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Der Fangschuß: Roman
 
 

Der Fangschuß: Roman (Taschenbuch)

von Marguerite Yourcenar (Autor), Richard Moering (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423130806
  • ISBN-13: 978-3423130806
  • Originaltitel: Le Coup de Grace
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 539.114 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Damals im Baltikum – ein Roman über eine tödliche Liebe und ein Charakterbild männerbündischer Verhältnisse. Das Porträt einer Epoche im Untergang.

1919. Im Baltikum herrscht Bürgerkrieg. Mit einem Trupp von Weißgardisten kommt der preußische Offizier Erich von Lhomond nach Kratovice. Dort leben in einem halbzerstörten Schloß sein Jugendfreund Konrad von Reval und dessen Schwester Sophie. Inmitten der Kriegswirren entwickelt sich eine Geschichte voll erotischer Spannung.



Der Verlag über das Buch

»›Der Fangschuß‹ hat die Unerbittlichkeit und den Extremismus Kleistscher Novellen und Dramen.« Hanns Grössel in der ›Süddeutschen Zeitung

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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Drama, 28. Juni 2004
Von M. Mittag-Chwalczyk "marit2909" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Dieses nicht sehr berühmte Buch dieser durchaus sehr berühmten Autorin, ist den meisten wohl durch die Verfilmung von Volker Schlöhndorf bekannt

Während der Wirren der Russischen Revolution begegnen sich zwei Männer und eine Frau in einem baltischen Schloß. In dieser Atmosphäre des Krieges, der Not und des Zusammenbruchs der geistigen Welt entwickelt sich eine Geschichte voll erotischer Spannung zwischen den drei ungleichen, wurzellos gewordenen Menschen, die in einen ausweglosen Konflikt von Liebe und Haß, Stolz und Einsamkeit führt.

Nicht spannend aber fesselnd ( ich habs nun in 2 Tagen durch), nimmt einen die Geschichte gefangen. Eine tolle Wiederentdeckung der SZ-Redaktion, in einer tollen Ausgabe. Zugreifen !

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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen In der Literatur seltene Perspektive, 30. Juli 2004
Von Thomas Leibfried (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Marguerites Yourcenars Roman „Der Fangschuß", der mit weniger als neunzig Seiten mit der Bezeichnung Kurzroman deutlich treffender klassifiziert ist, bietet eine in der Literatur seltene Perspektive.

Zum Inhalt: Die Hauptfigur, Erich, ein preußischer Offizier mit französischem Namen, Ich-Erzähler, beschreibt in einer Zeit während des 1. Weltkrieges sein Verhältnis zu einem Geschwisterpaar, Sophie und Konrad. Sophie versucht Erich für sich zu gewinnen, Konrad dagegen fühlt sich jedoch zu ihrem Bruder hingezogen. Dieses Dreiecksverhältnis ist zum Scheitern verurteilt und scheitert auch tragisch.
Zur Perspektive: Der Autor eine Frau, der Ich-Erzähler ein Mann, diese Kombination ist in der Literatur wahrlich selten anzutreffen. Dazu ist die Handlung geprägt durch die Gräulichkeiten des Krieges, auch Kriegsstrategien werden beschrieben. Dies habe ich von einer Autorin so noch nicht gelesen. Anna Seghers schreibt in „Das siebte Kreuz" ähnliches. Beiläufig sei erwähnt, wenn ich einen der beiden Romane empfehlen sollte, dann ist es definitiv „Das siebte Kreuz", ein hochbeachtetes und zurecht gerühmtes Meisterwerk über den Nationalsozialismus. Ein Meisterwerk ist „Der Fangschuß" aus meiner Sicht nicht.

An der ein oder anderen Stelle bildete ich mir ein, vielleicht ist das auch nicht überraschend?, daß jeder männliche Autor Konrads Gedanken anders beschrieben hätte. Yourcenar hilft sich über die Schwierigkeit, aus männlicher Perspektive zu schreiben mit dem Detail hinweg, daß der Protagonist homoerotische Neigungen hat, die zweite Hauptperson, Sophie, dagegen stark männliche Züge aufweist. Nichts ist in diesem kurzen Buch demnach wie gehabt. Und das macht es auch lesenswert. Darüber hinaus sicherlich auch der schnelle, kalte (nicht kalt beschriebene) Schluss.

