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Der Idiot: Roman
 
 

Der Idiot: Roman (Taschenbuch)

von Fjodor M. Dostojewski (Autor), Arthur Luther (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 848 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: N.-A., Nachdr. (1. Juni 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423124075
  • ISBN-13: 978-3423124072
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,3 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 194.015 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Ein impotenter Christus

Zur Neuübersetzung von Dostojewskis «Idiot»

«Nicht schlecht» – so lautet Dostojewskis eigenes Urteil über die Schlussszene seines zweiten Romans, die sich schon im Entwurf dramatisch genug ausnimmt: «Rogoschin und der Fürst beim Leichnam. Finale.» Anlass zu Zufriedenheit bot jedoch nicht nur die effektvolle Komposition des «Finales», das bei jedem anderen Autor vermutlich ins Melodramatische abgeglitten wäre, sondern auch der erfolgreiche Abschluss der Romanarbeit. Der «Idiot» entstand im Jahr 1868 unter erheblichem Zeitdruck: Dostojewski bezog schon seit Herbst 1867 von seinem Verleger Honorare für den ungeschriebenen Roman, die ersten Kapitel wurden in der Zeitschrift «Der russische Bote» veröffentlicht, noch bevor sich Dostojewski selbst über den endgültigen Handlungsverlauf seines Romans im klaren war.

Seine Absicht, die ebenso berühmt geworden ist wie der Roman selbst, hat Dostojewski in einem Brief formuliert: «Die Grundidee ist die Darstellung eines wahrhaft vollkommenen und schönen Menschen.» Herausgekommen ist dann allerdings etwas anderes, nämlich ein Gedankenexperiment zur Kybernetik des menschlichen Verhaltens. Dostojewski bietet all sein erzählerisches Können auf, um die Vorstellung einer ökonomischen Selbststeuerung des Menschen zu diskreditieren. Der Bankrott der Ökonomie als eines allgemeingültigen Denkmodells wird im «Idioten» auf allen Ebenen vorgeführt: Ein sterbenskranker Schwindsüchtiger will die ihm verbleibende Zeit noch durch Selbstmord abkürzen, eine bevorstehende Erbschaft entwertet einen Heiratsantrag, ein goldenes Kreuz wird gegen ein zinnernes eingetauscht, ein Paket mit 100 000 Rubeln landet im Feuer, zweimal bestraft eine Frau die Untreue des Geliebten durch Selbstkasteiung.

Masochistischer Geist

Mit einem Wort: Dostojewskis Romanfiguren treten ihr Glück mit Füssen. Ihre Handlungen erklären sich nicht als Resultat einer Kosten-Nutzen-Rechnung, sondern als bewusste Verlängerung des eigenen Leidens. Daher rührt der eigenartige masochistische Geist, der durch Dostojewskis Roman weht. Allerdings kann man dieser Konzeption auch eine theologische Pointe abgewinnen: Als antiökonomisches Prinzip schlechthin darf nämlich die göttliche Gnade gelten. Der Mensch erlangt die Seligkeit nicht nach Massgabe seiner guten Taten, sondern als Geschenk. Hier liegt Dostojewskis zentrales christliches Credo, und an diesem Punkt lassen sich auch seine gehässigen Ausfälle gegen die katholische Kirche erklären, die ihm als Zerstörerin der orthodoxen Gnadentheologie gilt. Es ist gerade das katholische Regelwerk, das Dostojewskis Verdacht der Profanierung des Allerheiligsten auf sich zieht: die strikte Lenkung menschlicher Moralität, die Neutralisierung von verborgenem Tun durch heimliche Beichte oder das Aufwiegen von Schuld durch Busse. Die katholische Kirche wird hier zur Hochstaplerin: Sie wirft sich zur Buchhalterin menschlicher Sündhaftigkeit auf, führt ihre Konten ohne Ermächtigung und stellt ungedeckte Gnadenchecks aus.

