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Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme: Erwachsen werden mit ADS. Was Eltern tun können
 
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Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme: Erwachsen werden mit ADS. Was Eltern tun können (Taschenbuch)

von Cordula Neuhaus (Autor)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Urania, Freiburg; Auflage: 7., Aufl. (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3332010883
  • ISBN-13: 978-3332010886
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 15,9 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 153.335 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 59 in  Bücher > Ratgeber > Gesundheit & Medizin > Kinder & Jugendliche > Hyperaktivität & Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)

Produktbeschreibungen

Spektrum der Wissenschaft

Philipp verhält sich hyperaktiv, impulsiv und unaufmerksam. Die Eltern schaffen es nicht, mittels ihrer verbalen Kompetenz eine Korrektur des kindlichen Verhaltens zu erreichen, und unterbrechen als Ausdruck ihrer pädagogischen Bankrotterklärung den visuellen und expressiv-sprachlichen Kontakt: "… und die Mutter blicket stumm / auf dem ganzen Tisch herum." Die dann folgende kleine Katastrophe ist aus dem "Zappelphilipp" wohl bekannt. Das Problem hat inzwischen einen offiziellen Namen samt Nummer in dem amerikanischen Krankheitenkatalog DSM-IV und dem auch in Deutschland geltenden ICD-10: attention deficit hyperactivity disorder/syndrome (ADHD bzw. ADHS). Es betrifft etwa 3 bis 5 Prozent der heutigen Schulkinder. Eine gesicherte Erklärung gibt es bis heute nicht, wohl aber zahlreiche neurobiologische und -psychologische Hypothesen (Spektrum der Wissenschaft 3/1999, S. 30). Auf ihren 1996 verfassten Ratgeber "Das hyperaktive Kind und seine Probleme" lässt Cordula Neuhaus, Heilpädagogin und verhaltenstherapeutisch ausgewiesene Psychologin, ein entsprechendes Werk über Jugendliche und junge Erwachsene folgen, das "als unersetzliche Hilfe für die betroffenen Jugendlichen, deren Eltern, Erzieher sowie alle Therapeuten" verstanden werden will. Das Buch ist ein Mosaik aus Erfahrungsberichten von Jugendlichen und deren Eltern, Statements der Autorin, Zitaten aus der wissenschaftlichen Literatur, therapeutischen Anweisungen und Plänen sowie Merksätzen in Form von Zusammenfassungen und Randkommentaren. Die dort genannten symptomorientierten Interventionen erscheinen durchaus sinnvoll, will man sich auf verhaltenstherapeutisches Vorgehen festlegen. Insgesamt leidet das Buch jedoch unter schweren grundsätzlichen Mängeln. Cordula Neuhaus versucht, nahezu die Gesamtheit der bei Jugendlichen bekannten psychischen Auffälligkeiten und Störungsbilder als Folge einer seit dem frühen Kindesalter fortbestehenden ADHD-Problematik zu interpretieren. Dazu dehnt sie die Gültigkeit der 18 spezifisch für das Grundschulalter definierten diagnostischen Kriterien von DSM-IV und ICD-10 auch auf Jugendliche und junge Erwachsene aus und fügt ihnen weitere 38 Kriterien hinzu, die durch nichts als ihre eigene Erfahrung begründet sind. Damit konstruiert sie ein wissenschaftlich nicht gesichertes und aus psychotherapeutischer Sicht bedenkliches Kontinuum: "Einmal ADHS, immer ADHS." Ein derart generalisierendes Postulat kann die ohnehin irritierten jugendlichen Persönlichkeiten, denen ihre sozialen Beziehungen nur erschwert gelingen, allenfalls zusätzlich verunsichern. Und wenn es denn zuträfe: Ist das Phänomen dann überhaupt therapeutisch beeinflussbar? Und ist die diagnostische Kategorie ADHD zu irgendetwas nütze? Neurobiologische Forschungsbemühungen und -ergebnisse werden genannt und als bewiesene Fakten dargestellt, obwohl bisher kein einziger biologischer Befund als Marker für ADHD gelten kann. Der Leser muss zu dem Schluss kommen, dass Jugendliche mit ADHD-Problemen mit einem spezifisch beschädigten Gehirn leben, wodurch die Behauptung "einmal ADHS, immer ADHS" eine Pseudo-Begründung erfährt. Unberücksichtigt bleibt auch, dass Defizite der exekutiven Funktionen Arbeitsgedächtnis, affektive Selbstregulation, Motivation, Wachheit, Selbstkontrolle und zielgerichtetes Verhalten keineswegs spezifisch für ADHD sind. Im Abschnitt "Die Abgrenzung von anderen Störungsbildern" nennt die Autorin verschiedene jugendtypische Störungen und gibt – verhalten, aber durchgängig – der Vermutung Raum, diese könnten auf eine bereits früher bestehende ADHD-Problematik zurückgehen. Dabei gibt es noch nicht einmal Kategorien, die eine solche Vermutung zu präzisieren erlauben würden – wie unterscheidet man ADHD von sehr ähnlichen Verhaltensauffälligkeiten im Gefolge psychischer Erkrankungen? –, geschweige denn einen handfesten Nachweis. Für eine differenzielle Therapieplanung nach zutreffender Diagnose sind organische Krankheiten, Funktions- und Entwicklungsstörungen sowie die Familiendynamik abzuwägen. Es reicht keineswegs aus zu wissen, was ADHD ist. Niemand würde heute noch die pädagogischen Vorstellungen des "Zappelphilipp"-Autors Heinrich Hoffmann vertreten. Aber eines hat er richtig gesehen: Es kommt darauf an, die Familie einzubeziehen. Wenn das Buch von Neuhaus Betroffene motivieren würde, sich an einen Experten zu wenden, der auch etwas von Familientherapie und -dynamik versteht, hätte es zumindest keinen großen Schaden angerichtet. Rezensent: Helmut Bonney

