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Duden Deutsches Universalwörterbuch
 
 

Duden Deutsches Universalwörterbuch [Gebundene Ausgabe]

Duden
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1892 Seiten
  • Verlag: Bibliographisches Institut &F.A.Brockhaus Mannheim; Auflage: 4.Auflage (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3411055049
  • ISBN-13: 978-3411055043
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 18,2 x 6,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de-Verkaufsrang: Nr. 781.026 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache mit rund 140.000 Wörtern und Wendungen.
1892 Seiten stark, in der bekannten gelben Umschlaggestaltung: So präsentiert sich das deutsche Universalwörterbuch in der 4., neu bearbeiteten und erweiterten Auflage. Die ersten 72 Seiten widmen sich Hinweisen zur Wörterbuchbenutzung, dem Aufbau des Wörterbuchs sowie der Erklärung der verwendeten Abkürzungen; außerdem enthalten in dieser Einführung: eine kurze Grammatik der deutschen Sprache.

Den Löwenanteil des Werks nimmt natürlich das Bedeutungswörterbuch selbst ein. Zunächst fällt auf, dass Schreibungen in neuer Rechtschreibung nicht mehr rot hervorgehoben werden. Die neue deutsche Rechtschreibung wird durchgehend gebraucht, ohne dass die alte Schreibung erwähnt wird. Das Schriftbild ist übersichtlich dreispaltig gehalten, der Orientierung dient ein blaues Buchstabenregister am Buchrand. Bei rund 140.000 Wörtern und Wendungen dürfte eigentlich keine Suche ergebnislos bleiben, deshalb ist dieses Bedeutungswörterbuch ein zuverlässiger Begleiter für jeden Schreibtisch -- ob privat oder beruflich. Dieser Titel ist auch mit CD-ROM erhältlich. --Ines Heidrich

Kurzbeschreibung

Mit der Unterzeichnung der zwischenstaatlichen Erklärung ist die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung beschlossen. Das "Duden-Universalwörterbuch" ist das große Bedeutungswörterbuch aus dem Dudenverlag, in dem alle Wörter streng nach den neuen amtlichen Regeln verzeichnet sind.
Das "Duden-Universalwörterbuch" erfasst und beschreibt den Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache und stellt den gegenwärtigen Sprachgebrauch auf der Grundlage von mehreren Millionen Belegen aus der Sprachkartei der Dudenredaktion dar.
Das "Duden-Universalwörterbuch" ist in erster Linie ein Bedeutungswörterbuch mit ausführlichen Worterklärungen und zahlreichen Anwendungsbeispielen. Es enthält aber auch eine Fülle von Angaben zur Rechtschreibung und Silbentrennung, Aussprache, Grammatik und Herkunft der Wörter, zu den Stilebenen, landschaftlichen Varianten sowie Fach- und Sondersprachen. Das "Duden-Universalwörterbuch": Ein Wörterbuch für jeden, für jeden Tag, für jeden Fall. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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168 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Orthographisch mangelhaft, 9. April 2003
Nach nur zwei Jahren wurde das Duden-Universalwörterbuch (DUW) neu aufgelegt. Optisch ist das Buch von seinem Vorgänger kaum zu unterscheiden. Die Entnestung der Stichwörter und der Flattersatz wurden bereits vor zwei Jahren eingeführt, was zu einem vermehrten Platzbedarf führte und die Lesbarkeit verschlechterte. Da aus Political correctness zusätzlich mehr als 5.000 weibliche Formen wie »Bausparerin« und »Vizeadmiralin«, weder orthographisch noch von ihrer Bedeutung her problematisch, aufgenommen wurden, war es unvermeidlich, viele tausend wichtigere Wörter zu streichen.

