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Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf Roman
 
 

Berlin Alexanderplatz: Die Geschichte vom Franz Biberkopf Roman (Taschenbuch)

von Alfred Döblin (Autor)
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Im Maxim-Gorki-Theater gab der Schauspieler Ben Becker den Franz Biberkopf in einer Bearbeitung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, wobei es ihm auf brillante Art und Weise gelang, das Leben eines kleinen Mannes, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von der rasant veränderten Großstadt daran gehindert wird, ein anständiger Mensch zu werden, auch auf der Bühne darzustellen. Jetzt hat Becker Döblins Roman, der nicht zuletzt von den vielen tausend neuen Stimmen der großen Stadt -- ihrem Jargon, ihrer Musik und Reklame-Sprache -- erzählt, seine Stimme gegeben: Markant, polyphon und über die ganzen drei Stunden der Lesung überaus unterhaltsam. Döblin hätte sich über diesen Franz Biberkopf wohl sehr gefreut.

Das Booklet zum Hörbuch listet erklärungsbedürftige Ausdrücke des Berliner Dialektes auf, die zum Verständnis des Textes wichtig sind. Auch dies ein schöner Nebenaspekt dieser gelungenen Produktion. --Stefan Kellerer

Hörbuch, drei CDs, Spieldauer ca. 174 Minuten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .



Audiobook-Rezensionen

Der Arzt Alfred Döblin schrieb mit dem 1929 veröffentlichten Text „Berlin Alexanderplatz“ den bekanntesten deutschen Großstadtroman. Bereits 1931 wurde der Stoff mit Heinrich George verfilmt. Neben der Thematik – erzählt wird die Geschichte eines einfachen, kleinen Mannes, der beständig versucht, anständig zu leben, der aber immer wieder auf Menschen und Situationen hereinfällt – sind vor allem die Technik des „inneren Monologs“ und die Montagetechnik des Romans bemerkenswert. Das, was die Großstadt ausmacht, das Häusergewirr, das Zeitungs- und Reklamegeschrei, strahlender Glanz, Zuhältermilieu und Tegel montiert Döblin in Anlehnung an die neuen Filmtechniken zu einer Gesamtheit der „bedrohlichen“ Großstadt. Die pausenlosen Monologe des Protagonisten entwerfen das Porträt des kleinen Mannes, der kurze Zeit später als verhängnisvoller Prototyp des Mitläufers massenhaft auftritt.

Als passenden Interpreten dieser Berliner Großstadtgeschichte kann man sich kaum einen anderen als Ben Becker vorstellen. Auch ohne seine erfolgreiche Darstellung des Franz Biberkopf am Maxim Gorki Theater in Berlin (2000) würde man für die hier vorliegende Hör- Version zu dieser Einschätzung kommen. Der Kraft-Schauspieler, der im Lebenspartner seiner Mutter, in Otto Sander, ein echtes Vorbild fand, hat in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen beeindruckt. Unvergesslich seine Rolle in „Comedian Harmonists“, wofür er die „Goldene Kamera“ erhielt. Für die Darstellung des Jobst Dettmann in dem Krimi „Polizeiruf 110. Totes Gleis“ erhielt Becker den Adolf-Grimme-Preis.

Döblin wusste, wovon er schrieb: Als Armenarzt kannte er das Milieu und seine Sprache. Dieser neue Naturalismus wird von Ben Becker virtuos in Szene gesetzt. Die Rolle des kraftstrotzenden, gutmütigen Kerls, der so unbeholfen, hilflos und naiv auf alle – egal ob Frauen oder Männer – hereinfällt, scheint ihm auf den Leib geschnitten zu sein. Er interpretiert Franz Biberkopf als Kreatur, die immerfort einem „es“ ausgeliefert ist. Immer hört man „es tat dieses und jenes mit ihm“. Den für diesen Roman typischen Wechsel zwischen Berliner Jargon, Schlager, Werbe- Slogans, Bevölkerungsstatistiken, Börsennachrichten und vielen anderen Elementen, die das Leben eines Großstadtmenschen begleiten, meistert der Sprecher souverän. Was Ben Becker hier liefert, ist ein in jeder Hinsicht brillantes Hör-Erlebnis und kann wärmstens weiterempfohlen werden!

