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Die Antiquiertheit des Menschen 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution: BD I
 
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Die Antiquiertheit des Menschen 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution: BD I (Taschenbuch)

von Günther Anders (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 353 Seiten
  • Verlag: Beck C. H.; Auflage: 2. A. in der Beckschen Reihe. (22. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406476449
  • ISBN-13: 978-3406476440
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,5 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 29.294 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Antiquiertheit des Menschen
OA 1956 /1980 Form Sachbuch Bereich Philosophie
In seinem philosophischen Hauptwerk entwickelt Günther Anders aus pessimistischer Weltsicht die These, dass die Menschheit nicht mehr Herr über die von ihr selbst geschaffenen Maschinen sei. Anders’ Lebensthema, das sowohl sein politisches Engagement als auch seine theoretische Arbeit motivierte, war die Verwüstung des Humanen, der Sprache und des Sozialen durch eine »Hypertrophie« der technischen Welt. In den späteren Jahren rückte zusehends die apokalyptische Bedrohung einer realen Vernichtung der Existenzgrundlagen des menschlichen Lebens in den Vordergrund.
Aufbau: Die Antiquiertheit des Menschen war dreibändig angelegt. Der erste Band mit dem Untertitel Über die Seele im Zeitalter der zwei-ten industriellen Revolution erschien 1956, der zweite, Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, fast ein Vierteljahrhundert später. Zu dem geplanten dritten Band kam es nicht mehr.
Inhalt: Der erste Band der Antiquiertheit des Menschen enthält vier philosophische Abhandlungen. Über prometheische Scham, eine theoretische Verarbeitung seiner Erfahrungen als Fabrikarbeiter, ist eine Untersuchung über die Stellung des Menschen zur technischen Welt, über die moderne »Scham«, als Naturwesen geboren, nicht technisch perfekt gemacht zu sein. Mit seinem zweiten Essay – Die Welt als Phantom und Matrize – hat Anders eine der ersten und fundiertesten Studien über die veränderte Wahrnehmung des Wirklichen durch die Medien Rundfunk und Fernsehen vorgelegt. Neben einer Interpretation des Dramas Warten auf Godot von Samuel R Beckett enthält das Buch schließlich die vermutlich bekannteste Arbeit des Autors, seine Abhandlung Über die Bombe und die Wurzeln unserer Apokalypse-Blindheit.
Als der zweite Band 1980 erschien, war für Anders das Zeitalter der Technokratie endgültig angebrochen. Die Technik sei, so seine These, zum Subjekt der Geschichte geworden, der Mensch nur noch mitgeschichtlich, antiquiert. Eine ungeheure Kluft liege zwischen der Welt des technisch Möglichen und Machbaren sowie dem Vermögen der Fantasie, sich die möglichen verheerenden Konsequenzen dieses obsessiven Fortschreitens vorzustellen. Wie im ersten Band variiert Anders auch hier die drei zentralen Motive seines Werks: Die Menschen sind der Perfektion ihrer Produkte nicht gewachsen. Sie stellen mehr her, als sie verantworten können. Sie glauben zu dürfen, was sie können.
Wirkung: Der akademischen Denkrichtung gegenüber skeptisch, blieb Anders ein Außenseiter der modernen Philosophie. Während Karl R Jaspers’ Schrift Die Atombombe und die Zukunft des Menschen von 1958 beträchtliches Aufsehen erregte, blieb der zwei Jahre ältere Aufsatz von Anders, wie viele seiner folgenden Studien, zunächst fast unbeachtet. Ein internationaler Bestseller von 1982, Das Schicksal der Erde von Jonathan Schell (*1943), enthielt, ohne den Namen von Anders zu nennen, viele Überlegungen, die zuvor präziser und konsequenter von Anders veröffentlicht worden waren. Erst durch die Anti-Atom- und die Friedensbewegung wurde schließlich auch die breitere Öffentlichkeit für jene Probleme sensibilisiert, die Anders schon früh behandelt hatte. K. L.


Kurzbeschreibung

Dieses Plädoyer für den Weiterbestand einer menschlicheren Welt, nein: leider bescheidener: für den Weiterbestand der Welt, habe ich geschrieben, als manche meiner eventuellen Leser noch nicht das gleißende Licht unserer düsteren Welt erblickt hatten. Sie werden erkennen, daß die revolutionäre, oder richtiger: katastrophale Situation, in die sie hineingeboren wurden und in der zu leben sie leider allzusehr gewohnt sind, nämlich die Situation, in der die Menschheit sich selbst auszulöschen imstande ist - daß dieses wahrhaftig nicht ehrenvolle Imstandesein schon vor ihrer Geburt eingesetzt hat, und daß die Pflichten, die sie haben, schon die ihrer Väter und Großväter gewesen sind. Ich schließe mit dem leidenschaftlichen Wunsche für sie und ihre Nachkommen, daß keine meiner Prognosen recht behalten werde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nie unantiquierter als jetzt, 26. April 1999
Von Ein Kunde
Entgegen der Meinung der alles und jedes exkulpierenden Soziologenzunft, der ja nichts Menschliches fremd ist (exemplarisch: Ulrich Beck - "Gerade weil Anders recht hat, ist sein Buch antiquiert") dürfen die Bücher von Günther Anders als allzeit aktuell gelten. Sicherlich müßten einige zeitspezifischen Vokabeln ausgetauscht werden, aber das ist eine zumubare Transferleistung. Ein scharfsinniges Opus von einem Menschenfreund, der sich verzweifelt gegen seine eigene Hoffnung wehrt. Wahrscheinlich in ein paar Dekaden als Prophetie erkannt - wenn es zu spät ist. Aber das ist es ja heute schon.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Denkanstoss für jeben, 19. Juli 2002
Auch nach Jahrzehnten hat die Aktualität dieses Buches keineswegs an Bedeutung verloren. Anders zeigt deutlich durch seine überpointiertheit, vor allem in dem Aufsatz über die Bombe der Apoklaypse-Blindheit, wie sehr der Mensch von der Maschinerie beherrscht wird und nicht mehr zu kontrillieren vermag, was er herstellt. Nie zuvor war die Menschheit in der Lage sich auf einem Schlag , ja nicht nur sich, sondern ales Leben auf diesem Trabanten, auszulöschen. Dieses Buch hat mir die Augen in dieser Beziehung mehr geöffnet und einige Denkanstösse gegeben. Auch die anderen Aufsätze z.B. über die industrielle 2.Revolution,bzw über die Rundfunk- und Fernsehwelt, sind allesamt eingetroffen. ein sehr empfehlenswertes Buch!
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