Neue Einträge wurden kaum aufgenommen - daher nach wie vor 1892 Seiten. Deshalb mußten erneut Wörter getilgt werden. Beispielshalber sei erwähnt, daß unter A, B und C 24 Neueinträgen (abdüsen, abschiffen, Account, After-Work-Party, Antiaging, Antragsgegner, Asset, Audit, Aufbauhilfe, aufbetten, aufbrezeln, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, auschillen, Barcode, Benefit, Bepreisung, Bildungsziel, Blowjob, Blutsaugerin, börsennotiert, Briefaktion, Brokerin, Caipirinha, Cheerleader, Cookie) 14 Streichungen (acherontisch, Aftervasall, Agamet, Antrinket, Audiphon, Bärme, bosselieren, Brittelmaß, Chemigraphie, chevaleresk, Chimborasso, Chinagras, Condylus und Consilium Abeundi) gegenüberstehen. Das letzte Beispiel zeigt übrigens, wie schwierig in solchen Fällen die neue Groß- und Kleinschreibung ist. Man schreibt nicht mehr einfach das erste Wort groß und die folgenden klein (also »Consilium abeundi«), sondern man muß auch bei Fremdwörtern der entlegensten Sprachen die Wortarten der Einzelbestandteile kennen, um im Sinne der Reform korrekt schreiben zu können. Die neuen Stichwörter reichen vom Fachsprachlichen über extrem kurzlebige Wortbildungen hin zu bisher schlicht Vergessenem (wie z. B. dem »Antragsgegner«). Ein kurzer Vergleich zeigt sofort, daß das Nachschlagen bei den nun nicht mehr vorhandenen Lemmata viel wichtiger gewesen wäre. Der Überschuß der Neuaufnahmen gegenüber den Tilgungen wurde im übrigen durch Kürzungen bei Erläuterungen und Beispielen - wie bei »abschinden« - ausgeglichen. Einige weibliche Formen hat man dennoch vergessen, so z. B. die »Antragsgegnerin« oder die »Bantamgewichtlerin«, in Zeiten des Frauenboxens im Gegensatz zu vielen anderen weiblichen Personenbezeichnungen, die sich das DUW ausgedacht hat, sogar belegbar: „Bantamgewichtlerin Daisy Lang".P>Im Vorwort wird die Neuauflage unter anderem mit den Veränderungen der deutschen Sprache durch die Ereignisse des 11. September und das Zusammenwachsen Europas begründet. Trotzdem bleibt der Benutzer weiterhin im unklaren, ob er nun »Osama bin Laden«, »Usama bin Ladin« bzw. »Al Qaida« oder »El Khaida« (hier ist auch die Aussprache nicht eindeutig) zu schreiben hat. Sind eventuell auch jeweils beide Schreibweisen falsch? Seltsamerweise fehlt auch »Anthrax«, orthographisch keinesfalls trivial. Mit dem Euro geht das DUW nicht besser um. Unter »ankrallen« steht noch immer »30 Mark«. Das »Starter-Kit« bzw. »Starterkit« - und hier wird der Nachschlagebedarf deutlich - wurde nicht aufgenommen, dabei hat die Neuregelung gerade bei englischen Begriffen ein Chaos ohnegleichen hinterlassen.

Auf dem Einband findet man nun nicht mehr, wie noch vor zwei Jahren, den Hinweis auf »mehrere Hunderttausend Angaben«, sondern wieder - wie in der bewährten Orthographie - »mehrere hunderttausend Angaben zur Rechtschreibung«, und auch unter dem Eintrag »hunderttausend« wird ausschließlich die traditionelle Regelung vorgestellt - durchaus zu begrüßen.

Leider läßt die Neuregelung der Rechtschreibung an anderen Stellen keine so großen Freiheiten, und auch vor dem Beispiel »Es tut mir sehr, schrecklich Leid« schrecken die Bearbeiter nicht zurück. Bekanntlich können Wortgruppen wie »Aufsehen erregend« oder »Kosten sparend« nicht prädikativ gebraucht werden. Da die neue Orthographie in solchen Fällen aber keine Zusammenschreibung mehr zuläßt, muß sich die Redaktion anders behelfen: Lesen wir 1989 noch den Satz »Die Bezahlung ist zufriedenstellend« und unter »Bürzeldrüse« »... um das Gefieder wasserabstoßend zu machen«, so finden wir 1996 tatsächlich die Ungeheuerlichkeiten »Die Bezahlung ist zufrieden stellend« und »Wasser abstoßend machen«. Inzwischen will das Universalwörterbuch zumindest davon nichts mehr wissen. »zufriedenstellend« wurde durch »erwartungsgemäß« ersetzt, und die unschuldige »Bürzeldrüse« mußte aus dem Buch völlig verschwinden, weil die Dudenredaktion auf die Schnelle kein Synonym für »wasserabstoßend« fand. Unter »stimmen« finden wir bei derselben Redewendung »zufrieden stellend«, unter »sauber« liest man wieder »zufriedenstellend«, und als Lemma wurde »zufriedenstellend« im DUW ohnehin nie getilgt - anders als im Rechtschreibduden. Wenn man gezielt danach sucht und vergleicht, entdeckt man viele weitere solche Beispiele.

