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Der Kameramörder.
 
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Der Kameramörder. (Taschenbuch)

von Thomas Glavinic (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Dtv (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423206187
  • ISBN-13: 978-3423206181
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (29 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 70.989 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das erschütternde Protokoll eines für die Medien eiskalt inszenierten Doppelmordes, ein verstörender Roman über die gefährliche Macht des Fernsehens und ein atemraubender Krimi über die Lust an der Sensation.

»Ich wurde gebeten, alles aufzuschreiben.« Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht über ein Osterwochenende, an dem er und seine Lebensgefährtin ein befreundetes Paar in der Steiermark besuchen. Während die Medien minutiös über einen am Karfreitag geschehenen Doppelmord an zwei Kindern berichten, den der Mörder mit einer Videokamera aufgenommen haben soll, pendeln die vier Freunde zwischen Fernseher und Kartenspiel, Küche und Gesprächen hin und her. Einerseits angewidert, andererseits stets fasziniert und voller Lust an der Sensation kommentieren sie dabei die Handlungsweise der Medien.

Draußen, in der echten Welt, wird gleichzeitg fieberhaft nach dem Mörder gesucht.

Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Krimipreis 2002 für den besten Roman



Der Verlag über das Buch

»Ein verstörendes und verstörend perfekt inszeniertes Planspiel (…). Wenn sonst nichts an diesem Autor zu loben wäre, bliebe immer noch sein staunenswertes handwerkliches Können (…). Ein eiskalt komponierter Roman, der mit solcher inneren Konsequenz zu Ende gebracht wird, dass wir nicht im fernsten glauben, [mit der Lösung] sei etwas gelöst.« Karl-Markus Gauss in der Neuen Zürcher Zeitung

»Ein im Protokollton abgefasster Bericht, der dann besticht, wenn er den von allen moralischen Fesseln losgelösten Voyeurismus einer TV-Gesellschaft erklärbar macht.« Peter Henning im kulturSpiegel

»In Thomas Glavinic' so hervorragendem wie beklemmenden Buch ›Der Kameramörder‹ geht es nicht um einen Mord, sondern um die Kamera, die dabeigewesen ist, und deswegen ist die Geschichte da am nächsten an der Realität, wo diese sich in ihrer eigenen Spiegelung verliert.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Bis zum letzten, alles entscheidenden Satz eine einen unglaublichen Sog entwickelnde Prosalektüre.« Rheinischer Merkur

»„Der Kameramörder“ fesselt als intelligenter Krimi zum Thema Reality-TV: Man muss ins Fernsehen kommen, um sich wirklich und wichtig zu fühlen. Auf interessante Weise lässt sich mit diesem Roman ein fernsehfreier Abend verbringen.« Frankenpost


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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unmenschlich sachlich!, 15. August 2005
Zwei Paare verbringen die Osterfeiertage geminsam in der ländlichen Steiermark. Doch ein Verbrechen im benachbarten Ort dringt immer nachdrücklicher in die Idylle ein.
schon die Handlung alleine, grausame Morde an Kindern vor laufender Kamers zu Ostern, könnte ein gutes Buch ausmachen. Doch Glavinic greift höher:

Mit fast unmenschlicher Sachlickeit lässt der Autor den Ich-Erzähler die Ereignisse wiedergeben. Durch diese Distanz kommt ein unbehagliches Gefühl auf dass den friedlichen Aufenthalt überschattet. Der Medienpräsenz des Doppelmordes können und wollen sich die Protagonisten nicht verschließen, sie sind gerade süchtig nach Neuigkeiten. Es sind keine herausragenden Persönlichkeiten, doch mit nüchternem Blick schafft Glavinic es den Alltagstypen und Klischeegestalten Leben einzuhauchen.

Ich wollte nach "Wie man leben soll" mehr von Glavinic lesen und bin dabei auf "Der Kameramörder" gestoßen. Nach den ersten paar Seiten hat mich der trockene Stil gepackt und für den Rest des Tages(und gleichzeitig Buches) nicht losgelassen.
Die frische Mischung aus Medienkritik, trockenem Krimi und genauer Alltagsbeobachtung verdient ihre fünf Sterne.

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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen haarsträubend zu lesen aber spannend, 18. September 2006
Von Ralf N. "ranis999" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Nach den ersten Seiten wartete ich noch auf den Wechsel im Schreibstil.
Doch da kam nichts Neues.
Unfassbar dachte ich erst. So langsam gewöhnte ich mich an diese Art der Informationsvermittlung. Spaß macht der Stil nicht, aber das genau soll so sein (nehme ich jedenfalls an).
Trotzdem kommt man nicht los von dem kleinen Buch. Die Seiten lesen sich schnell und man ist fast geneigt nicht nachzudenken über die Handlung.
Doch es braut sich etwas zusammen.
Zum einen weckt die Story unsere unermüdliche Neugier und wir müssen uns manchmal an die eigene Nase fassen, zum anderen wird die Szenerie immer unwirklicher.
Der Schluss ist nicht vorhersehbar. Danach geht man in Gedanken das Buch ein zweites Mal durch.
Warum? Lest selbst...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen großartig komische sprachsatire, 26. Mai 2009
Von guitar (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Der Kameramörder: Roman (Taschenbuch)
ein paar besucht ein anderes zu einem entspannten osterwochenende. dieses wird bald immer mehr dominiert von einem ganz in der nähe stattgefunden habenden, besonders kalt ausgeführtem kindermord, der via medien in die ferienidylle einsickert.

geschildert wird die geschichte aus der perspektive eines der der osterurlauber - und zwar im herrlich ungelenken, im meer der wörter und sätze nach halt rudernden stil österreichischer polizeiprotokolle. und das gelingt thomas glavinic so komisch, dass dieses buch bei aller brutalität des geschilderten verbrechens vor allem eins ist: unpackbar lustig. wenn der erzähler im bemühen um amtlichkeit im tonfall das sprichtwort "april, april der macht was er will" mit "der vierte monat des jahres, der stets nach eigenem gutdünken handelt" umscheibt, dann fällt man fast vom lesesofa vor lachen.

ich habe dieses buch in als satire gelesen. und nicht in erster linie als medienkritik, sondern als kritik am medienkonsumenten. der horror der krimihandlung wurde für mich sehr durch den satirischen tonfall abgemildert.

ACHTUNG, SPOILERWARNUNG:

auch wenn das kein krimi ist, beschäftigt einen bald das "whodunnit?", denn nur allzu bald wird klar, dass der mordfall mit den urlaubenden pärchen in verbindung steht. wer es war, wird erst im allerletzten satz geklärt. für mich wars keine überraschug mehr. zu offensichtlich lenkt glavinic zuvor den verdacht auf eine andere person. und auch im tonfall des erzählers, der die videobilder der tat beschreibt, lassen sich sehr deutliche hinweise finden.

fazit: ein großartiges buch, vor allem für freunde der satire und für freunde der sprachbastelei.
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Vor 20 Monaten von him.at veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Grauenhaft
Wirklich eine der schockierendsten Geschichten, die Thomas Glavinic hier
so glanzvoll geschrieben hat, die nicht ins Genre Horror fallen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von mayor veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Der Kameramörder
Die Osterfeiertage von zwei Paaren werden geprägt von der Berichterstattung über den Doppelmord an zwei kleinen Jungen. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Katrin Velik veröffentlicht

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