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Nabokovs Katze
 
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Nabokovs Katze (Gebundene Ausgabe)

von Thomas Lehr (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 511 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 3. Aufl. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351028695
  • ISBN-13: 978-3351028695
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 860.055 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 10 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Junge Literatur (deutschspr.) > Lehr, Thomas

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Thomas Lehr, ein junger Berliner Autor, hat bereits für seinen ersten Roman Zweiwasser oder die Bibliothek der Gnade den Rauriser Literaturpreis für die beste deutschsprachige Erstveröffentlichung erhalten.

Georg und sein Freund Hermann experimentieren im milchgesichtigen Alter von fünfzehn Jahren mit LSD. Für Georg endet diese Phase der Pubertät mit einem Horrortrip. Nach seinem Krankenhausaufenthalt trifft er Camille, ebenfalls fünfzehn. Sie wird seine erste Freundin, und die beiden halten in den nächsten zwanzig Jahren ihr platonisches Band der Freundschaft aufrecht, das immer wieder bei ihren Besuchen vor sexueller Spannung vibriert.

Georg schlägt sich mit Sartres Das Sein und das Nichts herum, verschreibt sich der Mathematik und wandert von der reifen Lisa zu Brigitte und lebt während seiner Zeit im Zivildienst eine Weile mit Stella zusammen. Für seine Beziehung zu Frauen hat Camille Maßstäbe gesetzt, die auch Maria, die angehende Architektin, nicht befriedigen kann. Mit ihr lebt Georg während seines Studiums in Berlin. Dort verwirklicht er einen Jugendtraum: Er dreht seinen ersten Film. Endlich scheint er am Ziel seiner Suche angekommen zu sein.

Die Faszination von Nabokovs Katze liegt neben der intensiven Sprache, die in keiner Zeile angestrengt wirkt, im fein schattierten historischen Hintergrund. Thomas Lehr beschreibt das Leben der "Nach-68er-Generation", der er selbst angehört, ungeheuer treffend -- es stimmt einfach alles: von den diskutierten Büchern, der Musik, bis zu den Bildern im Fernsehen und der IKEA-Einrichtung in der Studentenbude. Bitte mehr Autoren dieses Kalibers. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Der erste LSD-Trip, den der fünfzehnjährige Georg einwirft, wird zu einer Horrorreise, die er nur mit knapper Not überlebt. Er schwört sich, dass von nun an "sehen und denken können" als wirkliche Rauschzustände sein Leben bestimmen sollen. Da jedoch begegnet ihm Camille, und noch fünfundzwanzig Jahre später erscheint sie ihm als die wirkungsvollste und gefährlichste Droge seines Lebens.
"Nabokovs Katze" ist die Geschichte einer Besessenheit, eine ironische und cineastische Abhandlung über das Kopfkino männlicher Sexualität, die über die Frau und das Bild der Frau nachdenkt und wie nebenbei auch etwas über die Nach-68er-Generation erzählt, "die stets zu klug war, um an irgend etwas zu glauben."

