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157 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fesselnde Familiensaga, 17. Juli 2007
Helen, Gouvernante in London, hat die Hoffnung auf eine eigene Familie fast aufgegeben, als sie auf eine Anzeige im Kirchenblatt stoesst. Die Gemeinde in Christchurch, Neuseeland, sucht Frauen fuer einsame, "wohlbeleumundete" Mitglieder. Nach kurzem Briefwechsel mit "Countrygentleman" Howard O'Keefe reist Helen nach Christchurch - natuerlich auf dem Zwischendeck, sie verdient sich die Reise durch die Betreuung einiger Waisenmaedchen.
Auf dem Schiff lernt sie dann Gwyneira Silkham kennen, eine junge Adelige aus Wales, die ihren kuenftigen Schwiegervater Gerald Warden nach Neuseeland begleitet. Gwyneira reist Erster Klasse, fuehrt Hund und Pferd mit sich - und scheint auf den ersten Blick so gar nichts mit Helen gemeinsam zu haben. Allerdings reist auch sie zu einem Gatten, den sie bislang nicht kennt, und Gwyns Brautwerbung ist noch ungewoehnlicher verlaufen als Helens: Gerald Warden gewann ihre Hand beim Kartenspiel!
Gwyneira haette das natuerlich ablehnen koennen, sucht jedoch das Abenteuer. Waehrend Helen sich nach einem behaglichen Leben sehnt, trauemt Gwyn von einem aufregenden Dasein als Pionierin an der Seite ihres Gatten.
Tatsaechlich erfuellen sich weder die Hoffnungen der einen, noch der anderen. Gwyneira findet sich in einem Herrenhaus wieder, das dem ihres Vaters in nichts nachsteht, und soll nun das Maori-Personal schulen und moeglichst bald mit Englischer Kueche vertraut machen. Helen dagegen landet in einem Blockhaus, weit entfernt vom naechsten Ort, und kaempft mit den Widrigkeiten eines primitiven Haushalts. Ihr Mann erweist sich als ungebildet und schwierig, zeugt aber umgehend einen Sohn, waehrend sich Gwyns Gatte Lucas zwar aeusserst kultiviert gibt, aber wenig Interesse an seiner jungen Frau zeigt. Gwyn geraet bald unter Druck, laesst doch der erwartete Erbe auf sich warten.
Es ist aeusserst spannend und auch sehr vergnueglich zu lesen, wie Gwyn und Helen ihre Probleme schliesslich loesen und welche Konsequenzen das fuer ihr weiteres Leben ergibt. 'Im Land der Weissen Wolke' erzaehlt die Geschichten ihrer Familien ueber drei Generationen. Geschichten von Freundschaft und Liebe, Feindschaft und Hass, romantisch, traurig, manchmal komisch ... Das Buch bietet ein pralles Lesevergnuegen, 800 Seiten, von denen keine langweilig ist.
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66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Fesselnde Familiensaga vor dem Hintergrund Neuseelands des 19. Jhdt., 16. Juli 2007
Ja, ich gebe es zu, manchmal ist mir nach einem Buch, das mich wegträgt in eine ferne Welt, das aber gut erzählt ist, am Besten eine Familiensaga wie z. B. die älteren Romane von Barbara Wood, Patricia Shaw, Jennifer Donnelly, Nancy Cato, etc.. Geht es Ihnen auch so? Dann sollten Sie sich den Roman "Im Land der weißen Wolke" von Sarah Lark besorgen, der genau das richtige Buch für solche Momente ist.
London, 1852. Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an, Lady Gwyneira, Tochter eines Landlords, ist dem Sohn eines neuseeländischen "Schafbarons" versprochen, die Gouvernante Helen ließ sich mangels Mitgift für die Eheschließung mit einem ihr unbekannten neuseeländischen Farmer anwerben und begleitet auf der Reise nach Neuseeland einige Waisenmädchen, die als Angestellte vermittelt wurden. Beide Frauen wissen nicht, was die Zukunft in dem ihnen als Paradies geschilderten Land bringen wird.
