Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Suche nach der Wahrheit, 23. Mai 2009
Die Schriftstellerin Viktoria und der PR-Leiter des Stralsunder Meeresmuseums Roman erben von einem völlig Unbekannten eine kleine Villa an der mecklenburgischen Ostseeküste - unter der Voraussetzung, dort zwei Monate gemeinsam zu wohnen, da ansonsten das Erbe an eine Stiftung fällt. Was mit einer Zweckgemeinschaft beginnt endet schon bald in einer abenteuerlichen und spannenden Suche nach der Vergangenheit. Was hat es mit dem Haus auf sich und den Gemälden, die sie dort finden?
Corinna Kastner nimmt den Leser mit auf eine Reise an die mecklenburgische Ostseeküste der Gegenwart und lässt parallel dazu die mecklenburgische Ostseeküste des beginnenden 20. Jahrhunderts mit all seinem Konventionen und Zwängen wieder auferstehen. Gleich von der ersten Seite nimmt der Roman den Leser gefangen und lässt ihn nicht mehr los, atemlos hetzt er über die Seiten um zu erfahren, was damals wirklich geschehen ist um möglichst zeitgleich erfahren zu wollen, wie die Protagonisten der Gegenwart mit ihrer Zwangsgemeinschaft klar kommen. Dabei erlebt der Leser das Fischland in seiner schönsten Pracht, denn Corinna Kastner zeichnet ein so detailgetreues Bild der Halbinsel, dass man den Sand fühlt, den Wind spürt und das Meer riechen kann, wenn Roman und Viktoria das Fischland erkunden. Lebhaft und detailliert sind auch die Schilderungen der Ereignisse in der Vergangenheit, die durch Corinna Kastners bildhaften Erzählstil so lebendig werden, dass man beim Lesen ganz tief hineintaucht. Gerade dem Teil, der in der Vergangenheit spielt, kann man sich nur schwer entziehen, weil über ihm immer eine spürbare Bedrohung schwebt. Corinna Kastner fordert hier emotional viel von ihren Lesern, sorgt für den ein oder anderen Cliffhanger und schließt am Ende den Kreis mit einer verblüffenden und tragischen Auflösung. Der Spannungsbogen hält bis zur letzten Seite und grenzt fast schon an Körperverletzung, weil man über dem Lesen das Essen, Trinken und sonstige Bedürfnisse völlig vergisst. Dieses Buch lässt sich nicht aus der Hand legen, bis die letzte Seite umgeschlagen ist.
Müsste ich mich auf ein Genre festlegen, ich könnte es nicht. Hier verbinden sich die verschiedensten Elemente wie Reiseliteratur, Gesellschaftsroman, Sittengemälde, Krimi und Liebesgeschichte zu einem harmonischen Ganzen, egal aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Nicht jedem Autor gelingt eine solche Gratwanderung. Corinna Kastner hat sie perfekt gemeistert.
Mein erstes Buch von Corinna Kastner aber garantiert nicht mein letztes.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannender Roman mit einem wunderbaren Schauplatz!, 10. September 2009
Victoria Brand ist Schriftstellerin. Auf einer ihrer Lesereisen folgt ihr ein geheimnisvoller älterer Mann von Termin zu Termin, doch nur einmal spricht er sie an und bittet sie um ein Autogramm. Für Johanna.
Einige Zeit später wird Victoria sich fragen, wer wohl diese Johanna war. Denn der Mann ist verstorben, aber in seinem Umfeld gibt es niemanden, der Johanna heißt. Und ausgerechnet dieser Mann vererbt nicht der ominösen Johanna, sondern ihr, Victoria eine kleine alte Stadtvilla. Genauer gesagt, die Hälfte. Denn die andere erbt ein ihr fremder Mann namens Roman, der PR-Leiter des Stralsunder Meeresmuseums ist. Die beiden erhalten die Auflage, zwei Monate lang gemeinsam in diesem Haus zu leben, nur dann gehört es ihnen.
Am Anfang zieht sich der Roman ein wenig in die Länge. Und der geheimnisvolle Fremde ist ausgerechnet ein Rechtsanwalt gewesen, der Kompagnon von Victorias Ex und ihrer besten Freundin. Vielleicht ein paar Zufälle zuviel.
Doch dann ergeben die Anfangsszenen und die nebenbei eingebauten Informationen im Fortlauf der Geschichte einen Sinn und die Spannung steigt, als Victoria und Roman das Haus beziehen. Es lohnt sich also auf jeden Fall durchzuhalten und weiter zu lesen.
Die beiden versuchen hinter das Geheimnis ihres Erbes zu kommen. Denn sie haben sich nicht nur nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammengerauft, sondern sich in den Kopf gesetzt, herauszufinden, warum ihnen das alte Haus vererbt wurde, welches Geheimnis es birgt.
