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Der Fall Jane Eyre.
 
 

Der Fall Jane Eyre. (Taschenbuch)

von Jasper Fforde (Autor), Lorenz Stern (Autor)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 375 Seiten
  • Verlag: Dtv (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243791
  • ISBN-13: 978-3423243797
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 133.273 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der erste Roman um die Kriminalbeamtin Thursday Next spielt in einer Welt, in der die Geschichte einige -- aus unserer Sicht -- eigenwillige Wendungen genommen hat: England führt einen über 100 Jahre währenden Krieg mit dem zaristischen (!) Russland um die Krimhalbinsel, die Volksrepublik Wales hat ihre Unabhängigkeit erklärt und der Luftverkehr wird vorzugsweise mit Zeppelinen abgewickelt. Außerdem ist Thursday keine gewöhnliche Polizistin: Sie arbeitet bei einer Spezialeinheit, die nur damit beschäftigt ist, die Literatur vor Fälschern zu schützen!

Die eigentliche Geschichte beginnt mit dem Raub des Originalmanuskripts von Dickens' Martin Chuzzlewit. Ein Aufschrei geht durch die Nation und das Londoner Sonderdezernat wird unter Druck gesetzt, den wertvollen Autografen schnellstmöglich wieder herbeizuschaffen. Doch Thursday Next wird von einem geheimnisvollen Agenten abgeworben und auf die Spur des Erzschurken Acheron Hades angesetzt. Es gelingt ihr, Hades zu stellen, der jedoch flieht und ihr dabei eine schwere Verletzung zufügt. Aber damit nicht genug: Alsbald gelingt es Hades, in einem blutigen Handstreich das Manuskript von Jane Eyre an sich zu bringen -- und die Hauptfigur selbst als Geisel zu nehmen.

Jasper Fforde gelingt es, die einem klassischen Kriminalroman nachgebildete Handlung und die fantastischen Aspekte seines Buches souverän im Gleichgewicht zu halten. Thursday Next wird von einer absurden Situation in die nächste geworfen, aber die vollkommen glaubwürdige Selbstverständlichkeit, mit der sie das alles aufnimmt, ist von der ersten bis zur letzten Seite mitreißend. Außerdem begeht Fforde nicht den Fehler vieler Fantastikautoren, die gerne die Gefühlswelt und die Motivation ihrer Protagonisten vergessen. Thursday ist eine junge Frau, die ihren eigenen Weg finden möchte und zwischen Karriere und einer eventuellen familiären Bindung hin und her gerissen wird.

Fazit: Alle Freunde von Matt Ruff oder Douglas Adams werden begeistert sein. Selten ist die Grenze zwischen Literatur und Wirklichkeit so kunstfertig überschritten worden -- ein potenzielles Kultbuch! --Hannes Riffel



Amazon.de Hörbuch-Rezension

Es gibt in dieser schrägen Geschichte eine Fülle an Anspielungen auf die englische Literatur, und Bücher spielen hier eine derart wichtige Rolle, dass es zu ihrem Schutz Geheimagenten gibt. Die Heldin ist eine solche. Sie kämpft gegen den Super-Bösewicht Achron Hades, der sich zum Ziel gesetzt hat, Literaturheiligtümer wie Jane Eyre von Charlotte Bronté zu manipulieren. Daneben gibt es in diesem Roman, einer Mischung aus Science Fiction und Krimi, noch manch andere ungewöhnliche Dinge: z. B. dass sich England seit 130 Jahren im Krimkrieg befindet, dass es Vampire und Wölfe, genetisch nachgezüchtete Dodos und auch Zeitreisen gibt.

Andrea Sawatzki, einem breiten Publikum als Tatort-Kommissarin Charlotte Sänger bekannt, gibt die Geschichte voller irrwitziger Ideen mit ihrer klaren Stimme zum Besten. Sie leiht der Spezialagentin Thursday Next, die in der Ich-Form von den Ereignissen um die Entführung des Bronté-Manuskripts erzählt, ihre Stimme. Im Kontrast zu diesen sehr persönlichen Passagen liest sie in sachlich-distanziertem Ton Zitate von Journalisten, Kollegen und Biographen, die jedem Kapitel vorangestellt sind.

Thursday Next ist in zweierlei Hinsicht von den Verbrechen des Achron Hades berührt: Zum einen kennt sie ihn als ihren früheren Professor und zum anderen hat er ihren Onkel entführt, weil er eine Maschine erfunden hat, mit der man in Bücher einsteigen kann. Diese ganz persönliche Betroffenheit schwingt in Andrea Sawatzkis Interpretation von Anfang bis zum Ende mit. Egal, ob sie von der Verfolgung erzählt, bei der sie angeschossen wurde, oder von den Verwicklungen des Industriekonzerns Goliath Corporation im Krimkrieg, in dem ihr Bruder fiel, eines wird immer klar: Thursday Next geht mit Leib und Seele, mutig und listenreich gegen den Mann, der vor nichts zurückschreckt, vor. Bis zum Happy End hat Andrea Sawatzki unzählige Gelegenheiten die irrwitzigen, absurd-verrückten Einfälle des Autors zu Gehör zu bringen.

