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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich auf deutsch, in Amerika längst Kult!, 21. Mai 2003
Von Ein Kunde
Anita Blake genießt geradezu einen legendären Ruf in St. Louis. Immerhin arbeitet sie als "Animator" und Vampirjägerin und sie lebt in einer ungewöhnlichen Welt, denn Vampire sind mittlerweile als Wesen anerkannt worden und werden durch Gesetze geschützt. Als Animator erweckt Anita Zombies, so haben Lebenden die Möglichkeit noch einmal mit einem Verstorbenen zu kommunizieren. Und als Vampirjägerin tötet sie die Geschöpfe der Nacht, denn gegenüber vielen anderen Menschen, ist Anita keine Vampir-Symphatisantin. Sie weiß sehr wohl um die Gefahren, der ihre Welt jetzt ausgesetzt ist.In St. Louis sind sehr viele Vampirmorde verübt worden, was ungewöhnlich ist. Denn normalerweise darf ein Vampir nur mit einem gerichtlichen Beschluss getötet werden. Und allein schon wie die Vampire getötet wurden, wirft viele Fragen auf. Als die Vampire selber sie beauftragen wollen die Morde zu untersuchen, lehnt sie kategorisch ab. Aber mit den Untoten ist nicht zu spaßen, und so wird Anita gezwungen, sich auf die Suche nach dem Vampirmörder zu machen. Dabei begegnet sie wieder einmal dem Nachtclubbesitzer Jean-Claude, einem Vampir mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Als Anita jedoch Nikolaos, der ältesten Vampirin und Master sämtlicher Untoter in St. Louis gegenüber steht, lernt sie das Jean-Claude fast harmlos ist gegen dieses tausend Jahre alte Wesen. Tagsüber versucht Anita das Rätsel um die brutalen Morde zu lösen, und des Nachts, wenn die Vampire sich unter die Menschen mischen, muss sie um ihr Leben fürchten, denn Nikolaos scheint sich nicht an das gegebene Versprechen halten zu wollen. Wird Anita die Nerven behalten und diesen Fall lösen können? Wer eine brave Vampirstory erwartet, den muss ich leider warnen, "Bittersüsse Tode" ist eindeutig ein Horror-Roman. Es gibt jede Menge abartige Szenen mit Wer-Ratten, Ghouls, Zombies und anderen Wesen und Blut fließt auch genug. Andererseits wer sich davon nicht abschrecken lässt, den erwartet eine ungewöhnliche Geschichte die mit ihrer faszinierenden Handlung den Leser geradezu an die Seiten fesselt. "Bittersüsse Tode" ist Teil 1 der Serie um die Vampirjägerin Anita Blake!
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr guter Einstand mit verschenktem Ende, 9. Mai 2006
Der Vampir-Roman »Bittersüße Tode« aus der Feder von Laurell K. Hamilton ist neu in der Reihe »Bastei Lübbe Stars« als Taschenbuch zum Preis von nur 4,99 Euro erschienen. Grund genug also, diesen ersten Band um die taffe und überaus menschliche Vampir-Jägerin Anita Blake unter die Lupe zu nehmen.
Anita Blake, die für den geldgierigen Betreiber von Animators Inc. in St. Louis arbeitet, versieht im Grunde zwei Jobs.
Zum einen ist sie eine sehr talentierte Reanimatorin. Dies bedeutet, dass sie Tote zum Leben erweckt, also Zombies erschafft. In einer Welt, in der Vampire, Untote und ähnliche Wesen zum Alltag der Menschen gehören ist dies ein einträglicher Beruf. Gründe, um einen Verstorbenen zumindest kurzfristig zu erwecken gibt es schließlich viele. Und sei es nur, um ihn nach einem unklaren Passus in seinem Testament zu befragen.
Daneben ist Anita Blake aber auch als Kopfgeldjägerin tätig. Nur, dass sie keine Kautionsflüchtlinge verfolgt, sondern die von einem ordentlichen Gericht zum Tode verurteilte Vampire. Gerade diese Tätigkeit brachte ihr den Spitznamen Scharfrichterin ein, den sie auch mit einem gewissen Stolz trägt. Schließlich hasst sie Blutsauger und zu einem gewissen Grad auch jene, die sich mit ihnen abgeben.
Umso erstaunter ist Anita daher, als der Obervampir von St. Louis mit der Bitte an sie herantritt, eine brutale Mordserie unter den Blutsaugern der Stadt zu untersuchen. Um seiner Bitte Nachdruck zu verleihen, nimmt er Anitas Freundin als Geisel und setzt der Reanimatorin zudem eine Frist, innerhalb derer sie die Taten aufklären und ihm den Namen des oder der Mörder nennen muss. Schafft sie es nicht, tötet der Vampir ihre Freundin.
Also macht sich die Scharfrichterin auf, das Rätsel zu entschlüsseln. Ganz nebenbei sucht sie zudem nach einer Möglichkeit, dem Obervampir und seinen Getreuen den Garaus zu machen. Beide Aufgaben sind alles andere als leicht zu bewältigen und mehrfach gerät sie dabei in tödliche Gefahr. Aber zum Glück hat sie Freunde, die ihr zur Seite stehen. Tatkräftig, oder auch nur mit wertvollen Informationen. .
Laut Klappentext ist Laurell K. Hamilton die zurzeit erfolgreichste Horror-Autorin in den USA. Auch wenn die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken in keiner Weise den eigentlichen Inhalt des Buches widerspiegelt, glaube ich diese Behauptung gerne.
Um es kurz zu sagen – dieses Buch wusste mich von der ersten bis zur letzten Seite zu unterhalten.