Orthographisch findet man kaum Änderungen im Vergleich zur Vorauflage, von wenigen Ausnahmen wie »insonderheit« (1989), »in Sonderheit« (1996), »insonderheit« (2001) und »in Sonderheit« (2003) einmal abgesehen. Dabei wäre dies durchaus vonnöten gewesen, denn die Neuauflage verordnet weiterhin »Kosten sparend« (aber nur »raumsparend«), »Strom sparend« (aber nur »energiesparend«) und viele weitere solcher Auseinanderreißungen, während in all diesen Fällen der Rechtschreibduden bereits vor drei Jahren zur Zusammenschreibung zurückgekehrt ist - zwar gegen den Wortlaut der amtlichen Neuregelung, aber zu begrüßen. Wir finden nur »heilbringend«, aber nur »Unheil bringend« (aber wiederum »unheilverkündend«). Das Wort »furchterregend« ist wiederhergestellt, und zwar mit dem Beispiel »ein furchterregender Anblick«. Unter dem Stichwort »Furcht« finden wir jedoch nur »ein Furcht erregender Anblick«, ebenso bei »gewinnbrigend«, »platzsparend« usw. Obwohl diese Mißstände schon 2001 bekannt waren, bemühen sich die Bearbeiter nicht, sie zu beseitigen.

Das Durcheinander bei den Verbindungen mit »wohl-« ist nicht kleiner geworden, und so schreibt unser Wörterbuch weiterhin »wohl beraten« (aber nur »wohlbehalten«), aber »wohlerzogen« (aber nur »wohl behütet«), jedoch wiederum »wohl geordnet« (aber nur »wohlgeformt«) vor. Bei »wieder-« und »hoch-« sieht die Sache nicht viel besser aus. Hatte sich der Duden 1996 mit der Fehldeutung »wieder sehen« lächerlich gemacht, die in Tausende von Schulbüchern - im übrigen bis heute meist unkorrigiert - übernommen wurde, so bleibt es im Universalwörterbuch beispielsweise auch jetzt noch bei »wieder herrichten«, aber »wiederherstellen«, obwohl beide Konstruktionen exakt gleich gebaut sind. Wir finden bei »hochgefährlich« nur die Zusammenschreibung, »hoch empfindlich« ist nur getrennt zulässig. Es soll nur »hoch qualifizierte« Akademiker, aber nur »hochbegabte« Schüler geben, während die Duden-Rechtschreibung im letzteren Fall zusätzlich auch noch die Getrenntschreibung kennt. Die Beispiele könnte man unbegrenzt fortführen. Interessanterweise sind in sämtlichen Wörterlisten, die der Duden herausgegeben hat, um dem gemeinen Volk die Neuregelung näherzubringen, die Wörter mit »hoch-«, »wieder-« und »wohl-« grundsätzlich ausgespart - aus gutem Grund, wie wir sehen.

Mit Erstaunen sehen wir den Eintrag »Shooting-Star«, dabei ist das genau die durch die Reform abgeschaffte bisherige Schreibung. Die sogenannte neue Rechtschreibung will nur noch »Shootingstar« oder »Shooting Star« zulassen. Das im amtlichen Regelwerk ausschließlich zugelassene »nochmal« ist noch immer nicht berücksichtigt worden. Es heißt weiterhin »noch mal«. Diese Änderung hatte anfangs sogar der Rechtschreibduden übersehen und zudem bis heute nicht richtig umgesetzt.

Die Angaben zur Silbentrennung sind nicht überzeugend. Wir finden »De-odorant« (aber nur »Deo-roller«), »ge-ogen« (aber nur »Geo-logie«), »Hagi-ographie« (aber nur »Geo-graphie«), »Kry-olith« und »Kry-otron« (aber nur »Kryo-therapie«) und vieles mehr. Wenn schon nicht alle absurden Trennungen des Rechtschreibdudens angegeben werden, so sollte man bei der Auswahl der Trennstellen zumindest einigermaßen konsequent sein.