Jasper Ffordes erster Roman Der Fall Jane Eyre seiner mittlerweile zum Kult avancierten Reihe um die Spezialagentin Thursday Next wurde von vielen Verlagen abgelehnt, bis er 2001 endlich gedruckt wurde. Die Idee für das Buch hatte der gebürtige Waliser bereits 1988. Bevor er sich dem Schreiben widmete, hatte er Jahre lang als Kameramann gearbeitet. Heute ist er nicht nur in England ein viel gelesener Autor.

Fazit: Witzig, schräg und voller abenteuerlicher Einfälle, in denen Raum und Zeit wild durcheinandergeworfen werden! Andrea Sawatzki in diesem herrlich skurrilen Spiel zu hören ist ein Vergnügen. Die Längen, die sich manchmal in der Geschichte auftun, fallen in ihrer Interpretation kaum auf. Für alle, die in der englischen Literatur nicht ganz so fit sind, ist das Booklet mit seinen vielen Erklärungen und Hinweisen eine echte Hilfe.

Autorisierte Lesung, Spieldauer: ca. 226 Minuten, 3 CD. Mit umfangreichem Booklet. --culture.text, Christiane Gut -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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67 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bizarr,aber ernstgemeint!, 25. April 2008
Von K. Jilch ""1000 Seiten pro Woche"" (Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der Fall Jane Eyre: Roman (Taschenbuch)
All jenen,die glauben, Jasper Fforde sei mit Doug Adams zu vergleichen,kann ich nicht zustimmen.
Zugegeben,beide erschaffen eine absolut eigenständige Welt,in der Dinge geschehen,die auf den ersten Blick ausgesprochen schräg wirken.Damit hat sich's aber auch schon.
Für mein ganz persönliches Gefühl ist Jasper Ffordes Welt eher mit der von Joan K. Rawling zu vergleichen(nicht im Stil,das auf keinen Fall!!!).
Es ist eine Welt,die sich von der uns gewohnten durch verschiedene,durchaus ernstgemeinte Elemente unterscheidet: es gibt eine Republik Wales,England kämpft gegen Russland um die Krim,Menschen können die Zeit anhalten(manche),Romanfiguren treten aus Büchern heraus,Menschen treten in Romane ein und stiften Verwirrung,....
Keinesfalls aber ist das nur witzig wie bei Doug Adams' Büchern-es ist stellenweise komisch(wenn ein unbegabter Widerling in einem Gedichtband verschwindet und dort die Gedichte umformt),die Erlebnisse des Krimkrieges,die von Hauptfigur Thursday Next beschrieben werden,sind aber alles andere als lustig.
Auf alle Fälle ein großartiges Buch mit einer fantastischen Welt,in der Literatur so wichtig ist,dass es eine eigene Agententruppe zu ihrem Schutz gibt!
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lebendige Literatur, 7. Juli 2004
Von H. P. Roentgen "Textkraftmoderator" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
„Wie gesagt, hatte mein Vater ein Gesicht, das eine Uhr stoppen konnte; und genau das tat es denn auch, als ich eines schönen Frühlingsmorgens in einem kleinen Cafe unweit meiner Arbeitsstelle saß und ein Sandwich vertilgte. Die Welt flackerte, bebte kurz und blieb stehen. Der Besitzer des Cafes erstarrte mitten im Satz, und das Bild auf dem Fernsehschirm gefror. Vögel hingen bewegungslos am Himmel. Autos und Straßenbahnen hielten schlagartig an, und ein in einen Unfall verwickelter Radfahrer hing mit angstverzerrter Miene einen guten halben Meter über dem Asphalt in der Luft. Auch die Geräusche brachen ab; an ihre Stelle trat die matte Momentaufnahme eines anhaltenden Summtons, der mit gleichbleibender Lautstärke die Welt füllte.[...]
Und dann war er weg. Ein Ruck ging durch die Welt, als die Uhr wieder in Gang kam. Der Barmann beendete seinen Satz, die Vögel flogen in ihre Nester, der Fernseher meldete sich mit einem ekelerregenden SmileyBurger-Spot zurück, und der Radfahrer auf der anderen Straßenseite landete mit einem dumpfen Schlag auf dem Asphalt.
Alles ging weiter, als sei nichts gewesen. Niemand außer mir hatte Dad kommen und gehen sehen."

Thursday Next ist eine Literaturagentin aus der Abteilung SO-27. Ihre Aufgabe ist es, Fälscher und Entführer von Manuskripten dingfest zu machen. Die gibt es in ihrer Welt, in der der Krimkrieg schon seit über 130 Jahren tobt und Walis eine Volksrepublik ist, mehr als den Literaturagenten lieb sein kann. Kriminelle entführen Originalmanuskripte, fälschen für Romeo und Julia ein Happy-End oder lassen Figuren aus Romanen verschwinden.

