Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniales Kriegsgefangenendrama in Südostasien, 17. Dezember 2000
Clavell schafft eine brilliante Beschreibung über das Leben in Changi, einem Kriegsgefangenenlager bei Singapur. Peter Marlowe, britischer Leutnant bei der R.A.F., Upperclass Gentleman entwickelt im Verlauf des Romans eine tiefe Freundschaft zu einem amerikanischen Corporal (dem King). Dieser ist der führende Schwarzmarkthändler des Lagers. Beide sind voneinander fasziniert und versuchen sich gegen japanische Wächter und insbesondere gegen den Chef der britischen Lagerpolizei, einen fanatischen Leutnant, zu behaupten. Diesmal spielt "Noble House" keine Rolle, wenn auch zwei der Akteure später in "Noble House Hongkong" erwähnt werden. Vielmehr ging es Clavell wohl darum, seine Erlebnisse als Kriegsgefangener in Changi zu verarbeiten. Übrigens gibt es in Singapur wohl noch immer einen Changi Airport, der wohl damals von den Kriegsgefangenen angelegt wurde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch über das Leben, 22. August 1999
Von Ein Kunde
"Rattenkönig" spielt Anfang 1945 im japanischen Kriegsgefangenlager Changi in Singapur. Und das wäre eigentlich für mich Grund genug gewesen, dieses Buch nicht zu lesen. Ich mag diese Geschichten, in denen es nur um Leid, Elend, Grausamkeit und Brutalität geht nicht. Nun bin ich aber ein leidenschaftlicher James-Clavell-Fan und hatte mal bei einem Bucheinkauf ohne auf die Inhalte zu achten einfach alle Bücher von Clavell gekauft. Nachdem mich "Rattenkönig" lange Zeit vom Buchregal ungelesen und daher vorwurfsvoll angeschaut hatte, las ich es dann doch. Und ich stellte fest: Es war anders als ich gedacht hatte! Es war genial!Im Mittelpunkt steht der britische Fliegerleutnant Peter Marlowe, der sich langsam mit einem amerikanischen Korporal anfreundet, den alle nur ehrfürchtig den 'King' nennen. Der King ist der König des Schwarzmarkthandels im Lager. Er ist ein Einzelgänger, mit dem niemand etwas zu tun haben möchte, dessen Nähe aber gleichzeitig gesucht wird, um möglichst von seinen Profiten auch zu profitieren. Marlowe ist der einzige, der den King ohne Vorurteile nur als Menschen sieht. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Freundschaft. Der Hintergrund der Geschichte, der Überlebenskampf im Lager, gerät dabei nie in Vergessenheit. Der Kampf un die tägliche Nahrungsration, die völlig unzureichende medizinische Versorgung, das zermürbende Dahinschleichen der Zeit, der innere Kampf gegen die Resignation, die der Anfang von Ende wäre, die Sorge und Ungewißheit über Angehörige und die Alpträume der eigenen Erlebnisse sind immer präsent. Und doch ist es ein Buch, in dem es um das Leben geht. Das Leben, das man sich trotz aller Widrigkeiten einrichtet, mit Lachen und Kartenspiel, mit Theatervorstellungen und Fortbildungskursen, mit (verbotenem) Handel, mit Freundschaften und privaten Fehden. Hat man einmal angefangen, so legt man das Buch so schnell nicht wieder nieder. Die Charaktere sind schlichtweg brilliant. Clavells Wortgewalt gibt ihnen wundervolle Nuancen. Ich habe auch die englischsprachige Originalausgabe gelesen, in der man oft allein anhand der Wortwahl auf die britische, amerikanische oder australische Nationalität des Sprechers schließen kann. Ein faszinierendes Buch, bei dem man beim Lesen viel lachen und hintennach viel grübeln kann. Clavell war damals selbst in Changi. Die Geschichte ist freilich erfunden, aber bei den Rahmenbedingungen spürt man förmlich den Atem der Authentizität. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erschütternder Roman über japanische Kriegsgefangene, 24. August 1999
Von Ein Kunde
Der „Rattenkönig" von James Clavell versetzt einen in ein japanisches Kriegsgefangenenlager Anfang 1945. Dort kämpfen täglich über 8000 Mann um ihr nacktes Überleben - hauptsächlich Engländer und Australier, aber auch einige Neuseeländer und Kanadier. Nur einem der Gefangenen scheint es in dieser Hölle gut zu gehen - ein amerikanischer Korporal, der nur noch der „King" genannt wird, hat sich durch seinen florierenden Schwarzmarkthandel in dem Gefängnis eine Art eigenes Königreich aufbauen können. Durch seinen Erfolg ist er unter den Gefangenen zu der meist gefürchteten und meist gehassten Person aufgestiegen, der nur einen einzigen Freund hat: Den englischen Fliegerleutnant Peter Marlowe. Dieser musste jedoch rasch erkennen, wie schnell die klaren Grenzen von Recht und Unrecht verschwinden können, wenn das eigene Leben in Gefahr ist. Clavell hat mich mit seiner Schilderung aus dem Gefangenenlager beeindruckt. Seine Schilderungen von den Gefangenenalltag, in dem jeder einzelne seine eigene Strategie entwickelt hat, um in dieser Hölle zu überleben, erscheint einem beim Lesen des Romans vollkommen realistisch. Da wird versucht, sich gegeneinander zu betrügen; man versucht trotz der hohen Gefahr, ertappt zu werden, sich noch Nachrichten von außen zu besorgen und man verliert langsam die letzten Reste des sogenannten guten Benehmens. Und es wird einem klar, auf welchen tönernen Füßen der Ruf eines Menschen steht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|