Die Titelfigur von Dostojewskis «Idiot», die «positiv schöne» Christusgestalt, muss deshalb als Gegenentwurf zum katholischen Heilsmanager, wie er später im Grossinquisitor (aus «Die Brüder Karamasow») Gestalt angenommen hat, verstanden werden. Fürst Myschkin ist ein äusserst inkompetenter und schüchterner Handlungsreisender in Sachen göttliche Gnade. Zwar gewinnt er überall, wo er auftaucht, durch seine Aufrichtigkeit sofort das Vertrauen der Menschen, gleichzeitig aber bleibt seine Anwesenheit ohne erlösende Wirkung. Im Gegenteil: Fürst Myschkin funktioniert im Personenensemble des Romans eher wie ein Katalysator, der das Geschehen nach einem Ausdruck von Walter Benjamin nur noch schneller auf die Katastrophe zu gravitieren lässt. Unaufhaltsam verschlingt sich das Handlungsgeflecht zu immer neuen Knoten, die nicht anders als in einer Reihe von Skandalszenen Gestalt annehmen können. Man muss es in aller Schärfe formulieren: Dieser «Fürst Christus» (so nennt Dostojewski den «Idioten» im Romanentwurf dreimal) hat zwar eine schöne Seele, aber er ist nicht nur inkompetent, sondern auch impotent.

Mehr noch: Die kindliche Unschuld des Fürsten Myschkin ist nicht denkbar ohne ihr Komplement, den impulsiven Charakter des Verbrechers Rogoschin. Dostojewskis erzähltechnischer Trick besteht hier in der Aufteilung einer einzelnen Persönlichkeit auf zwei Handlungsfiguren. Wie diese Persönlichkeit ursprünglich ausgesehen hat, lässt sich an den frühesten Plänen zum «Idioten» beobachten: Von der «stolzen Herrschsucht» und «wilden Selbstermächtigung» des Helden ist hier die Rede. Deutlich treten hinter diesen Begriffen die Konturen des Prototyps solch paradoxer Einheit von höchster Sittlichkeit und fehlgeleitetem Handeln hervor: Raskolnikow, dessen Name nichts anderes als «der Gespaltene» bedeutet. Im Laufe der Arbeit am Roman überträgt Dostojewski dann immer mehr negative Eigenschaften vom Idioten auf die Sündenbockfigur Rogoschin, gleichzeitig baut er aber auch deutliche Signale für ihr enges Zusammengehören in seinen Text ein. Beide sind gleich alt, beide sind ohne Geld (bei Dostojewski immer ein Zeichen von Charakterstärke), beide lieben dieselbe Frau.

Impotenz, reziprok

Dostojewski wird noch deutlicher: In einer Schlüsselszene des Romans tauschen Myschkin und Rogoschin ihre Kreuze; eine Kopie jenes Christusbildes, das Myschkin so erschüttert hat, hängt in Rogoschins Wohnung; Myschkin fühlt die Anwesenheit Rogoschins jeweils intuitiv. Die Handlungsführung des Romans (sein «Aufgehen») wird erst verständlich, wenn man diese Grundkonzeption nicht aus dem Blick verliert. Es ist die dunkle Seite der ganzen Persönlichkeit, die dem hellen Teil sein Glück nicht gönnt. In die Bildsprache von Dostojewskis Roman übersetzt: Der schwarzhaarige Rogoschin tötet die Geliebte des blonden Myschkin. Die Mordszene im «Idioten» muss jedes psychoanalytisch geschärfte Bewusstsein aufmerken lassen: Die Braut des Fürsten Myschkin wird in der Hochzeitsnacht erdolcht, sie blutet aber nicht! Rogoschins Messer dringt zwar hochsymbolisch in das Herz des Opfers vor, das Blut bleibt aber im Frauenkörper. Grob gesprochen bedeutet das: Myschkin und Rogoschin kastrieren sich gegenseitig, ihre Impotenz ist reziprok. Die Unschuld der Christusgestalt bleibt ebenso unfruchtbar wie die Schuld der Teufelsgestalt. Im Gegensatz zu Raskolnikow gelingt es Dostojewskis Idioten (im etymologischen Wortsinn: «dem Abgesonderten») nicht, seinen Schatten in die eigene Persönlichkeit zu integrieren. «Nicht schlecht», hat vermutlich auch C. G. Jung bei der Lektüre der Schlussszene des «Idioten» gemurmelt.

