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Reise im Mondlicht: Roman
 
 

Reise im Mondlicht: Roman (Taschenbuch)

von Antal Szerb (Autor), C. Viragh (Übersetzer)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,00 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423243708
  • ISBN-13: 978-3423243704
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 179.750 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Eisenbahn ging noch alles gut. Aber dann, in Venedig, entdeckt Mihály die Gässchen. Mit seiner Frau Erzsi ist er nach Italien gekommen, eine Reise, die er sich lange aufgespart hat, jetzt aber aus gutem Grund zu unternehmen getraute: Denn das Paar ist auf Hochzeitsfahrt, und die kann am besten unter der Seufzerbrücke besiegelt werden. Aber Abends zieht Mihály allein durch Venedig und gerät in das Labyrinth der Gässchen, die ihn umschlingen und als anderen Menschen wieder auszuspeien scheinen.

Bereits am nächsten Tag zieht Mihály allein durch Ravenna, um sich die Mosaiken anzusehen, "denn jetzt wusste er schon, dass er mit Erzsi vieles nicht teilen konnte". Die Mosaiken hatte er sich zuvor zusammen mit seiner Jungendliebe Eva in einem Bildband betrachtet und spätestens jetzt wird dem Leser klar, warum der Protagonist von Reise im Mondlicht bisher nicht nach Italien gekommen ist. Denn diese Entdeckungsfahrt durch die antiken Kulturen war seiner großen Liebe vorbehalten gewesen, die offenbar Erzsi doch nicht gewesen ist. Als ihm dann noch ein alter Freund nachreist, um ihn mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren und er seine junge Frau am Bahnhof symbolischerweise "aus den Augen verliert", wird Mihálys Italienreise endgültig zu einem Trip in die eigene, rebellische Jugend: Ein Trip, bei dem er auf der Suche nach Eva wie besinnungslos durch das vom Mond beschienene nächtliche Rom gerissen wird.

Kennern der ungarischen Literatur galt Antal Szerbs 1937 erstmals erschienener Roman Reise im Mondlicht schon seit jeher nicht nur als bedeutendstes Buch des Autors, sondern als einer der größten Romane seiner Heimat in den 30er-Jahren. Nun ist das Buch erstmals auf Deutsch erschienen -- spät, aber noch nicht zu spät, will man meinen. Glücklicherweise auch hat der Deutsche Taschenbuch Verlag mit Christina Viragh eine Übersetzerin gefunden, die Szerbs nuancenreiche, teils ironische, teils sentimentale Prosa adäquat zu übertragen verstand. So ist Reise im Mondlicht zu einer rundherum gelungenen Wiederentdeckung geworden. Unbedingt lesen. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Ein wahrhaft herausragendes Buch, komisch und intelligent zugleich." (Paul Bailey, Times Literary Supplement)

"Das ist die Art Roman, in dem jeder seinen Lieblingssatz hat." (aus dem Nachwort von Peter Esterhazy)

"Dieses Buch ist total verliebt in das Leben." (The Guardian)

"Ein großartiger Roman, ein europäischer Roman voller Anspielungslust, Witz und Weltläufigkeit." (Der Spiegel)

"Eine wunderbare Liebeserklärung an das Leben fernab aller Konventionen." (Focus)

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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen zusammenbruch eines 'erfolgreichen', 30. Juni 2003
ein wunderbar geschriebenes buch, voller bemerkenswerter charaktere. und die geschichte eines mannes, der sich als junger mensch von seinen kindheitsträumen verabschiedet hat, um ein 'normales', konventionelles leben zu führen: haus, job, ehefrau, status... mit mitte 30 dann der körperliche und seelische zusammenbruch, wegen 'totaler erschöpfung': er hat sich 15 jahre lang verleugnet und muß sich jetzt erstmals den geistern der vergangenheit, der kindheit stellen. eine fesselnde seelenstudie, man mag das buch nicht mehr aus der hand legen! leseempfehlung für alle, die zB auch an '...und nietzsche weinte' uä büchern freude haben!
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 6. Januar 2004
Von Ein Kunde
Schon lange ist es mir nicht mehr passiert, dass ich ein Buch angefangen habe und es dann nicht mehr aus der Hand legen konnte. Antal Szerb schreibt wunderbar luftig, poetisch und voller Symbolik, jeder Satz ist ein Lese-Genuß. Das Buch beschreibt den Prozeß der Selbstfindung, jeder der beschriebenen Charaktere ist in irgendeiner Form auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung und dem Sinn seines Lebens. Das Schöne ist: sie werden alle auf die ein oder andere Weise fündig. Trotz des eher anpruchsvollen Themas gelingt es Szerb, nicht abgehoben und realitätsfern zu schreiben. Selbst das Motiv Tod, das eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt, wird charmant und poetisch abgehandelt. Die Beschreibung der italienischen Landschaften und Städte, die eingefangene Stimmung, weckte in mir gleich den Wunsch, nach Umbrien oder in die Toskana zu reisen. Überhaupt hat Szerb einfach ein Händchen für die Beschreibung von Stimmungen und Sehnsüchten. Ein rundum empfehlenswertes Buch!
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Schattenreise zum Selbst - ein wunderbares Buch, 4. August 2006
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REVIEWER)   
Antal Szerb, einer der großen ungarischen Autoren der 20 er und 30 er Jahre des letzten Jahrhunderts, erzählt in diesem wahrhaft europäischen Roman die Geschichte einer jungen Ehe. Mit feiner Ironie beleuchtet er den Weg des frischvermählten Paars Erzsi und Mihaly wie der helle Mond eine venezianische Gasse. Mihaly, sechsunddreißig Jahre alt, arbeitet im Budapester Familienunternehmen und will durch die Heirat mit Erzsi den jugendlichen Bohemien endgültig hinter sich lassen. Doch bereits auf der Hochzeitsreise in Italien wird er durch die unerwartete Begegnung mit einem alten Freund von melancholischen Erinnerungen an seine rebellische Jugend überwältigt, und erste Phantasien über das Ende der Beziehung beschleichen ihn.

Als er seine Frau auf der Weiterreise an einem kleinen Bahnhof " aus Versehen" verliert, begreift Mihaly dies als ein Zeichen, und eine ganz andere Reise beginnt, eine Schattenreise zum Selbst. Erschöpfungszustände, Schwindel, Angst und Bewusstlosigkeit führen ihn zunächst über Perugia in ein umbrisches Kloster und schließlich nach Rom, wo er , einsam und mittellos, erkennt, dass er sich auf dem Weg zur inneren Freiheit zunächst von den Geistern seiner Jugend befreien muß. Und während sich Erzsi in Paris einem dekadenten Leben voller Abenteuer und mit wechselnden Liebhabern hingibt, wandert Mihaly durch die Ewige Stadt, gleich einem Schlafwandler im Reich der Nacht und auf den Spuren von Eva, dem Mythos und der Liebe seiner Jugend, um ihr endgültig abzuschwören.

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