Hamilton schreibt auf eine sehr legere Art. Ihre Heldin erzählt rückblickend von ihrem Fall und zwar in der ersten Person. Dies ist nicht ungewöhnlich, schrieb doch auch Ann Rice ihre Vampir-Romane in dieser Form. Durchaus bemerkenswert ist jedoch der Sarkasmus und die Kaltschnäuzigkeit, die Hamilton ihrer Protagonistin mit auf den Weg gibt. Sie schafft mit Blake eine Heldin, die durchaus ihre Schwächen hat – und das auch offen zugibt. Keine Superfrau, keine Kriegerin also, die in jeder Situation eine Lösung parat hat. Sie fürchtet sich vor der ihr liegenden Aufgabe, sie fürchtet sich vor den Wegen, die sie einschlagen muss und auch vor etwaigen Konsequenzen, die sich aus diesem Vorgehen ergeben könnten. Aber genau das macht die Protagonistin so sympathisch. Zumal sie auch dann Galgenhumor beweist, wenn es ihr gerade an den Kragen geht.
Ein besonderer Pluspunkt geht auch an die ungewöhnliche Idee, die diesem Band (und allen weiteren Bänden der Serie) zugrunde liegt. Untote, die ihre Rechte einklagen. Tote, die mal kurz in Zombies verwandelt werden, damit sie Fragen zu ihrem Testament beantworten können und Menschen, die sich in Vampire verlieben und mit ihnen in einer Wohnung leben. Die Welt, die Hamilton hier schafft und sowohl in unserer Zeit als auch in unserer Realität beheimatet ist, bietet dem Leser einen sehr ungewöhnlichen Background. Zum anderen wirft sie – rein hypothetisch – interessante Fragen auf. Vampire sind keine Menschen. Aber sind sie Leute mit Rechten? Und darf man einen Polizisten aus dem Staatsdienst entlassen, nur weil er gestorben und als Blutsauger zurückgekehrt ist? Auf sehr subtile Art werden Bürgerrechtsfragen auf eine völlig neue Ebene gehievt. Damit gelingt der Autorin etwas, das man wahrlich selten findet.
Ein Roman also, der rundherum perfekt ist?
Nein, leider nicht. Mal abgesehen davon, dass es wohl keine perfekten Romane gibt, hat auch dieser hier seine Schwächen. Für das größte Problem des Romans kann die Autorin jedoch nichts, denn es betrifft die Übersetzung ins Deutsche. Hier hätte man bedeutend mehr Sorgfalt walten lassen müssen. Die Sätze klingen teils merkwürdig, manche Redewendungen passen nicht. Ein besserer Übersetzer hätte ein wesentlich besseres Buch hervorgebracht.
Der zweite Minus-Punkt betrifft den Schluss. Der Roman entwickelt sich rasant und strebt permanent dem Höhepunkt entgegen. Aber gerade dann, wenn man ein furioses Finale erwartet, ist es plötzlich mit einer schlichten Aktion vorbei. Der erhoffte und erwartete Knalleffekt bleibt aus. Dies macht sich im ersten Moment nicht einmal sonder stark bemerkbar. Aber wenn man dann das Buch zur Seite legt und den Schluss in Gedanken noch einmal rekapituliert, fühlt man sich plötzlich um das Feuerwerk betrogen, auf das man die ganze Zeit gewartet hat. Damit gleicht das Buch einem Dinner, dessen letzten Gang man schlingt und am Ende den köstlichen Geschmack der Mouse au Chocolate mit einem Schluck Mineralwasser von der Zunge spült.
Fazit:
Bittersüße Tode ist ein actiongeladener Roman, der auf einer wirklich ungewöhnlichen Idee basiert. Sofern man sich auf den Plot einlässt, wird man mit 397 Seiten praller Unterhaltung, Action und sarkastischem Humor belohnt. Die Schwächen können teils durch Kauf des englischen Originals ausgemerzt werden. Das schale Gefühl aufgrund des schwachen Schlusses am Ende des Romans kann die Lust auf den nächsten Band nicht tilgen. Wer Anita Blake und ihre Autorin noch nicht kennt, sollte hier unbedingt zugreifen. Allein schon, weil 4,99 Euro kein Risiko darstellen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bester Vampirroman aller Zeiten, 3. September 2004
Mit diesem Buch began mein "Vampir-roman-wahn". Als ich dieses Buch geschenkt bekam, war ich zunächst etwas skeptisch aber schon nach den ersten paar Seiten konnte ich es nicht mehr aus den Händen legen. Selten habe ich mit irgendeinem Buchcharakter so mit gefühlt/gefiebert als mit jenen in diesem Buch. Es spiegelt gradezu die magische Anziehungskraft der Vampire wieder und verleiht jedem Charakter seine ganz eigenen Wesenszüge, so dass das Buch aufkeinen Fall schnulzig oder gar "typisch" wirkt. Man könnte sich förmlich in Anitas (evtl.) Schwarm Philip verlieben und trauert regelrecht mit, wenn Anita ihn am Ende ....(lest es selber)! Nach diesem Buch habe ich leider vergeblich versucht, einen ebenwürdigen Vampirroman zu finden, der genau so spannend, erotisch (ohne, dass auch nur viel darüber erzählt wird), anziehend und gefährlich zugleich wirkt (nicht dass es nicht auch andere gute gäbe aber sie sind nicht genau so gut). Ein muss für jeden Vampirfan oder Leute, die dem noch skeptisch gegenüberstehen!!! (Ich habe mir den noch nicht erschienenen Folgeroman schon vorbestellt)
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