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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Penetro ergo sum, 14. Januar 2006
Von Joachim Albrecht (Bamberg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Nabokovs Katze (Broschiert)
Schreiben darüber schlechte oder nur mäßige Schriftsteller, wird es Pornographie. Den wahren Großen gelingen jedoch über dieses Thema oft kleine Meisterwerke, die mit Pornographie nichts, dafür um so mehr mit großer Literatur zu tun haben. Thomas Lehr, das hat er bewiesen, ist einer der interessantesten gegenwärtigen Schriftsteller deutscher Sprache. In "Nabokovs Katze" geht es über 500 Seiten und acht Kapitel nur um eine Causa: Die amourösen Abenteuer eines Helden mit Namen Georg, der mit 16 seine Unschuld verliert, über Jahrzehnte der großen Liebe seiner Jugend nachtrauert (Camille heißt sie, wird aber auch Beatrice genannt), sie aber trotz mehrerer gemeinsam verbrachter Nächte in gleichen Zimmern oder Wohnungen nie bekommt. Dafür stolpert er ersatzweise durch die Betten zahlreicher anderer Frauen. Aber eben nie in das der verflixten Beatr…, pardon: Camille.
Thomas Lehr ist ein Meister der Sprache. Gegenwärtig kann niemand so überzeugend und suggestiv schreiben wie er. Nur 500 Seiten über ein einziges Thema (Sex, Sex und wieder Sex) überfordern auch mit der Zeit ein Sprachgenie wie ihn. Der Anfang von Georgs Lebensweg in der nie mit vollem Namen genannten pfälzischen Kleinstadt S. (S steht für eine Stadt, nicht für eine Handlung mit gleichem Anfangsbuchstaben, nur um Mißverständnisse auszuschließen), wie er nach der erfolglosen körperlichen Annäherung an Camille und der erfolglosen intellektuellen Annäherung an Sartre sich durchs Leben masturbiert und penetriert ist ganz toll und gehört zum Besten, was in den letzten Jahren von deutschsprachigen Autoren verfaßt worden ist. Es folgen die Berliner Studienjahre, in denen Georg weiter penetriert und (schon etwas weniger) masturbiert. Die Studiererei hängt er nach einiger Zeit an den Nagel, um sich ganz seiner Passion, dem Filmemachen, zu widmen. Aus Georg, dem verhinderten Kleinstadt-Mathematiklehrer wird schließlich ein leidlich erfolgreicher Berliner Regisseur, der durch die Wohnungen diverser LAGs (Lebensabschnittsgefährtinnen) hopst und seiner Jugendliebe Camille nachtrauert. ("Vergiß doch die alte Transe endlich!", möchte der Leser Georg zurufen, den dessen Camille-Obsessionen langsam auf den Senkel gehen.) Einzige Ausnahme in dem ewigen Kreislauf des Rein-Raus ist eine Szene in einem Hotel in Mexiko-City, wo Georg an sich selbst mangels weiblicher Partner Hand anlegen muß. Leider vergißt er die Tür abzuschließen, so daß eine Urlaubsbekanntschaft (weiblich, Amerikanerin, aufgewachsen in Wien und Berlin, Psychoanalytikerin – was denn sonst?) ins Zimmer stürzt: "Mein Gott", schreit sie. "Laß mir was übrig, nicht so schnell, warte!" Von da ab weiter wie gewohnt. Kurz und gut: Georg ist der typische homo sexualis. "Ich penetriere, also bin ich", müßte sein Lebensmotte lauten. Für einen 500-Seiten-Wälzer ist das zu wenig. Spätestens ab der Mitte des Buches nervt Georg den Leser, der mehr als eine intellektuelle Variante des Beate-Uhse-Katalogs erwartet. "Nabokovs Katze" ist ein auf hohem Niveau gescheiterter Roman eines ganz tollen Schriftstellers.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Den einen bewegt's, den anderen nicht, 19. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Nabokovs Katze (Taschenbuch)
Für mich war das Buch eine Offenbarung - sozusagen als bessere Fortsetzung von Andrea Di Carlos "Zwei von zwei", weil es genau meinem Lebensgefühl entsprach (bin 1958 geboren, und damit kein 68er mehr). Ganz genau so habe ich in verschiedenen Lebensphasen (70er, 80er, 90er) gedacht und meine Umwelt empfunden.

Das Buch gibt eine faszinierende Beschreibung des Zeitgeistes im Wandel der letzten 30 Jahre. Die vielen Erotikszenen fand ich ausgesprochen anregend.

Insgesamt ein Männerbuch, für eine bestimmte Generation. Dafür ist es fantastisch.

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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Wie man einen erotischen Traum pflegt, 2. Juni 2005
Diese Rezension stammt von: Nabokovs Katze (Broschiert)
Manchmal wirkt es fast gekünstelt, wie der Held Georg auf den verschiedenen Stationen seines Lebens immer wieder seine erste Liebe als erotischen Traum und Inspiration heraufbeschwört. So inszeniert er quasi fortlaufend sich selbst und seine Geliebten als Ereignisse, deren Nabelpunkt doch immer eine Begegnung in einer namenlosen Kleinstadt irgendwo in Deutschland bleibt.

Lehr schafft es so, eine durchschnittliche bundesrepublikanische Biographie aus dem Gewöhnlichen zu heben. Und das überwiegend lesbar und sexy. Daß Frauen in diesem Roman nur Projektionfläche für selbstgefällige und oft banale Männerphantasien sind, ist leider das große Manko dieses nicht immer geistreichen Buchs.

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3.0 von 5 Sternen Der Anfang fesselte, der Schluss frustierte
Schnell hatte ich mich mit der Hauptperson des Romans, Georg, identifiziert, Jugenderinnerungen wurden wachgerüttelt, eigene Gedanken und Wünsche wurden wiedererkannt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2001 von okker

5.0 von 5 Sternen Ungewoehnlich realistisches Buch
Zwar hat mir das Buch auch gegen Ende nicht mehr so gefallen, doch ansonsten fand ich es sehr gut beschrieben. Lesen Sie weiter...
Am 24. August 2000 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Herzeleid eines spätpubertären Porno-Philosophen
Ein Roman, der seine Fan-Gemeinde bei den 68ern finden dürfte. Letztlich überzeugte mich nur der Beginn des Romans. Lesen Sie weiter...
Am 15. Mai 2000 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Zuviele Längen
Ein nicht ganz schlechtes Buch, eines sicherlich sehr talentierten Autors mit fast unerträglichen Längen. Lesen Sie weiter...
Am 10. Januar 2000 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Eine bildgewaltige erotische Obsession!
Thomas Lehr gehört zu denn sogenannten jungen deutschen Autoren, welche im Sog von Günter Grass Nobelpreis der breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurden. Lesen Sie weiter...
Am 7. Dezember 1999 veröffentlicht

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