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1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen
 
 

1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen (Gebundene Ausgabe)

von Norbert Frei (Autor)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen + Vergangenheitsbewältigung in Deutschland: Die Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur von 1945 bis heute + Vergangenheitspolitik: Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (14. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406529542
  • ISBN-13: 978-3406529542
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 135.849 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn am 10. Mai 2005 in Berlin das Denkmal für die ermordeten Juden Europas eingeweiht wird, geschieht etwas symbolpolitisch bislang einmaliges, dass nämlich "eine Nation im Zentrum ihrer Hauptstadt ihr größtes geschichtliches Verbrechen bekennt".

Tatsächlich, so die These Norbert Freis in seinem dem Buch den Titel gebenden Aufsatz "1945 und wir", leben wir auch in einer ganz profanen, gleichwohl ebenso folgen- und chancenreichen Weise in einem erinnerungspolitischen Gezeitenwechsel. Denn: "Die Zeit des 'Dritten Reichs' entschwindet der Zeitgenossenschaft", der Nationalsozialismus verabschiede sich "aus dem in unserer Gesellschaft päsenten Vorrat persönlicher Geschichtserfahrung". Wer, gleichsam um das Unvermeidbare aufzuhalten, eine Pflicht des Erinnerns postuliere, unterliege einer Selbsttäuschung, schließlich könne schon bald niemand mehr von dieser Zeit sagen: "Ich erinnere mich!"

Was von uns Heutigen, der Zeit von Naziherrschaft, Holocaust und Zweitem Weltkrieg Nachgeborenen zu leisten ist, ist die Gewinnung eines eigenen Standpunkts, von dem aus wir die Gegenwart der Vergangenheit in den eigenen Blick nehmen und danach fragen, welche Lehren, aber auch welche Fragen uns die hinterlassene Geschichtserfahrung aufgibt. Eben dies versucht Frei für einzelne Aspekte dieser historischen Hinterlassenschaft in den folgenden, durchweg lesenswerten Essays des Bandes beispielhaft vorzuführen. Dazu beleuchtet er "die Rückkehr des Rechts" oder den "Mythos Stalingrad" ebenso, wie "das Epochenjahr 1933", den Begriff der "Volksgemeinschaft", den "Erinnerungskampf" um den 20. Juli 1944 in den Bonner Anfangsjahren oder die Diskussion der Kollektivschuldthese in der Nachkriegszeit. Den Schlusspunkt setzt er mit mit einem Aufsatz über "Auschwitz und die Deutschen". Sehr empfohlen! -- Andreas Vierecke



Kurzbeschreibung

Hitlers Erbe: Die Deutschen und das Dritte Reich
Sechs Jahrzehnte sind vergangen, seit Hitlers Herrschaft im Bunker unter der Reichskanzlei ihr Ende fand. Doch die Erinnerung an die NS-Zeit erscheint gegenwärtiger denn je. Liegt der Grund dafür - paradoxerweise - im Aussterben der Zeitzeugen? Und was hieße das für die Zukunft? 1945 und wir ist eine aktuelle Analyse des Umgangs der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Für das Selbstverständnis der Bundesrepublik wurde der kritische Rückbezug auf die Erfahrungen des "Dritten Reiches" seit den sechziger Jahren wichtig. Nach einem langen Jahrzehnt der Verdrängung setzte damals ein, was als "Vergangenheitsbewältigung" die politische Kultur unseres Landes prägte. Diese Epoche geht nun zu Ende - nicht jedoch die Politik mit der Vergangenheit: Im Gange ist, vorangetrieben von der Generation der Kriegskinder, den späteren Achtundsechzigern, nichts weniger als eine Neujustierung unserer Geschichtsverhältnisse. In die Gedächtniskultur einer globalisierten Holocaust-Erinnerung drängt jetzt - und das ist augenscheinlich ein Problem - die intensive Verlebendigung von Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Hervorragende Informationen, 22. Mai 2009
Von Christopher Gebray (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch gibt eine sehr interessante Übersicht der Entwicklung im Geschichtsbewußtsein einer Bevölkerung preis. Man erfährt dadurch auch vor allem wie die Generationen sich gegenseitig behandeln und wie sich ein sehr schwieriges Erbe über die Zeit zu einem reinen Geschichtsthema entwickelt. Das Fazit des Buches: Sobald keiner der Zeugen (Täter und Opfer) mehr leben, kann das Thema emotionsloser und dadurch vor allem ohne Umschweife behandelt werden. Das ist auch der Grund, warum die interessanteste Literatur erst heute erscheint. Ich habe daraufhin vor 3 Wochen Auschwitz besichtigt.
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14 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Aktuell mit Hintergrund, 28. Februar 2005
Von Ein Kunde
Norbert Frei gibt mit Blick auf die Frage, wie die nationalsozialistische Vergangenheit in Zukunft erinnert werden wird, an verschiedenen Beispielen eine kleine Übersicht über die Geschichte des Umgangs mit dem Nationalsozialismus sowohl in der Politik, in der Justiz als auch in der Wissenschaft in Deutschland. Der aktuelle Diskurs um die Erinnerungen an das Dritte Reich wird somit in den zeitgeschichtlichen Kontext eingeordnet. Ein gut lesbarer, aber dennoch anspruchsvoller und informativer Überblick!
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Schleichender Wandel, 15. Mai 2005
60 Jahre nach Kriegsende bedeuten einen Gezeitenwechsel, wie Frei im ersten Kapitel dieses Buches ausführt: Die letzten Zeitzeugen versterben, statt über deutsche Täter wird immer mehr über deutsche Opfer gesprochen, das Wort einer "selbstbewussten Nation" ist entstanden. Leider bleibt Freis Buch nicht bei der Frage, wie wir heute mit dem Dritten Reich und seinem Erbe umgehen, sondern verliert sich in einer historischen Analyse der letzten Jahrzehnte. Das Niveau ist hoch und der Stil oft trocken: So lässt das Buch weit weniger Leser aus dem Erdgeschoss der geschichtswissenschaftlichen Debatte zusteigen als vielmehr solche aus dem vierten oder fünften Stock.
- Arne Hoffmann -
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