Kurzbeschreibung


Der erste Ratgeber für die Probleme der "Superpubertät"
Aus ADS-Kindern werden ADS-Jugendliche. Dies ist der erste Ratgeber für die Probleme dieser "Superpubertät". Es wird aufgezeigt, dass auch ADS-Jugendliche ihre Veranlagung, ihren Alltag und ihr Leben in den Griff bekommen können.
ADS-Jugendliche: das heißt Pubertät plus zeitgemäße Reizüberflutung plus ADS. Dieses Buch vermittelt angemessene Schritt-für-Schritt-Strategien für die eigenständige Verwaltung von Zeit, Geld und Gegenständen. Es hält Rat für das "Horrorthema" Schule und Lernen bereit und zeigt, wie Eltern und Betreuer den Heranwachsenden helfen können, selbstständig zu werden, sich vom Elternhaus zu lösen und einen Beruf zu wählen.
Dr. Cordula Neuhaus ist Dipl.-Heilpädagogin, Dipl.-Psychologin und Verhaltenstherapeutin. Sie arbeitet seit vielen Jahren in einer eigenen Praxis mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Zusätzlich ist sie Dozentin und Supervisorin in der Fort- und Weiterbildung in Klinischer Verhaltenstherapie in Stuttgart, Bad Dürckheim und Tübingen. Sie hat sich in den letzten zehn Jahren im In- und Ausland einen umfassenden Überblick über erfolgreiche und moderne Behandlungsmethoden verschafft und ist als ADS-Kapazität international anerkannt. Bei Urania-Ravensburger erschien ihr Ratgeber "Das hyperaktive Kind und seine Probleme".

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Endlich verstehe ich meine Kinder, 21. Mai 2001
Dieses Buch ist ein Wegweiser für Eltern die Kinder mit Ads haben. Wir haben unsere Kinder so oft nicht verstanden,auch Therapeuten nicht. Dieses Buch hat uns geholfen Schwächen unserer Kinder zu akzeptieren, ihre Stärken zu erkennen und zu fördern. Es hat uns Hoffnung gemacht und uns bestärkt das Leben mit unseren Kindern gelassener zu leben.
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lücke geschlossen, 7. Juni 2002
"Wie können Eltern den Jugendlichen zum Lernen motivieren?" Diese berechtigte Frage vieler besorgter Eltern von Jugendlichen mit ADHS beantwortet die Autorin ebenso provokativ wie realistisch mit den Worten: "Gar nicht". Aber sie belässt es nicht dabei, sondern gibt dem Leser viele praxiserprobte Tipps, wie er seinen Jugendlichen trotzdem bei der Bewältigung der ADHS-typischen Schul- und Lernprobleme wirksam unterstützen kann. Dabei ist die Schul- und Lernsituation nur einer der vielen Problembereiche im Leben der Betroffenen und ihrer Familien, denen sich Cordula Neuhaus mit ihrem Buch zuwendet. Die besonders brisante Mischung "ADHS + Pubertät", die Neuhaus sehr treffend als "Superpubertät" bezeichnet, bring Eltern und LehrerInnen oft zur Verzweiflung und an den Rand ihrer Kräfte. Die bisherige ADHS-Ratgeberliteratur konzentrierte sich jedoch weitgehend auf die Probleme vorpubertärer Kinder, die besonderen - ja, besonders brisanten - Probleme der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden entweder gar nicht oder nur en passant behandelt. Das Buch ist deshalb von Seiten der Betroffenen und ihrer Verbände sowie von einschlägigen Experten als längst überfällig begrüßt und gelobt worden. Als erster und bisher einziger ADHS-Ratgeber in deutscher Sprache setzt sich das Buch auch mit der Entwicklungspsychopathologie von ADHS auseinander. So beschreibt die Autorin beispielsweise die ADHS-immanente Unfähigkeit der betroffenen Jugendlichen zum Perspektivenwechsel, die verstanden werden muss, um deren damit verbundenen Probleme im sozialen Umgang mit anderen und der anderen mit ihnen verstehen zu können. Das Werk ist vereinzelt von Seiten kritisiert worden, die ADHS entgegen dem aktuellen wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisstand weiterhin auf das Ergebnis gestörter Eltern-Kind-Beziehungen und/oder gesellschaftlicher Fehlentwicklungen reduzieren wollen. Leider haben derartige, heute nicht mehr haltbare Ansichten aber nicht viel mehr als Schuldzuweisungen anzubieten. Cordula Neuhaus liefert mit ihrem lesenswerten Buch weder einfache Scheinerklärungen noch wohlfeile Ratschläge, sondern leistet in allgemein verständlicher Weise fundierte Aufklärungsarbeit über das komplexe, neurobiologisch begründete Störungsbild ADHS bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Lektüre ist nicht nur ein Muss für Eltern, LererInnen und alle, die mit Betroffenen zu tun haben, sondern auch für die Betroffenen selbst.

Michael Townson

1. Vorsitzender
Elterninitiative AdS e.V.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein sehr empfehlenswertes Buch, 12. Januar 2002
Von Ein Kunde
Einfühlsam und verständlich geschrieben.Man kann beim Lesen lernen, sein Kind besser zu verstehen und wirklich gelassener an die Sache ranzugehen. Leider gibt es keine Tips für Eltern, deren Jugendliche jede Therapieform verweigern. Trotzdem unbedingt lesen, für mich das erste gute Buch zu diesem Thema.
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Veröffentlicht am 31. Mai 2003 von arbeitskreis_legasthenie_olpe

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Am 13. November 2000 veröffentlicht

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