Nach langer Suche entdecken sie tatsächliche eine verborgene Kammer und - ich will nicht zuviel vorwegnehmen, aber das Kapitel aus Sicht eines Tagebucheintrags hat es in sich.
Dieser Perspektivwechsel in der Erzählweise hat mir gut gefallen. Für mich der spannendste
Teil im ganzen Roman.
Gegen Ende fand ich die vielen Namen und Verwandtschaftsverhältnisse sehr anstrengend und verwirrend. Es gibt eine unerwartete Auflösung, wobei ich das ein wenig zuviel des Guten" empfand.
Schöne Ortsbeschreibungen der mecklenburgischen Seenplatte, die nicht zu lang sind, runden die Geschichte, die das Leben dreier Generationen einbezieht, zu einem Gesamtwerk ab. Eine unterhaltsame Geschichte, das Taschenbuch mit einem schön gestalteten Titel.
(I)
Der Lesetipp von Lady`s Lit
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Geheimnis des "alten Patriarchen", 19. September 2009
Stralsund im Sommer 2007. Die junge Schriftstellerin Viktoria Brand beendet ihre Lesereise und hängt noch ein paar Tage Urlaub im benachbarten Wustrow an. Bei einem Spaziergang entdeckt sie das Bild einer unbekannten Künstlerin, das sie sofort fasziniert kauft. Wieder daheim erfährt sie, dass der Kanzleipartner ihrer besten Freundin verstorben ist und der alte Herr ihr und einem ihr fremden Mann ein Haus mit Namen "Kranichburg" in Wustrow vermacht hat. Einzige Auflage: Sie muss mit Roman Marendorff zwei Monate zusammen in der Kranichburg leben. Obwohl sich weder Viktoria noch Roman einen Reim darauf machen können, warum ausgerechnet sie das Haus erben sollen, erklären sie sich doch mit den Bedingungen einverstanden und ziehen in die Kranichburg. Und hier entdecken sie ein Geheimnis, dass bis weit in die Vergangenheit zurückreicht, in der auch das Bild, welches Viktoria so fasziniert hat, eine Rolle spielt.
Ich bin mir immer noch nicht so sicher, in welches Genre dieses Buch passt. Der Autorin ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, dass gleichzeitig Krimi, Liebesroman und Familiensaga ist. Der Verlag bezeichnet das Buch als Romantik-Thriller, obwohl Thriller dann in meinen Augen doch etwas anderes ist. Aber über eins war ich mir nach den ersten Seiten absolut sicher: Hier einen wirklich exzellent geschriebenen Roman in den Händen zu halten.
Corinna Kastner beherrscht es perfekt einen sofort an das Buch zu fesseln. Ihr Schreibstil ist lebendig und so bildhaft, dass man sich problemlos die Gegend um Stralsund und vor allem die Kranichburg mit ihrem verwunschenen Garten vorstellen kann. Gleich schon zu Anfang versteht sie es geschickt, die Neugier ihrer Leser zu wecken. Und auch, wenn es ein wenig dauert bis die Story dann richtig losgeht, wird es einem zu keiner Zeit langweilig. Ab etwa der Mitte des Buches erhält die Geschichte noch einen zusätzlichen Handlungsstrang, der zu Anfang des 20. Jahrhunderts spielt und die Geschichte von Marie und Doro erzählt. Und ab diesem Zeitpunkt ist es fast unmöglich, dass Buch noch aus der Hand zu legen. Während des Lesens ist man ständig am Miträtseln, wie nun die Geschichte rund um Marie und Doro weitergeht und welche Geheimnisse unbedingt verborgen bleiben sollen. Das Ende ist dann wirklich überraschend und teilweise nicht voraussehbar.
Mühelos gelingt es Corinna Kastner auch, ihren Charakteren Konturen zu geben. Ihre Protagonistin Viktoria beschreibt sie als eine Frau Mitte Dreißig, die recht erfolgreich ihrem Beruf als Schriftstellerin nachgeht, außer ihrer besten Freundin Melli so gut wie keine Freunde hat und gerade eine langjährige Beziehung mit Melli's Bruder Henrik beendet hat. Roman ist ein erfolgreicher PR-Berater, der momentan im Meeresmuseum in Stralsund arbeitet und anfangs sehr undurchsichtig und verschlossen, ansonsten aber als sympathischer Mann Ende Dreißig dargestellt wird. Natürlich darf die obligatorische Liebesgeschichte zwischen den Beiden nicht fehlen, diese ist aber eher zweitrangig, im Vordergrund steht eindeutig die Auflösung um Maries rätselhaftes Leben.
Fazit: Corinna Kastner hat mit "Die verborgene Kammer" einen überaus spannenden und mysteriösen Roman geschrieben, der einen mühelos von der ersten Seite an fesselt.
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