Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kleine Leute, große Gefühle, 17. September 2002
Wer den ersten Roman von N.Scheuer, "Der Steinesammler", nicht kennt, sollte an diesem zweiten nicht vorübergehen. "Flussabwärts" hat nichts zu tun mit dem Narzissmus der so genannten neuen "Berliner Generation". Es ist ein Roman über ganz normale Leute in der Provinz. Nobert Scheuer ist ein Autor großer Gefühle, aber er rückt dem Leser nicht aufdringlich auf den Pelz. Er erzählt knapp, lakonisch, ohne Pathos,was die emotionale Wirkung noch verstärkt. Er ist ein melancholischer, aber kein sentimentaler Erzähler. Und er hat den wunderbaren Blick für Details, der einen guten Romancier auszeichnet. Wie der erste Roman, so spielt auch dieser in Kall, einem kleinen Ort in der Eifel, etwa 6o km südwestlich von Köln. Es gibt drei Hauptpersonen: Leo, der die Schule geschmissen hat, jetzt im Zementwerk arbeitet und sein Abitur im Abendgymnasium nachholt; seine Mutter Sanny, die sich mit einer stressigen Familie und Gelegenheitsjobs durchschlagen muss; und Lia, Mutter mit Kind und wechselnden Partnern, die sich am Ende als Halbschwester Leos herausstellt. Alle drei Figuren sind voller Lebenssehnsucht und müssen ständig über die Hindernisse klettern, die ihnen das Leben vorwirft: Scheiternde Liebe, Tod, Unglück. Das Buch wird aus dem Rückblick erzählt, als sowohl Leo als auch Lia Kall längst verlassen haben. Eine Hoffnungsperspektive? Das Buch lässt dies offen. Nicht nur die spröde Atmosphäre der Eifel und ihrer Menschen wird hier lebendig, am Schluss kann man wie bei jedem gelungenen Roman sagen: So ist das Leben! Unbedingt empfehlenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist wie es ist, und es kommt wie es kommt., 14. August 2005
Was Norbert Scheuer beschreibt, ist das Leben von ganz normalen Menschen in einem ganz normalen kleinen Eifelort. Die arbeiten in der Zementfabrik oder in einer Werkskantine, gehen auf Montage und versuchen, so gut sie es verstehen, ihr Leben zu meistern. Oft verstehen sie es nicht, sie mühen sich, sie scheitern, man hofft für sie und fühlt mit ihnen. Es ist auch der Entwicklungsroman eines Jugendlichen, der schließlich der Enge der Verhältnisse entkommt.Dass Kall, der Ort der Handlung, in der Eifel liegt, wäre nicht weiter wichtig, denn Provinz gibt es ja überall und sie existiert mehr in unseren Köpfen als auf unseren Landkarten. Aber ich kenne Kall, weil ich in einer kleinen Stadt ganz in der Nähe groß geworden bin und habe mir beim Lesen immer wieder gesagt: So ist es, das Leben in der Eifel - Kleinstadt. Danke, Norbert Scheuer.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lieblosigkeit, 19. August 2003
Von Ein Kunde
Sehr, sehr gut, wenn auch erschütternd. Mich fror es regelrecht beim Lesen dieser Atmosphäre von Gefühlskälte und Lieblosigkeit.
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