Swetlana Geier, die für den Zürcher Ammann-Verlag bereits Dostojewskis Raskolnikow-Roman unter dem neuen Titel «Verbrechen und Strafe» mustergültig übersetzt hat, beschreitet auch in ihrer Wiedergabe des «Idioten» ungewohnte Wege. Ebensowenig wie Dostojewski zeigt Swetlana Geier Berührungsängste vor der ungrammatikalischen Redeweise einzelner Figuren. Rogoschins Räsonieren etwa klingt bei ihr so: «Un' dann . . . machen wir 'nen Besuch bei Nastassja Filippowna. Kommste oder nich'?» Ebenfalls gut zur Geltung kommt die für Dostojewski so typische Durchmischung des Erzählerberichts mit «fremden Wörtern» (Bachtin) – Ausdrücken, die nicht zur Bewusstseinssphäre des Erzählers gehören, sondern dem Vokabular einer bestimmten Person entstammen. Vor allem bei Auftritten der temperamentvollen Generalin Jepantschina lässt sich dieser Kunstgriff immer wieder beobachten: «Entrüstet machte sie sich an ihrer Mantille zu schaffen und wartete, dass ‹die da› aufbrechen würden.»

Besonders verdienstvoll in der neuen Ausgabe des «Idioten» sind die ausführlichen Anmerkungen, die durch Reproduktionen wichtiger Bilder ergänzt werden («Dresdner Madonna», «Die Enthauptung des Johannes», «Der tote Christus im Grabe»). Damit erhält auch der Leser des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts nochmals einen Einblick in jene Bilderreihe, an der Dostojewskis Glauben irre geworden ist: die von Gott gespendete Geborgenheit, das von ebendiesem Gott tolerierte ungerechte Leiden und schliesslich das Sterben Gottes. Hier eröffnet sich der grösste Skandal, der im «Idioten» präsentiert wird – der Skandal des toten Christus.

Ulrich M. Schmid -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.



Kurzbeschreibung

'Der Idiot' erschien 1868 als zweiter der großen Romantragödien Dostojewskijs. Im Mittelpunkt steht Fürst Myschkin, ein tragischer Don Quijote, der als - wahrhaft guter Mensch - über die dünne Kruste wandelt, unter der die Themen der Zeit widerhallen: Rußland, die östliche Mystik und Religiosität gegen Industrialisierung, Eisenbahnen und Nihilismus. Myschkin kehrt von einem langen Sanatoriumsaufenthalt nach Petersburg zurück. Schon im Zug lernt er Rogoschin kennen, der ihn in ein Dreiecksverhältnis hineinzieht, aus dem Myschkin sich nicht mehr befreien kann. Am Ende ist Myschkin wie vor dem Sanatoriumsaufenthalt ein 'Idiot', ein heiliger Narr, der dem 19. Jahrhundert und uns einen schwarzen Spiegel vorhält.

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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Don Quijote des 19. Jahrhunderts, 27. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Fürst Myschkin hat einen Großteil seiner Jugend in der Schweiz verbracht. Anlass dafür ist seine Epilepsie, die im Alpenstaat behandelt worden ist. Gezwungenermaßen kehrt der Protegé, als der Mann, der über Jahre die Behandlung finanziert hat, in seine Heimat zurück: ins Russland des 19. Jahrhundert. Mit dem Zug reist er nach Petersburg, wo er eine ferne Verwandte von ihm aufsuchen will, und hört bereits während der Reise von einer lokalen Schönheit: der mysteriösen Nastassja Filippowna.