Sarah Lark erzählt uns die Geschichte zweier Familien, deren Vergangenheit und Zukunft untrennbar miteinander verbunden sind und Emotionen wie Liebe, Vertrauen, Hass und Rachsucht hervorrufen. Auch wenn sie nicht die düster-eindringlichen Bilder heraufbeschwört wie sie uns Jane Campion in ihrem Film Das Piano" gezeigt hat, wurden doch in ihrer Beschreibung der neuseeländischen Siedler im 19. Jahrhundert Erinnerungen an diesen Film bei mir wach. Die Familiensaga steht in Sarah Larks Debütroman im Vordergrund, dennoch hat die Autorin vieles über Land, Leute, Geschichte und politische Situation, Flora und Fauna Neuseelands in ihren Roman eingeflochten. Wer sich mit Neuseeland bisher noch nicht auseinandergesetzt hat, wird sicherlich einige Anregungen zur weiteren Recherche bekommen. Gesellschaftskritische Ansätze sind vorhanden, bilden aber keinen Schwerpunkt im Roman. Die Familiensaga selbst wartet leider eher mit wenig Überraschungen auf, was dem Lesefluss aber keinen Abbruch tut, selbst voraussehbares liest sich angenehm, wenn es in einer so flüssigen und ansprechenden Sprache formuliert ist.
"Im Land der weißen Wolke" ist eine sprachlich schön und fesselnd erzählte Familiensaga, leichte Kost ideal zum Entspannen - genau das richtige für einen Regensonntag nach einer stressigen Woche. Aber Vorsicht: es ist besser Sie planen für dieses Wochenende keine Besuche o. ä. ein, die knapp über 800 Seiten vergehen zwar wie im Flug, nehmen aber natürlich ein wenig Lesezeit in Anspruch...
Wie gut, daß Sarah Lark schon an ihrem nächsten Neuseelandroman arbeitet!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende Geschichte über zwei Frauen, die nach Neuseeland auswandern, 6. Januar 2010
Der Roman von Sarah Lark ist eine spannende Familiensaga über Aufbruch, Liebe, Hass, Glück, und Hoffnung, mit zwei jungen Frauen, die nach Neuseeland auswandern. Das Besondere daran ist, dass wir uns im Jahr 1852 befinden und die Frauen eine beschwerliche Reise mit dem Schiff von England nach Neuseeland unternehmen. Wobei die Unterschiede der beiden nicht größer sein kann. Die eine dient als Hauslehrerin in einer Familie der Londoner Oberschicht, die andere ist die Tochter von Lord Silkam. Helen, die Hauslehrerin, möchte gerne heiraten und bewirbt sich freiwillig aufgrund eines Schreibens einer Vermittlerin darum, in Neuseeland einen ihr nicht bekannten Mann zu heiraten. Gwyneira, die nicht so recht in die adligen Kreise ihrer Familie passt, bzw. sich nicht anpassen möchte, geht ebenfalls freiwillig dorthin, als Wettschuld Ihres Vaters an den Schaf-Baron Gerald Warden. Dieser möchte sie mit seinem Sohn verheiraten. Dann nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Eine spannende Geschichte mit viel Gefühl zweier Familien, repräsentiert durch die beiden Frauen, deren Schicksal eng miteinander verbunden ist. Aber auch andere Personen, die die beiden kennen, kreuzen immer wieder ihren Weg und geben dem Schicksal eine andere Wendung. Es bleibt spannend bis zum Schluss, ob sich die Sehnsüchte und Wünsche der Frauen erfüllen. Trotz der 813 Seiten wird es nie langweilig und ist eine sehr schöne Urlaubslektüre. Außerdem bekommt man eine Ahnung, wie die Besiedelung um 1850 in Neuseeland durch die Engländer stattfand, ohne dass der Roman auf echten Fakten beruht.
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