Yourcenar schreibt: „Frauen nehmen nichts wichtig, nur sich selber. Jede andere Wahl ist in ihren Augen entweder ein chronischer Wahnsinn oder eine vorübergehende Verirrung." Eine Autorin darf so etwas schreiben, auch wenn es angeblich die Gedanken eines Mannes sind.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Düster, tragisch, hervorragend, 12. März 2009
Von Martin Resch "makarresh" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Marguerite de Crayencour, die ihre Werke stets unter der Pseudonym Marguerite Youcenar veröffentlichte, wurde vor allem durch ihre historischen Romane wie "Ich zähmte die Wölfin", in denen sie psychologisch fundiert das Leben historischer Persönlichkeiten wie des römischen Kaisers Hadrian nacherzählte, einem größeren Publikum bekannt. In ihren früheren Werken jedoch war sie eine Meisterin der Verflechtung von Dichtung und Wahrheit in intensive, mit eindringlicher Sprache erzählte Geschichten, von denen der 1939 erschienene Kurzroman "Der Fangschuß" nur ein beeindruckendes Beispiel ist.
Der Korpsführer Erich von Lhomond erholt sich von einer Verwundung im Spanischen Bürgerkrieg in Italien und berichtet seinen Kameraden von einem unvergeßlichen Erlebnis aus der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg, als er während der russichen Revolutionswirren als Anführer eines Korps der Weißgardisten mit seiner Truppe sein Lager im Schloß eines Jugendfreundes in Katovice aufgeschlagen hatte. Das Schloß wird bewohnt von Erichs Freund Konrad und dessen Schwester Sophie, die sich verzweifelt in den Korpsführer verliebt. Immer wieder von diesem zurückgewiesen, ergibt sie sich wahllos sexuellen Eskapaden, mit der Hoffnung, Erich eifersüchtig zu machen. Dieser fühlt sich jedoch zu Konrad hingezogen und so entsteht eine ebenso heftige wie quälende Dreiecksbeziehung und eine fesselnde Geschichte über Hingabe, Enttäuschung und ungestilltes Verlangen.
In intensiver, subtiler Erzählweise schafft Marguerite Yourcenar hier ein kleines Meisterwerk. Vor dem Hintergrund den hin und herwogenden russischen Bürgerkriegs und der düsteren Kulisse des verfallenden Schlosses entsteht ein kammerspielartiger, psychologisch meisterhafter Roman über menschliche Begierden und seelische Abgründe. Die drei Hauptfiguren sind in unentwirrbaren Verstickungen gefangen und können gar nicht anders, als sich stets gegenseitig aufs Neue seelische Qualen zuzufügen, Yourcenar zeichnet ein genaues psychologisches Bild, der von wirklich lebenden Vorbildern inspirierten Hauptfiguren und schafft abseits der üblichen Kriegsliteratur einen kurzen, aber umso intensiveren Roman, der noch immer durch seine hervorragende Charakterisierung der Figuren und die tragische, allzu menschliche Geschichte, in der alles auf die unanbwendbare Katastrophe zuzusteuern scheint, den Leser gefangen nimmt.
Ein ausgezeichnetes Buch, das man, einmal angefangen, kaum mehr aus der Hand legen kann.
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4.0 von 5 Sternen Gefangen in sich selbst
Es handelt sich bei diesem faszinierenden kurzen Roman von 1938 um eine Dreiecksgeschichte. Der Ich-Erzähler ist Erich, ein junger preußischer Offizier, der in Freundschaft (und... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bookmoth veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen
Der Fangschuss" gehört bestimmt zu einem der faszinierendsten Bücher, die gelesen habe. Die äußerliche Härte des Protagonisten verdeckt eine Sensibilität, die er sich nicht... Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 13. November 2007 von Valentine

4.0 von 5 Sternen Starker Kurzroman
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4.0 von 5 Sternen Reizvoll...bewegend
Ein sehr kurzes, aber dennoch sehr mitreißendes und bewegendes Buch, das mich sehr nachdenklich gemacht hat und dem Leser verdeutlicht, wie stark die eigenen Taten das Leben... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2006 von J. Binder

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Am 25. Februar 2005 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Nett, aber auch nicht mehr...
Das Buch handelt von einem deutschen Offizier (Erich), der in den Wirren der Zeit nach dem 1. Weltkrieg im Baltikum gegen die russischen Revolutionäre kämpft, und seiner Beziehung... Lesen Sie weiter...
Am 12. November 2004 veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Adeliges Gesülze
Die Autorin war sich selbst scheinbar nicht ganz der Tragweite ihres Romans bewußt und fühlte sich so bemüßigt ihr Opus mit einem Nachwort zu versehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2004 von Josef Amtmann

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Die Romanhandlung spielt im Baltikum zu Ende des 1. Weltkrieges. Zu diesem Zeitpunkt ist diese Region Europas stark in Mitleidenschaft gezogen von den Wirren der russischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juli 2004 von Helga König

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