Thursdays Onkel ist Erfinder. Einer seiner Erfindungen sind genmanipulierte Bücherwürmer, denen man ein Wort aufschreiben kann und sie finden sämtliche Synonyma. Obendrein hat er ein Literaturportal, mit dem man in die Welt einer Geschichten reisen kann. Das interessiert die Waffenschmiede Goliath Corporation sehr.

Eines Tages wird der Onkel entführt. Und als auch das Originalmanuskript von Martin Chuzzlewit gestohlen wird und eine Nebenfigur daraus kurz danach ermordet im Straßengraben liegt, hat Thursday einen Fall am Hals, der ihr alles abverlangt.

Jasper Fforde hat einen Krimi geschrieben, der in einer Welt spielt, in der Bücher wirklich geschätzt werden - auch von Kriminellen. Spannend ist das, witzig und voller Anspielungen, obwohl ich sicher bin, kaum die Hälfte entdeckt zu haben. Eine Parfource-Jagd durch die Welt der Wörter und Phantasien, für jeden Bücherwurm ein absolutes Muss.

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Furioser Auftakt des 4-teiligen Ausflugs in die Buchwelt, 4. März 2007

A-NOTE (STORY): ***** (5 von 5 Sternen)
Erfrischend anderer Ausflug in die Welt der Literatur. Über kleine Logik-Schwächen sieht man da gerne hinweg.

B-NOTE (STIL): ***** (5 von 5 Sternen)
Stilistisch so einmalig authentisch wie der Autor. Nur jemand, der Fforde heißt, kann so schreiben.

URTEILSBEGRÜNDUNG:
==================

Fforde entführt uns auf aberwitzigen Pfaden in eine Literatur-Fantasy-Welt vor dem Hintergrund eines etwas anderen Englands. Eine Art Parallel-Universum, in dem England seit 100 Jahren auf der Krim gegen Russland Krieg führt, während zuhause krimminelle Banden den lukrativen Literaturmarkt aufmischen. Anstatt des MI5 gibts daher Special Operations Einheiten für Vampirjäger, Literatur-Detektive und Zeitstrom-Agenten. Anstatt James Bond gibts Thursday Next.

Der Charakter der Thursday Next und ihrer chaotischen Familie ist so gelungen - allein dafür lohnt es sich zu lesen. Und das Drumherum ist auch nicht zu verachten.

Fforde hat einen eigenständigen Stil geschaffen, der vom Tiefgang her weit über die Tintenherz-Romane hinausgeht, wo es ja auch um das Rein- und Rausspringen aus Büchern und Geschichten geht. Es ist ein Stil, der auch polarisiert. Es wird enthusiastische Fans geben, aber auch Kopfschüttler. Die Fans werden aber ohne Frage sehr zahlreich sein! Ob der Stoff wirklich vier Bücher trägt, ist eine andere Frage. Aber Buch Nr. 1 ist ein absolutes Muß, für alle, die das etwas andere suchen und lieben...

Andreas Aschberg
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Vor 18 Tagen von antonia veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Thursday's erster Fall!
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Vor 5 Monaten von sabzou l. veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein irres Buch ... Wort wörtlich

Selten habe ich so etwas abgründiges, skurilles und fantasievolles gelesen wie dieses Buch. Es steckt so voller genialer Ideen, dass man dem Autor den einen oder anderen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Zee-Ha veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen bei mir ein Blindgänger:-)
Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich den Anhalter durch die Galaxis äußerst unterhaltend fand; den Roman Jane Eyre, sowie die Romane von Dickens, Austen und Co. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Petra veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Sinnwidrig gekürzt
Ich hasse Hörbücher, die Kürzungen vornehmen. Zum einen weiß man nicht, was einem im Vergleich zum Buch entgeht, zum anderen sind manche von ihnen so schlecht gekürzt, dass sie... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Sascha Schmidt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich!
Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Zum Glück habe ich das Buch bei meinem Bruder entdeckt!
Vor 7 Monaten von Jane Austeen veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen unbedingt empfehlenswert!!
Für mich ist (bzw war) dieser Autor die Entdeckung des Jahres!!
Die Originalfassung zu lesen traue ich mir nicht zu (vielleicht bin ich auch nur zu faul), so daß ich nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Nordlicht veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Tolles Buch, aber die deutsche Übersetzung ist schrecklich!!!
Jasper Ffordes Geschichten leben von ihrer Sprachqualität und sind wirklich fantastisch! Aber Finger weg von der deutschen Übersetzung!!! Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von G. Kleindienst veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Mal was Neues...
ch wollte dieses orangerote Buch unbedingt haben, dann hatte ich es und las den Klappentext zum ersten Mal und legte es total genervt wieder weg. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von J. Binder veröffentlicht

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Thursday Next wacht als Literaturagentin über das Wohl der englischen Literatur und wer glaubt, das wäre ein ruhiger Schreibtischjob, der hat noch nie etwas vom drittgrößten... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Woodstock veröffentlicht

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