Am 10. August 2003 jährte sich der Geburtstag von Alfred Döblin zum 125. Mal. Mit dem Medizinstudium in Berlin (1900) begann Döblin auch seine literarische Tätigkeit. Von 1912 bis 1920 zählte der Autor zu den führenden Vertretern der expressionistischen Literatur. 1928, ein Jahr bevor sein Meisterwerk „Berlin Alexanderplatz“ erschien, wurde Döblin in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. 1933 entzog man ihm die ärztliche Kassenpraxis. Daraufhin emigrierte er über Zürich nach Paris. 1940 floh er in die USA. Nach dem Krieg konnte sich Alfred Döblin mit Deutschland nicht mehr anfreunden und ging wieder nach Paris. 1957 starb Alfred Döblin.

Lesung, Spieldauer: ca. 174 Minuten, 3 CD. Mit ausführlichem Booklet.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .


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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Komplexe Weimar-Studie mit hohen Anforderungen, 4. August 2005
Von Gordian Ezazi (Troisdorf, Nordrhein-Westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Man mag, kann und muss über Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz" differenziert diskutieren. Die einen geißeln es als überladenes, wirres Roman-Ungetüm, während die anderen in ihm eines der größten deutschen Werke sehen, das sich in methodischer und sprachlicher Qualität als wahrer Schatz erweist.
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, mag durchaus daran liegen, mit welcher Intention man sich an es heranwagt. Will ich einen zeitgenössischen Weimar-Roman lesen, der sich primär um die gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit dreht und diese anhand des „babylonischen Berlins" festmacht oder möchte ich darüber hinaus, und das ist eine nicht zu vernachlässigende Prämisse, in die persönlich-emotionalen Weiten einer tragischen und zugleich umstrittenen Figur (Franz Bieberkopf) abtauchen. Das lässt sich synthetisch nur schwer miteinander vereinbaren, weshalb das Buch an manch gehegter Erwartungshaltung scheitert (siehe hierzu andere Rezensionen).
Franz Biberkopfs Kampf mit der Großstadt Berlin, ist auch ein Kampf mit dem Geist seiner Zeit. Verlockung und Abscheu zugleich: wie der verbotene Apfel im Garten Eden verführt ihn die Faszination an der Kriminalität. Biberkopf stilisiert sich dabei immer wieder selbst als Opfer, das sich den Fängen der urbanen Umgebung ausgesetzt sieht. Vieles von dem wie Biberkopf handelt, ist dabei kennzeichnend für die gesamtgesellschaftlichen Strukturen der Weimarer Republik
Dennoch tut man sich schwer Bieberkopf zu (er)fassen und sogleich auch die historische Dimension der 20er-Jahre („Goldenen Zwanziger") und deren fundamentale Umwälzungen zu begreifen. Sie sind nicht offensichtlich, sondern vielmehr in komplexer Art und Weise in eine ungewohnte methodische Form eingebettet: Zeitgenössische Schlager- und Werbetexte werden dabei mit Mono- und Dialogen vermischt, überblendet und mit „Zeitungsklatsch" vermischt. Das hört sich skurril an und mag den Zugang zur komplexen Welt, die Döblin ohne Frage in diesem Werk schonungslos präsentiert, erschweren, ist aber zugleich auch eine Herausforderung an und für den Leser.
Wie gesagt, es kommt auf die Erwartungshaltung an, leichte Kost ist Döblins Sujet in keinem Fall.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Literarisches Kino und die Sperstitze der Moderne, 25. März 2006
Diese Rezension stammt von: Berlin Alexanderplatz (Gebundene Ausgabe)
1929, neue Sachlichkeit, überwundene Romantik, die Moderne ist auf ihrer wahrlich kurzen Hochphase und Alfred Döblin schreibt das beste Buch seiner Gattung.