Doch bevor er sie kennen lernt, trifft er beim Besuch der fernen Verwandten, der Generalin Jepantschina, auf deren Tochter Aglaja, die einen zu dem Zeitpunkt noch unbestimmten Reiz auf ihn ausübt. Schnell hat der Fürst jedoch die Möglichkeit, sich von Nastassja Filippownas Schönheit zu überzeugen. Die Ausstrahlung der launischen Unbekannten verfehlt ihre Wirkung nicht: Der Fürst verliebt sich in Nastassja. Damit ist er nicht der Einzige, denn sein Rivale Rogoschin ist auch noch da. Jener schafft es in einer völlig kompromittierenden Situation, mit Nastassja, die ihn zu heiraten schwört, zu flüchten. Unglücklich oder vielmehr verblüfft verlässt Fürst Myschkin Petersburg Doch er taucht im folgenden Sommer wieder auf, in Pawlowsk, der sommerlichen Residenz der Petersburger Bourgeoisie.

Der als armer Mann nach Russland gekommene Endzwanziger hat zwischenzeitlich ein kleines Vermögen geerbt, das ihn zum potenziellen Gatten und Schwiegersohn macht. Jedoch gilt er immer noch als krank, wobei er diesen Ruf mit seiner zum Teil naiven Offenherzigkeit nährt. Keine leichte Situation für den Fürsten, der zusätzlich in der Liebe zwischen Nastassja und Aglaja schwankt. Er muss wählen und trifft eine Entscheidung, die zum Eklat führt ...

Zugegeben: Leichte Lektüre bietet Dostojewskijs Roman aus der zweiten Hälfte des vorvergangenen Jahrhunderts nicht. Die Sprache ist umständlich, verbirgt mehr, als sie offenbart. Hinzu kommt eine große Zahl handelnder Charaktere, in deren Interaktionen der Überblick schnell verloren gehen kann. Und doch ist der Roman faszinierend. In einer für den Protagonisten mit seiner Gutgläubigkeit und seinen liberalen Ansichten kaum zu verstehenden gesellschaftlichen Umwelt muss er um Gnade und Anerkennung kämpfen. Er wirkt gleichsam wie Don Quijote. Denn je mehr er sich bemüht, desto deutlicher wird, dass er scheitern wird und muss.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das wahrscheinlich beste Buch meines Lebens, 6. August 2007
Von M. Käbel - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der Idiot (Taschenbuch)
Nun bin ich mit meinen 18 Jahren für solche Aussagen wahrscheinlich noch um einiges zu jung, aber nichts desto trotz schrecke ich vor dieser Einschätzung nicht zurück. Sollte es schon nicht "das beste Buch meines Lebens" sein, so wird es jedoch zweifelsohne eines der besten Bücher meines Lebens bleiben.

Die Tiefgründigkeit mit der Dostojewskij seine Figuren beschreibt, ist mehr als einzigartig. Sie verleiht jedem Charakter so ungeheure Fülle und Tiefe, das man geneigt ist zu denken, Dostojewskij selbst hätte jahrelang mit diesen Personen verkehrt.

Die Handlungsstränge, die immer wieder zum Fürsten Myschkin laufen, sind abwechslungsreich und interessant. Freileich lassen manche Monologe den armen Lesen müde werden, doch das gehört wohl zu jedem Buch des literarischen Realismuses dazu.

Ich empfehle jedem, dieses Buch zu lesen. Auch Schüler können beruhigt zugreifen und sollten sich nicht von den 900 Seiten und dem Entstehungsjahr abschrecken lassen. Weltliteratur muss eben nicht zwangsläufig langweilig und verstaubt sein!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fürstlich!, 26. September 2007
Diese Rezension stammt von: Der Idiot (Taschenbuch)
Das war er also - mein erster Dostojewskij. Ich bin entzückt! Und eines kann ich gleich zu Anfang Jedem versprechen, der mit dem Gedanken schwanger geht, das Buch ebenfalls zu lesen: Egal, ob man ihn nun albern findet oder herzzerreißend putzig - der titelgebende Idiot, Fürst Myschkin, wird einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen, wenn er einmal drin war. (Er wird übrigens nicht nur wegen seiner Gutherzigkeit und Naivität "Idiot" genannt, sondern auch, weil er fallsüchtig - also Epileptiker - ist, was Mitte des 19. Jahrhunderts noch als Idiotie bezeichnet wurde... Vielleicht, weil die Epilepsie ein idiopathisches Leiden - also ein Leiden ohne erkennbare oder bekannte Ursache ist...)
Mich jedenfalls hat er von der dritten Seite an in seinen Bann gezogen, dieser wunderbar naive, herzensgute Fürst, den ich anfangs permanent knuddeln wollte.