Davon, daß dies eine „überarbeitete" Auflage sein soll, ist nicht viel zu sehen. Die Dudenredaktion hat es nicht gewagt, im Vorgriff auf die im Jahr 2005 zu erwartende Totalrevision der Neuregelung eigenmächtig etwas zu ändern. Wer das DUW jetzt erwirbt, muß sich im klaren sein, daß das Buch bereits dann - zumindest orthographisch - wieder Makulatur sein wird.

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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Bedeutungswörterbuch ohne die alte Rechtschreibung?, 2. Juli 2002
Von Michael Töpel (Dresden, Sachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Duden Deutsches Universalwörterbuch (Gebundene Ausgabe)
Ein Bedeutungswörterbuch ist eine sinnvolle Anschaffung, um sich der korrekten Nutzung der deutschen Sprache zu nähern. Leicht wird es einem durch diese neue Auflage allerdings nicht gemacht. Äußerst kritikwürdig finde ich, daß die alte deutsche Rechtschreibung nicht mehr erwähnt wird, obwohl sie ja zum Beispiel zum Verständnis älterer Literatur notwendig und sinnvoll wäre. Eine Reihe von Bedeutungen gehen damit ganz einfach verloren. Desweiteren ist aus dem Hause Duden bekannt, daß sich die neue Rechtschreibung immer mal wieder ändert, was an den Dudenauflagen der letzten Jahre klar erkennbar ist. Somit ist vorprogrammiert, daß dieses Bedeutungswörterbuch im wahrsten Sinne des Wortes an Bedeutung verlieren wird und eine neue Auflage in Bälde her muß. Armer Käufer!
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70 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Reformgeschädigte Neubearbeitung, 27. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Duden Deutsches Universalwörterbuch (Gebundene Ausgabe)
Die Neubearbeitung enthält nach Verlagsangaben rund 1500 neue Stichwörter wie "Airline, browsen, E-Commerce, Rucola, Viagra"; dazu auch allerlei Werbewirksames von voraussehbar kurzer Lebensdauer wie "Warmduscher" und "Maschendrahtzaun". Ein großer Teil der Neueinträge geht allerdings auf das Konto von 5204 weiblichen Personenbezeichnungen: "Epigraphikerin, Erbsenzählerin, Insurgentin, Interventionistin, Kolonnenspringerin, Plapperin, Punktelieferantin, Schrotthändlerin, Schwingerin, Topfguckerin, Transplanteurin, Trassantin, Vizeadmiralin, Zinkerin" usw. Jedes Stichwort steht erstmals auf einer neuen Zeile. Auch der Flattersatz ist neu. Leider ist die ohnehin kleine Schrift ist nämlich jetzt auch noch sehr blaß, so daß die Lesbarkeit nicht gewonnen hat. Obwohl der Band um etwa 75 Seiten dicker geraten ist als die vorige Auflage, hat man vieles weggelassen. Auf S. 1192 zum Beispiel sind folgende Stichwörter getilgt: "peinsam, Peitschenschlag, Peitschenwurm, Pekesche, Pektorale, pekzieren, pêle-mêle, Pelemele, Peltast, Pelzbesatz, pelzbesetzt, Pelzkappe, Pelzkragen, Pelzmärte, Pelzmärtel, Pelznickel, Pelzstola, Pelzverbrämung, Pemphigus". Neu aufgenommen sind nur "Pekingerin, pelletieren, pelletisieren, Pelzkrawatte, Pelzrobbe". Alle gestrichenen Wörter mit Ausnahme von "pêle-mêle" sind sogar im viel kleineren Rechtschreibduden verzeichnet. Während die vorige Auflage 120.000 Stichwörter enthielt, kündigt die neue auf dem Einband "rund 140.000 Wörter und Wendungen" an. Die wirkliche Zahl der Einträge läßt sich daraus nicht mehr entnehmen. Die Nachzählung ergibt, daß es kaum mehr als 120.000 sind. Die wichtigsten Änderungen betreffen aber die Revisionsarbeiten an der sogenannten Rechtschreibreform. Bekanntlich hat die Rechtschreibkommission in den letzten Jahren wesentliche Änderungen beschlossen, die zwar noch nicht amtlich sind, von den Wörterbuchredaktionen aber dennoch als verbindlich angesehen und befolgt werden. (Nur die Schulen wissen noch nichts davon und unterrichten die überholte Neuschreibung von 1996.) Bei der Silbentrennung entscheidet sich