Man kann mit breiten Ausführungen lang beschreiben, was dieses Buch auszeichnet: Die Einmaligkeit seiner Sprache, die literarischen Kamerafahrten, der Geruch des zwanziger Jahre Berlins, den man zu spüren glaubt, Franz Biberkopf, der tragische Held des Romans; am Besten aber kommt man dahinter, indem man den authentischen Text zur Hand nimmt und sich fesseln läßt.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Franz Biberkopf wird aus der Haftanstalt entlassen, in der er für den Mord an seiner Frau einsaß, mit ihm der feste Plan nicht wieder als Kleinkrimineller seinen Tagelohn zu verdienen und krumme Dinger zu drehen, sondern ein anständiges Leben zu leben, allein: Die Stadt läßt ihm keine Wahl, zieht ihn in einen Strudel und ehe Franz Biberkopf sich versieht, hängt er tiefer drin als je zuvor, verliert einen Arm, verliert seine zweite Frau, verliert seinen Verstand. Das Untergehen in einer Zeit, deren Impressionen den einfachen Mann erdrücken, deren Zwänge seine Widerstandsfähigkeiten überfordern; es ist ein Roman, der den Nerv der Zeit, seine Natur und die Menschen auf herrliche, überzogene, auf einzigartige Art und Weise beschreibt, der einen Einblick gibt, in das Seelenwesen der Menschen und in eine Stadt, die heute so nicht mehr existiert.
Döblins Haupttätigkeit als Nervenarzt ist dem Buch vielerorts anzumerken, das bizarre Seelenleben der Menschen wird ebenso plastisch festgehalten, wie das bizarre, moderne Eigenleben der Großstadt nach dem ersten Weltkrieg.

Alfred Döblin schafft mit Berlin Alexanderplatz ein Buch, dessen Darstellungsform an Bildkünster seiner Zeit erinnert, an den Surrealismus, und das den größten Meistern dieser Zeit in keinsterweise auch nur einen Deut nachsteht.

Lange ist mir das Buch bekannt, die hier beschriebe Ausgabe, ein Reprint der Originalausgabe, ist besonders schön und jedem ans Herz zu legen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Keine Unterhaltungsliteratur, aber sehr lohnend, 10. April 2003
Von Ein Kunde
Wer ein Buch erwartet, mit dem man sich einen ruhigen, entspannenden Abend machen kann, wird schwer entäuscht werden. "Berlin Alexanderplatz" fordert den Leser mit Berliner Schnauze, Perspektivwechsel, innerem Monolog und mehr. Zu behaupten das wäre mitunter nicht anstrengend, ist eine Lüge.
Wer sich aber auf die Geschichte des Franz Biberkopf einläßt, erlebt ein Buch, das mit klugem Inhalt und einem Erzählkonzept, welches auch heute noch innovativ ist, bis auf die letzte Seite überzeugt.
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5.0 von 5 Sternen Mitreißend
Der Erzählstil von "Berlin Alexanderplatz" ist wohl zu seiner Zeit neuartig gewesen. Und er schafft es heute noch, den interessierten Leser in den Bann zu ziehen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Markus veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Zuckmayer, Grass, Kafka
Nachdem er eine Haftstrafe für den Todschlag seiner Freundin verbüßt hat, steht Franz Biberkopf frisch entlassen auf dem Berliner Alexanderplatz. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von S. Bernard veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Doblin: der deutsche Dickens oder Zola.
Amazon's service always excellent.
Dickens is the greatest novelist who wrote in English, but Doeblin surpases him
Anne
Vor 6 Monaten von Anne Thompson veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Komplex und berauschend
Angesichts der vielen Rezensionen nur einige kurze ergänzende Anmerkungen:
* Das Taschenbuch "Berlin Alexanderplatz" liest sich gut und nimmt doch einige Zeit in Anspruch... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Serenus Zeitblom veröffentlicht

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Ein absoluter Hörgenuß vom Feinsten. Ben Becker in Höchstform.
Für jeden Ben Becker Fan ein absolutes Muss in der Audiothek. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Heiko Vogel veröffentlicht

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Ben Becker gelingt hier eine geradezu meisterhafte Interpretation dieses imposanten Werks. Mal kaltschnäuzig, mal ungläubig, mal ratlos und dann wieder verzweifelt und hilflos. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Julian von Hecker veröffentlicht

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Berlin Alexanderplatz - dieser Name liegt erst einmal schwer im Raum und genauso geht es dem Leser, der in ein wahres Geflecht aus Wortfetzen, Reklame, Gedanken und Gefühlen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. September 2007 von Frank Hoyer

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Veröffentlicht am 23. August 2007 von Gernleser

1.0 von 5 Sternen Ein Graus!
Ich habe dankenswerterweise dieses Buch auf der Schule nicht als Lektüre lesen müssen; im Gefühl möglicherweise etwas verpasst zu haben, habe ich es mir nun vorgenommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2007 von Gernleser

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