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Die Frau im Dunkeln: Roman
 
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Die Frau im Dunkeln: Roman (Gebundene Ausgabe)

von Elena Ferrante (Autor), Anja Nattefort (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (1. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342104323X
  • ISBN-13: 978-3421043238
  • Originaltitel: La figlia oscura
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 407.216 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Eine spannende und keineswegs eindeutige Parabel über das Leben moderner Frauen." (Literarische Welt )

"Die zentrale Frage, was im Sinne einer praktischen Vernunft im Menschenleben als angemessen, was als unangemessen zu betrachten sei, löst dieser Roman naturgemäß nicht; aber er stellt eben diese Frage, und er bettet sie mit großem psychologischem Feingefühl in einen Kontext von tiefer Symbolkraft ein. Und er vermeidet jedes Klischee." (NZZ )

"Ferrante versteht es meisterhaft, diese irrationale Handlung psychologisch und atmosphärisch aufzuladen. Ihre Leda ist eine ambivalente Frau, die selbstbewusst handelt und sehr reflektiert denkt – und sich nun unvermutet mit den unbewältigten, nicht aufzulösenden Konflikten ihres Lebens konfrontiert sieht. Klug und ohne moralische Wertung erzählt Ferrante von dieser seelischen Gespaltenheit. Gekonnt, in einer genauen, manchmal fast nüchternen Sprache, mit geschickter Dramaturgie entwickelt sie einen Sog des Unheilvollen, der die heitere Urlaubsatmosphäre zunehmend verdunkelt." (Rheinischer Merkur )

Kurzbeschreibung

Ein Blick in die Abgründe der weiblichen Seele

Ein heißer Sommer in Süditalien. Eine erfolgreiche Frau in mittleren Jahren genießt ihre Ferientage am Strand. Die Begegnung mit einer neapolitanischen Großfamilie bringt ihr zu Bewusstsein, welch hohen Preis sie für ihren Weg zu bezahlen hatte. Eine scheinbar heitere Strandgeschichte nimmt düstere Züge an, und die sonst so beherrschte und vernünftige Frau begeht eine unbegreifliche Tat.

Leda ist fast fünfzig, geschieden und Professorin für Anglistik in Mailand. Ihre erwachsenen Töchter leben mit dem Vater in Kanada, und so verbringt sie den Sommer alleine an der süditalienischen Küste. Die heißen Tage am Strand verstreichen ereignislos, bis Ledas Ruhe von einer lärmenden neapolitanischen Großfamilie gestört wird, zu der auch Nina und deren dreijährige Tochter gehören. Beim Beobachten dieser engen Mutter-Tochter-Beziehung wird Leda von ihrer Vergangenheit eingeholt, und der Leser erfährt, dass sie vor vielen Jahren um der Karriere willen ihre kleinen Kinder verlassen hat. Mit einem Mal verdüstert sich die sommerliche Ferienidylle. In einem Akt seelischer Grausamkeit nimmt Leda heimlich die Puppe des kleinen Mädchens an sich und gibt sie auch dann nicht zurück, als sie miterlebt, wie das Kind tagelang um sein Spielzeug weint.


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Befremdliche Nähe, 7. September 2007
Von Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Elena Ferrantes Romanfiguren scheinen aus der Bewegung des Schmerzes entsprungen. In ihrem neuen, bedrückend-großartigen Roman erzählt sie eine Mutter-Tochtergeschichte, um Liebe und Hass, Mitleid und Abscheu zwischen sich gar zu Ähnlichen. Erneut generiert sie den Schmerz zum Thema ihres aktuellen Romans.

Vorab sei die erneut großartige Übersetzung aus dem Italienischen von Anja Nattefort erwähnt, gleichwohl wie das eindrucksvolle Buchcover - dieser verschwommene Blick aufs Meer, unter einem Sonnenschirm hervor - das großartig den Tenor der Geschichte wiedergibt.

In einer äußerst raffinierten zirkularen Erzählstruktur (der Anfang des Buches ist zugleich die homogene Fortsetzung des Endes) schildert eine Frau rückblickend ihre eigenen Erlebnisse, gepaart mit immer dichter werdenden Reminiszenzen ihrer bedrückenden Vergangenheit.
Was voller Zuversicht beginnt, endet in der Charakterisierung einer psychisch zutiefst gestörten Persönlichkeit.
Elena Ferrante greift in ihrem neuen Roman den in der Psychologie bekannten mehrgenerationalen Konflikt auf und zeigt, wie insbesondere tradierte negative Verhaltensmuster sich zwanghaft wiederholen, eigenes Glücksempfinden verhindern und Beziehungen zerstören.
Die junge schöne Nina versinnbildlicht die gewünschte, aber nie erlebte Mutter der Ich-Erzählerin. Deren kleine Tochter Elena ist ihr Alter Ego. Wobei die Puppe des Mädchens als entscheidendes, den Roman beherrschendes Bindeglied fungiert.

Wie einen bedrohlichen Schatten senkt Ferrante die zunehmenden, schmerzhaften Erinnerungen Ledas über das Szenario und deren verworrenen Faden aus Träumen und Begierden.

Unprätentiös, glasklar die Sprache, die "Handlung" in jedem Detail luzid, diszipliniert die Erzählhaltung. Analyse statt Bebilderung, Seziermesser statt Tränendrüse. "Die Frau im Dunkeln" verfügt über unglaublich emotionale Durchschlagskraft, offenbart eine genaue Selbstbeobachtung. Jeder Eindruck trügt: was zuvor noch friedlich erschien, strahlt im nächsten Augenblick düstere Beklemmung aus.
Doch Elena Ferrante gibt ihrer Protagonistin eine Entwicklungschance, ermöglicht Leda, ihre "leblose faulende innere Substanz" auszuspucken.

"Die Dinge, die wir selbst nicht verstehen, sind am schwierigsten zu erzählen", sinniert Leda zu Beginn des Romanes; am Ende bleibt ihr letzter Satz eindrucksvoll und unkommentiert im Raum stehen: "Ich bin tot, aber es geht mir gut."
Der Leser legt die Erzählung beiseite und fasst lange kein anderes Buch mehr an.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Düsteres Sommerbuch, 24. Juli 2009
Hat mir sehr gut gefallen. Keine typische Frauenlitartur, sondern eher verstörend und verrätselt. Die düsteren Geschehnisse kontrastieren mit der sommerlichen Strandstimmung.
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