die Redaktion im allgemeinen für eine konservativere Lösung. Man trennt also wieder "Si-gnal" gegenüber "Sig-nal" (1996) und stellt damit den Zustand der zweiten Auflage von 1989 wieder her. Im übrigen herrscht Inkonsequenz: Dem "Res-pekt" und "Pros-pekt" stehen das "Horo-skop" und "Mikro-skop" gegenüber. Die Vorsilben "sym-/syn-" dürften allgemein bekannt sein, gleichwohl soll "Sy-nergie" getrennt werden. Die neue Abtrennbarkeit einzelner Buchstaben ("I-gel") wird gar nicht erst in Erwägung gezogen, aber andererseits wimmelt es von absurden Trennungen wie "Di-aspora" und "Dias-pora"; nur "Dia-spora", die einzige sinnvolle Trennung, ist nicht vorgesehen. Verwunderlich ist auch die Entwicklung von "Lu-stration" (1989) über "Lust-ration" (!)(1996) zu "Lus-tration" (2001). Ähnlich "Ab-itur" (1989), "A-bitur" (1996), "Abi-tur" (2001). Noch 1996 belästigte uns das Wörterbuch mit der Neuschreibung "Ständelwurz" (weil diese Orchidee nach volksmedizinischem Glauben erektionsfördernd wirken soll); in der Neuauflage ist nur noch die herkömmliche Schreibung "Stendelwurz" verzeichnet. Zu "Quäntchen" behauptet das Wörterbuch: "heute meist (!) als Abl. von Quantum empfundene u. in der Schreibung an diese angepasste Vkl. zu Quent"; in Wirklichkeit handelt es sich bei der neuen Schreibweise um einen Gewaltakt der Kultusminister, der mit den Empfindungen der Bürger nichts zu tun hat. Das amtliche Wörterverzeichnis schreibt ausdrücklich vor "in Sonderheit". So auch der neue Rechtschreibduden und die vorige Auflage des Universalwörterbuchs. Die Neubearbeitung kehrt zu "insonderheit" zurück. Die Rechtschreibkommission war schon Ende 1997 bereit, das grammatisch falsche "Leid tun" zurückzunehmen; es wurde ihr von den Kultusministern verwehrt. Wir finden daher auch in diesem Band "so Leid es mir tut" und ähnliche Monstrositäten: "Pleite gehen, Bankrott gehen, heute Abend, gestern Morgen" usw. - wobei schon der neue Rechtschreibduden in Absprache mit der Rechtschreibkommission noch eins draufgesetzt und "heute Früh, morgen Früh" usw. eingeführt hat. Die "Mass Bier" aus dem neuen Rechtschreibduden hat das vorliegende Werk ausgelassen. Einige Dutzend herkömmliche Wörter wie "aufsehenerregend, erfolgversprechend, hitzeabweisend, respekteinflößend" sind genau wie im neuesten Rechtschreibduden, aber im Gegensatz zur amtlichen Regelung wiederhergestellt. In einigen Fällen ist das Rechtschreibwörterbuch aber auch schon weiter, zum Beispiel kennt es wieder "musikliebend", das Universalwörterbuch läßt nur "Musik liebend" zu (aber "prachtliebend, prunkliebend"!). Ähnlich "kostendeckend", aber nur "Kosten sparend". Während die vorige Auflage regelkonform zwischen "blutreinigend" und "Blut bildend" unterschied, ist jetzt zugunsten der Zusammenschreibung, aber gegen die amtliche Regel vereinheitlicht. Unter "Erholung" findet man "Feriengebiete für Erholung Suchende, für Erholung suchende Großstädter"; aber ein paar Zeilen weiter sind die "Erholungsuchenden" als eigenes Stichwort angeführt, ganz wie früher. Diese Unstimmigkeit geht auf einen bis heute nicht bereinigten Widerspruch zwischen amtlichem Regelwerk und Wörterverzeichnis zurück. "vielsagend" und "vielversprechend" sind - gegen die Reformbestimmungen - wiederhergestellt, "nichtssagend" noch nicht, aber das dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Während 1996 das Wort "kostensparend" noch verzeichnet war, ist es jetzt zugunsten von "Kosten sparend" beseitigt; zugleich hat aber der neue Rechtschreibduden es wieder eingeführt, nachdem er es 1996 durch "Kosten sparend" ersetzt hatte. Hier scheint noch einiges im Fluß zu sein. Schockiert uns der neueste Rechtschreibduden mit dem Beispielsatz "Die Leid Tragenden sind die Kinder", so ist nun wieder, wie 1996, der Steuerzahler der "Leidtragende". Dem