Keine Angst also vor diesen knapp 1000 Seiten russischer Literatur. Sie sind gut lesbar, wenn sie auch (wie fast alle Werke mit solchem Umfang) bisweilen die eine oder andere Länge haben. Aber man wird ja auch fürstlich belohnt für sein Durchhaltevermögen: mit sehr eindrucksvollen Charakteren (einer der besten des Buches ist sicherlich Lisaweta Prokowjewna, die herrlich schrullige Verwandte des Fürsten), einer ganzen Reihe hochwertiger Gedanken (etwa die Abhandlung zur Todesstrafe - brillant!), einer wunderbar vielschichtigen Liebesgeschichte und letztlich einem einmaligen Ende.

Noch dazu gibt es einen ganz guten Anhang, der Einiges erklärt, Anderes aber leider auslässt (ein passendes Beispiel habe ich leider im Moment nicht parat) und eine gute Übersetzung mit einer wunderbar nuancierten und frischen Sprache.
Einziges Manko: die Fischer-Taschenbuchausgabe ist relativ schlecht gebunden und macht den Eindruck, nach dem zweiten oder dritten Lesen auseinander zu fallen. Alternativen aber gibt es derzeit leider nicht: die gebundene Originalausgabe dieser Übersetzung aus dem Ammann-Verlag ist nicht mehr erhältlich - und war überdies mit über 70 euro eher unerschwinglich...

Aber da das eher nebensächlich ist, kann ich dieses Buch nur Jedem wärmstens ans Herz legen, der sich in der literarisch ungeheuer reichen Zeit um 1850 (Dickens, Melville, die Brontës, Flaubert, etc, etc...) wohlfühlt - und der über den flachen Tellerrand der aktuellen Krimis oder Komödien hinausblicken will.
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4.0 von 5 Sternen Tief Luft holen, einsteigen und mehrere Tage einfach nur LESEN
Dostojewski entführt den Leser von Anfang an in die russische Welt um die vorletzte Jahrhundertwende, wo nächtelang während der Petersburger "weißen Nächte" gefeiert, geredet,... Lesen Sie weiter...
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Darf ein Rezensent sich überhaupt die Freiheit nehmen, Weltliteratur zu bewerten? Aber sicher! Zumal sich Weltliteratur als solche ja gerade dadurch auszeichnet, dass sie sich im... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Dominik Ziller veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Dostojewski, wer liest denn sowas freiwillig?
Leider zeigt die hier unter "Produktbeschreibung" aufgeführte Rezension aus der "Neue Zürcher Zeitung" von Ulrich M. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Torsten Dreizner veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen vielleicht nicht die beste Übersetzung
Das Buch ist ein guter Roman- aber völlig ungeeignet als Bettlektüre. Am besten man liest ihn in Einem durch... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Tante Sigrid veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Zäh
Es ist mir durchaus klar, dass man etwas Ausdauer und Muse mitbringen muss, wenn man sich auf einen russischen Schriftsteller des 19. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2006 von Udo Kaube

5.0 von 5 Sternen Ein Roman mit enormer psychologischer Tiefenschärfe
Mit dem Fürsten Myschkin, dem "Idioten", präsentiert Dostojewski einen im christlichen Sinne guten, aber auch tragischen Helden. Lesen Sie weiter...
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Tja tausend Seiten russische Literatur des 19.Jh. sind sicher nicht jedermanns Sache aber wer das Buch liest wird für sein mühen entschädigt. Lesen Sie weiter...
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Offen gestanden, "Der Idiot" ist kein Buch für mich gewesen. Dostojewski verwendet viel Zeit und Energie auf die Beschreibung der Charaktere. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2003 von Manuel Müller

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