strauss' Kanzlerschaft verhindert hat. Die Aufklärungen der diversen Skandale durch Augsteins Spiegel (Neue Heimat Affaire, Flick-Skandal, Barschel-Ehrenwort Affaire) werden nicht einmal im Ansatz erwähnt.

Wer also ein besonderes Interesse an den ersten Jahren des Spiegel und Augsteins hat, dem ist dieses Buch zu empfehlen. Wem das Leben Augsteins interessiert, muss sich noch etwas gedulden. Die grosse Augstein Biographie muss erst noch geschrieben werden.

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Die vergebene Chance, 28. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Im Klappentext heisst es, dass Otto Köhler einfühlsam und mit kritischer Distanz den treibenden Kräften in Augsteins Leben nachspürt. Wenn man dieses Buch jedoch gelesen hat, dann drängt sich einem der Gedanke auf, dass es in erster Linie gar nicht so sehr um Rudolf Augstein, sondern vielmehr um Otto Köhlers Ansichten zum politischen Geschehen geht. Neues vermittelt dieses Buch eigentlich nicht. Bekanntes wird neu aufgelistet und sehr oft zynisch kommentiert. Eine politische Biographie ist es sicher nicht. Schade, Otto Köhler hat eine Chance vertan.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Es gibt bessere Biographien, 18. Dezember 2002
Ohne den Herausgebern auf die Füße treten zu wollen, aber so richtig überzeugt hat mich diese Augstein-Biographie leider nicht.

Allen Lesern möchte ich als Tipp "Rudolf Augstein"
von Ulrich Greiwe ans Herz legen. Sie scheint mir *ganz persönlich* die fundiertere Ausgabe zu sein.

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1.0 von 5 Sternen Eitle Selbstdarstellung
Dieses Buch ist keine Biografie. Es trieft dagegen nur so vor eitler Selbstdarstellung des Autors.
Was im Klapptext als "kritische Distanz" bezeichnet wird, ist nichts weiter... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2003 von usteffenfauseweh

4.0 von 5 Sternen Der Spiegel und die Nazis
Meine Lieblingslektüre war bisher der Spiegel. Augsteins Spiegel. Er stand für mich hoch über den Parteien, absolut integer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2003 von Volker Rohde

3.0 von 5 Sternen Tief Luft holen
Otto Köhler bringt dem Leser nicht nur die faszinierende Biografie Rudolf Augsteins näher, die immer auch die Geschichte der Bonner-Republik ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Dezember 2002 von goetzpoggensee

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