Aus der Amazon.de-Redaktion
Was heißt eigentlich Intelligenz? Sind Sie intelligent? Offensichtlich, sonst könnten Sie so komplexe Aufgaben wie Lesen oder das Bedienen eines Computers nicht lösen. Aber sind Affen intelligenter als Mäuse? Wie sieht es mit Ameisen und anderen Insekten aus? Kann man intelligente Maschinen bauen?
Diesen und noch vielen weiteren Fragen widmen sich die Bielefelder Wissenschaftler Holk Cruse und Helge Ritter, sowie der Amerikaner Jeffrey Dean aus Cleveland. Die drei Professoren beschäftigen sich in Die Entdeckung der Intelligenz mit den spannendsten Fragen, die an der Schaltstelle zwischen Biologie, Physik, Psychologie und Informatik aufgetaucht sind. Wie funktioniert Wahrnehmung? Wie verläuft die äußerst komplizierte Kontrolle von Bewegungen? Lassen sich die biologischen Systeme in technische Modelle umsetzen, und was bringt deren Anwendung? Welche ethischen und philosophischen Konsequenzen hat eine naturwissenschaftliche Definition des Begriffs Intelligenz? Werden Maschinen eines Tages zur Entwicklung einer Persönlichkeit in der Lage sein?
Anhand von zahlreichen Experimenten und Modellvorstellungen werden alle diese hochaktuellen Fragen besprochen und zu einem lesenswerten Buch verknüpft. Ein nicht zu überfrachtetes Literaturverzeichnis lädt ein, sich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen. Auch wenn die Autoren niemals unwissenschaftlich werden, wird es auch der Laien mit Sicherheit nicht bereuen, dieses vielfältige Buch gelesen zu haben. So spannend kann moderne Verhaltensforschung sein! --Sven A. Zörner
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Schlaue Ameise, dummes Huhn, genialer Mensch - derartige Zuschreibungen von Intelligenzgraden fallen uns leicht. Doch wodurch wird Intelligenz überhaupt möglich, und was zeichnet sie aus? Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Dazu trug die Erforschung der biologischen Grundlagen von intelligentem Tierverhalten bei. Die Autoren stellen die neuesten Erkenntnisse dieser Untersuchungen vor und führen uns zu verblüffenden Einsichten in die Natur des "Denken-Könnens".
Holk Cruse leitet die Abteilung für Biologische Kybernetik und Theoretische Biologie der Universität Bielefeld. Er beschäftigt sich mit der Kontrolle von Bewegung durch neuronale Netze und innere Weltmodelle.
Jeffrey Dean lehrt an der Cleveland State Universität in den USA. Er forscht zu Fragen der Bewegungskontrolle und der neuronalen Grundlagen intelligenten Verhaltens.
Helge Ritter lehrt und forscht an der Universität Bielefeld. Seine Arbeitsschwerpunkte sind das Computersehen, die Robotersteuerung und die Fragen der prärationalen Intelligenz.