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Der Wurm Ouroboros
 
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Der Wurm Ouroboros (Taschenbuch)

von Eric R. Eddison (Autor)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Lübbe; Auflage: 2., Aufl. (28. Oktober 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404203194
  • ISBN-13: 978-3404203192
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 274.626 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieser Roman ist das letzte unentdeckte große Meisterwerk der modernen Fantasy, ein Epos, in dem die Sprache und Handlung zu einem Kunstwerk verschmelzen. Zusammen mit dem "Herrn der Ringe" hat es ein ganzes Genre geprägt. Krieg ist entbrannt im Lande Merkurien. Dem Heer des grausamen Königs Gorice von Hexenland stehen die Fürsten des Daemonenlandes gegenüber, von übermenschlichen Leidenschaften verzehrt, stolz und kühn. Nur wenn einer von ihnen den höchsten aller Berge zu erklimmen vermag, kann er das Mittel finden, um Gorice, dem mächtigen Feind, zu trotzen. Denn Gorice umgibt ein düsteres Geheimnis, das ihn fortleben läßt von Geschlecht zu Geschlecht - und zum Zeichen trägt der König einen Ring in Form des Wurm Ouroboros, des Drachen, der seinen eigenen Schweif verschlingt.


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Eric Rucker Eddison (1882-1945) war Schriftsteller und Gelehrter für Altnordisch und führte äußerlich ein unscheinbares Leben. Sein Schreibstil ist dekorativ, beschreibend, dicht gedrängt und ergeht sich in langen, zuweilen pathetischen Sätzen -- für heutige Leser nicht sonderlich attraktiv. Die Neuübersetzung orientiert sich nicht nur enger am Original, sondern bringt zahlreiche Erläuterungen. Diese Erklärungen herauszufinden, muß eine Menge Arbeit gewesen sein.

Handlung: Krieg ist entbrannt in Merkurien. Auf der einen Seite steht der grausame König Gorice von Hexenland mit seinem Heer, angeführt von den besten Strategen. Auf der anderen Seite stehen die Fürsten des Dämonenlandes, von übermenschlichen Leidenschaften verzehrt, doch stolz und kühn. Nur wenn einer von ihnen den Fuß auf den Gipfel des höchsten aller Berge setzt, von dem kein Sterblicher je zurückgekehrt ist, vermag er das Mittel zu finden, dem mächtigen Hexenkönig Paroli zu bieten. Denn Gorice umgibt ein altes, düsteres Geheimnis, das ihn unsterblich fortleben läßt. Er trägt einen Ring in der Form des Wurms Ouroboros, des Drachen, der seinen eigenen Schweif verschlingt -- Symbol ewigen Lebens.

Lessingham stammt von unserer Erde, wird aber irgendwie nach Merkurien verschlagen -- eine alternative Fantasy-Welt. Er beobachtet, wie sich der große Krieg anbahnt. Dabei scheinen den gegnerischen Parteien die Gründe für den Kampf viel weniger wichtig zu sein als die Tatsache des Krieges selbst. Obwohl die teilnehmenden Nationen nach bekannten Wesen wie Hexen, Dämonen, Ghouls und Kobolden benannt sind, unterscheiden sie sich von den bei John Ronald R. Tolkien vorkommenden Völkerschaften.

Lessingham verschwindet allmählich aus dem Bild, doch der Krieg geht weiter, bis Gorice, der Zauberkönig aus dem Hexenland, definitiv besiegt ist. Die versammelten Sieger, die einen schalen Geschmack in der Luft wahrnehmen, bitten allerdings die Götter, daß die Zeit sich wie der Wurm Ouroboros in den Schwanz beiße, auf daß sich der Konflikt wiederholen könne. Diese Bitte wird gewährt, und so kann alles von vorne beginnen.

Fazit: Solch einen Schluß hätten weder Tolkien noch sein Professoren-Kollege C.S. Lewis gut oder witzig gefunden. Die beiden stehen für christliche Fantasy, die sich dadurch auszeichnet, daß Gut gegen Böse kämpft, und der Konflikt mit einer Erlösung endet. Vertreter der beiden gegnerischen Seiten sind durch Farbkodierung deutlich zu unterscheiden. In Herr der Ringe gibt es beispielsweise zwei Turm-Paare: 1. den Turm von Isengard und den Schwarzen Turm Saurons, sowie 2. Minas Tirith und Minas Morgul.