geläufigen "wohlriechend" steht im neuen Rechtschreibduden unbegreiflicherweise auch ein "wohl schmeckend" gegenüber; das Universalwörterbuch kennt aber, wie schon 1996, nur "wohlschmeckend" - eine begrüßenswerte Entscheidung. Es ist nicht einzusehen, warum "weitgreifend" erhalten bleiben soll, "tiefgreifend" aber nicht. Man findet zwar - entgegen den amtlichen Regeln - wieder "zeitraubend", aber unter "Zeit" steht "eine Zeit raubende Angelegenheit". Sehr starke Veränderungen gibt es bei "wiederaufbauen" usw. Zahlreiche Verben dieser Art waren in der vorigen Auflage auseinandergerissen, dürfen laut Rechtschreibduden jetzt wieder zusammengeschrieben werden und sind im vorliegenden Werk sogar nur noch in Zusammenschreibung angeführt. Im übrigen findet man hier dieselben unmotivierten Unterschiede wie im neuen Rechtschreibduden: "wieder herrichten", aber "wiederherstellen". Die Beseitigung guter deutscher Wörter wie "Armvoll, Handvoll, Mundvoll, Zeitlang" geht weiter. Erstmals werden so krasse Beispiele gebracht, daß man fast auf stille Obstruktion schließen möchte: "mehrere Arm voll Heu, einige Mund voll Kartoffelbrei"! Das Unerhörte dieser Wortvernichtung ist um so auffälliger, als der Wortbildungstyp selbst keineswegs verleugnet wird, denn "Fingerbreit", "Fußbreit", "Handbreit" und "Zollbreit" bleiben erhalten. Das Stichwort "sogenannt" ist völlig getilgt und auch nicht als "frühere Schreibung" zu finden. Die Abkürzung soll aber weiterhin "sog." sein. In Zeitungen kam das Wort bisher rund sechstausendmal pro Jahr vor, und auch in der sonstigen Literatur ist es quicklebendig, aber davon scheint die in der Einleitung erwähnte Dudenkartei mit ihrem legendären Millionenbestand nichts zu enthalten. Ähnliche Beobachtungen muß man des öfteren machen. Dem Werk ist wie bisher eine Kurzgrammatik des Deutschen beigegeben. Auch sie ist der neuen Rechtschreibung angepaßt. Daß es zum Beispiel zusammengesetzte Adjektive wie "schwerkrank" gibt, wußte die Redaktion 1989 noch. Heute verleugnet sie es - Kartei hin, Kartei her. Das Wörterbuch verspricht eine "aktuelle, umfassende, objektive und zuverlässige Darstellung der deutschen Sprache". Solange es aber durch beflissenes Verschweigen behauptet, daß ganz geläufige deutsche Wörter wie "sogenannt, freilaufend, selbstgebacken, wildlebend, Handvoll" und Hunderte von anderen nicht existieren, kann es dieses Versprechen nicht einlösen.
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5.0 von 5 Sternen Most in-depth German dictionary, also for foreign readers
From a wealth of monolingual and bilingual choices, this seemed the best dictionary for serious German reading by foreigners (students, researchers, translators).
Vor 5 Monaten von a Dutch customer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Duden, Deutsches Universalwörterbuch
Ich war sehr zufrieden mit dem Duden. Er war in sehr gutem Zustand und erfüllt seinen Zweck mehr als ausreichend bei den Hausaufgaben.
Vor 8 Monaten von K. Bauer veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Eines meiner drei Bücher mit auf die Insel
ISBN 3-411-02176-4
Mannheim, im September 1989, Die Dudenredaktion,
so endet das Vorwort.

Und es ist von würdevollem Dunkelblau mit Rot. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Rudy jr. veröffentlicht

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Dieses Wörterbuch ersetzt über weite Züge das Fremswörterbuch, das ethymologische Wörterbuch und den Rechtschreibduden, bzw. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Dezember 2004 von Bettina Haupt

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Veröffentlicht am 8. März 2002 von tomlasz

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Am 30. März 2001 veröffentlicht

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