Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das ultimative Goethe-Zitate-Lexikon, 30. Juni 2007
Es gibt keine umfassendere Zusammenstellung der Goethe-Zitate als die von Richard Dobel. Zu allen Erscheinungen des menschlichen Lebens, mit denen sich Goethe beschäftigt hat und zu denen er sich geäußert hat - und womit hat er sich eigentlich nicht beschäftigt? - findet man in diesem Lexikon alphabetisch nach Sachwörtern geordnet Goethes Meinung. Ob aus Religion, Geschichte, Moral, Ethik, Ästhetik oder zu Personen, zu allen diesen Sachbereichen findet man Aussagen von Goethe mit exakten Quellenangaben aus seinem gesamten Werk. Hierbei werden seine Gedichte in gleicher Weise herangezogen wie seine Dramen, Romane und Briefe. Es gibt wahrscheinlich keine umfassendere lexikalische Darstellung des Denkens und Fühlens eines unserer größten Denker und somit ein Muß für alle, die Goethe lieben oder sich mit ihm beschäftigen wollen.
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23 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dem Meister kreativer Gesprächigkeit auf der Spur., 22. September 2009
Es ist eines meiner Lieblingsbücher und bietet den reichsten Schatz zu allem, was Goethe gesagt hat, alphabetisch nach Stich- bzw. Schlagworten sortiert. Goethe ist nicht frei von Widersprüchen, behauptet oft dies und auch das Gegenteil. Er reflektiert, sucht und gewinnt überall dazu. Seine Ideen sind faszinierend und auch trivial. Erst im Entwickeln, im Herauskristallisieren von glänzenden Wahrheiten liegt der Meister, bereit auch Kritisches zu sich selbst zu sehen.
Zum schlechten Gespräch sagt er: "Widerspruch und Schmeichelei machen beide ein schlechtes Gespräch." Oder: "...und doch ist das Gespräch überall nichts als ein Austausch von Irrtümern und ein Kreislauf von beschränkten Eigenheiten." Aber letzten Endes bleibt dies: "Was ist herrlicher als Gold? Das Licht. Was ist erquicklicher als das Licht? Das Gespräch."
"Verschiedene Sprüche der Alten, die man sich öfters zu wiederholen pflegt, hatten eine ganz andere Bedeutung, als man ihnen in späteren Zeiten geben möchte." Goethe zitiert nicht, ja, man hat den Eindruck, er nimmt sich das Recht, vieles zum ersten Mal zu sagen oder es in die Jetztzeit zu übersetzen, weiterzudenken. Ich habe das Gefühl, Goethe würde sich freuen, wenn man ihn zitiert oder gleiches denkt, niemand würde er daran hindern oder auf Copyright-Verletzungen verklagen. Er würde Voltaire zustimmen, der meinte, dass die meisten Originale nur noch nicht entdeckte Plagiate sind. Alle jene, die gegen Zitate sind, umschreiben existierende Gedanken neu in meist umgarnenden eigenen Worten, es wäre ehrlicher und schneller, wenn sie die Originale nähmen und diese anerkennen & weiterdenken würden.
Den meisten Raum nimmt das Wort Liebe ein. "Liebe und Not sind doch die besten Meister." Auf Literatur folgt Lorbeer und Luftdruck. "Der Lorbeerkranz ist, wo er dir erscheint, ein Zeichen mehr des Leidens als des Glücks". In Faust wird gefragt: "Sind wir ein Spiel von jedem Druck der Luft?" Dass Goethe jeglichen Druck rausnehmen, mehr spüren und fühlen kann, zeigt diese Aussage: "Es war, als wenn meine Seele ohne Gesellschaft des Körpers dächte; sie sah den Körper selbst als ein ihr fremdes Wesen an, wie man etwa ein Kleid ansieht. Sie stellte sich mit einer außerordentlichen Lebhaftigkeit die vergangenen Zeiten und Begebenheiten vor und fühlte daraus, was folgen werde."
Mehr als 15.000 Zitaten folgt ein umfangreiches, erklärendes Verzeichnis der Briefempfänger und Gesprächspartner sowie ein Index aller Begriffe, Namen und Wörter.
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