Bei Eddison wird der Leser jedoch mehrfach schockiert: Durch anders angewendete Farbkodierung, andere Benennung von Wesen und die fehlende Erlösung am Schluß. Der Krieg ist kein spiritueller oder gar religiöser Kampf, sondern ein quasi ritterlicher Zweikampf um des schieren sportlichen Vergnügens willen -- für Tolkien praktisch Blasphemie! Daher wurde Eddison mehrmals mißverstanden. Dennoch ist Der Wurm Ouroboros von allen seinen Werken noch das lesbarste und beliebteste. --Michael Matzer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Von dero grandiosen Heroen, 6. Mai 2000
Von Ein Kunde
„Der Wurm Ouroboros" ist das Hauptwerk Edward Rücker Eddisons, eines britischen Autors aus der Hälfte des vergangenen Jahrhunderts: schon 1922 erschien der Wurm, also zehn Jahre bevor Tolkien den kleinen Hobbit ersann. In der Aufzählung der klassischen Fantasyromane wird der „Wurm" entweder gleich neben Tolkien gestellt oder überhaupt nicht erwähnt; ein Grund dafür mag sein, daß dieses Werk lange nicht auf Deutsch übersetzt wurde, es gemeinhin als unübersetzbar galt. Der Roman ist alles andere als leicht handzuhaben: es handelt von den Kriegen der „Dämonen" gegen die „Hexen" in der Phantasiewelt Merkurien, von den Feldzügen und Gefahren, die die Heroen beider Völker zu bestehen haben. Nichts, was man allgemein mit „Dämonen" oder „Hexen" verbindet, haben aber diese beiden Völker gemein, im Gegenteil, die Dämonen sind die rechtschaffene Seite hier, sie haben eine Anzahl prunkvoller Könige, Fürsten und Helden, während die Hexen ebensolche Fürsten und Haudegen ins Felde führen. Magie ist ihnen nicht geläufig, nur der König von Hexenland, Gorice, versteht sich auf die „Ergomantie" und beschwört in zwei Szenen Mächte der Finsternis. Und er besitzt einen Ring mit dem „Wurm Ouroboros", einem Drachen, der sich selbst in den Schwanz beißt, als Symbol für die ewige Wiederkehr. Von diesem wechselhaften Kampf handelt also das Buch, und das alles wird beschrieben mal im Stile der klassischen Heldensagen des Nordens, mal im Stile der Shakespearschen Dramen und dann wieder als griechische Sagen a la Ilias. Zudem verwendet der Autor eine derart eigenwillige Sprache, die ihresgleichen sucht. Es finden sich Größtenteils sehr schöne mittelalterliche Ausdrücke und Redewendungen darin, dann wieder Anspielungen auf griechische Götter, auf alte Verse in den Sagas, und mal schwenkt der Erzählstil ganz in die altenglische, mal in einen kunstvoll gedrechselten Mischmasch um. Tolkien hat ja später das Erschaffen von Sprachen perfektioniert, Eddison gefällt es, spielerisch damit umzugehen: eine durchgehende Linie sucht man vergebens, seine Erzählstil ist aber nichtsdestotrotz beachtenswert und immer wieder überraschend. Dazu kommt, daß die Schilderungen immer sehr ins Extreme gehen. Es ist kein Buch mit Taten von gewöhnlichen Menschen, sondern von Heroen sondergleichen: da ist alles prächtigste, prunkvollste, mächtigste und edelste, da wird der Pomp an den Fürstenhäuusern mit altertümlichen Fachausdrücken seitenlang geschildert, da wird der Schlachtenverlauf ausführlich dem Leser vermittelt, und es wird klar, in dieser Welt, da gibt es Helden im wahrsten Sinne des Wortes. Die Beschreibung der Landschaften sind ebenfalls faszinierend, immer wieder stößt man auf Wendungen, Beschreibungen in Eddisons Stil, an den man sich zwar relativ langsam gewöhnt, ihn dann aber um so mehr schätzt. Dieses Buch ist somit nichts für den eiligen Leser. Die Handlung ist zwar stellenweise spannend, aber nicht herausragend. Was das Buch zum Klassiker machte, das ist dieser erwähnte ungewohnte, mittelalterlich anmutende Stil, der nahezu einzigartig ist. Lediglich die Werke von Lord Dunsany sind ähnlich gehalten, wer die wunderbare Prosa dieses phantastischen Schriftstellers schätzt, dem wird auch der „Wurm Ouroboros" begeistern. Und, ja auch bei H.P.Lovecraft findet man solcher Art Phantastik: in seinen Traumlande-Novellen, wenn er von den goldenen Dächern von Celephais berichtet. In dem vorliegenden Bastei-Taschenbuch ist lobenswerterweise eine 50seitige Einführung von Paul Edmund Thomas dabei: sie ist unbedingt notwendig, will man den „Wurm" in seiner Gänze verstehen. Hier erfährt man auch Wissenswertes aus Eddisons Umfeld, über seine Vorlieben und seine Zeitgenossen. Und auch während des Romanes selbst stößt man immer wieder auf jede Menge Fußnoten, die zwar den Leseverlauf etwas hemmen, aber dann interessante Einblicke zu alten Wörtern oder Zitaten geben. Als Unterhaltungslektüre ist der „Wurm Ouroboros" nur bedingt geeignet und nur geduldigen Lesern empfohlen, wer jedoch um der Sprache wegen liest oder einmal wirklich ein außergewöhnliches Buch zur Hand nehmen will, einen Klassiker aus der Zeit, als das Wort Fantasy noch gar nicht existierte, dem sei der Wurm bestens empfohlen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ein epos aus der urzeit der fantasy literatur, 6. März 2000
Von Dennis Bauszus "Goldry" (London, UK) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
in der langen geschichte der fantasy literatur ist der "der wurm ouroboros" ein einzigartiges meisterwerk. ein heldenepos von gewaltiger größe. denn die helden sind keine menschen, sondern wesen mit gigantischen kräften. so kraftvoll wie eddison's archaische sprache, die einem alles irdische und moderne vergessen lässt. vor allem den vergleich zu anderen werken der fantasy literatur. der roman lässt sich vielmehr mit werken wie den niebelungen vergleichen. es ist ganz sicher kein buch für zwischendurch, dafür sind sprche und handlung zu kompliziert. es ist eine eingewöhnung an die sprache und fremdheit der welt merkurien, wohin uns der autor entführt, nötig um die charaktere und ihre taten voll zu verstehen. dann ist man jedoch gefangen in dieser unendlichen geschichte und will nicht eher zur ruhe kommen, bevor man alles weis. bitte lesen sie das gelungene vorwort erst nach der eigentlichen geschichte.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 15. Januar 2000
Von Ein Kunde
In Eddisons Wurm sehe ich neben dem Herrn der Ringe das Fantasybuch schlechthin.Die sprachlichen Fähigkeiten Eddisons sind gigantisch. Die Freude am lesen wird nur durch die teils verworrenen Gedankengänge und der noch immer schwachen Übersetzung beeinträchtigt.
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5.0 von 5 Sternen Geniales Fantasybuch
Positives:

+ Schreibstil: An alte Sprache angelehnt. Erzeugt eine tolle Atmosphäre und bleibt trotzdem flüssig lesbar. Sprachlich genial. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Oliver Schmid veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen !!!!unbedingt lesen!!!
Meine beiden Vorredner/schreiber haben eigentlich schon alles gesagt: Der Wurm Ouroboros ist ein gewaltiger, monumentaler Heldenepos, der durch die erfrischend ungewöhnliche Welt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2003 von ewarindstroem

5.0 von 5 Sternen Fantasy für Denker, Philosophen und Intelektuelle
Eddisson hatte eine Idee, einen Traum, eine Philosophie, ein Weltbild und das hat er in seiner wunderbaren und unverwechselbaren Art in diesem Werk niedergeschrieben
Am 28. Dezember 1999 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Schwierig
Jedem dem es gefällt fantasy in einem gehobenen Stil zu lesen würde ich dieses Buch nahelegen da es an sich sehr spannend ist aber ich persönlich mag es nicht jeden Satz zweimal... Lesen Sie weiter...
Am 8. April 1999 veröffentlicht

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