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Humboldts Schatten
 
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Humboldts Schatten (Gebundene Ausgabe)

von Cesar Aira (Autor), Matthias Strobel (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 14,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Nagel & Kimche; Auflage: 1 (4. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3312003210
  • ISBN-13: 978-3312003211
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 175.542 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Novellistische Ökonomie und ausufernde Imagination sind aufs Wunderbarste vereint. César Airas Kunststück wird man so schnell nicht auslesen." Georg Winckler, Die Welt, 10.01.2004

Kurzbeschreibung

Was wie eine Reiseerzählung aus dem 19. Jahrhundert beginnt, entwickelt sich zum literarischen Hohelied auf den Reisemaler Rugendas und auf alle Verrückten, die sich mit Haut und Haaren der Kunst verschreiben. Für den deutschen Maler, beeinflusst von Delacroix, Constable und Turner, wird die Überquerung der Anden von Santiago de Chile nach Buenos Aires zur künstlerischen Erweckung und zur persönlichen Katastrophe. Eines Tages verfärbt sich der Himmel mitternächtlich schwarz, ein Gewitter bricht los und Rugendas wird vom Blitz getroffen. Sein Fuß verfängt sich im Steigbügel und das erschreckte Pferd schleift ihn hinter sich her. Von da an ist Rugendas ein Krüppel mit entstelltem Gesicht. Im Morphiumrausch malt er weiter und schafft atemberaubende Bilder. Sein obsessiver Wunsch, einen Indianerüberfall vor Ort auf die Leinwand zu bannen, wird ihm beinahe erneut zum Verhängnis.

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4.0 von 5 Sternen Einfühlsame Skizze eines hochbegabten "Monsters", 6. Februar 2004
Von Ein Kunde
Der in Augsburg geborene Genremaler Johann Moritz Rugendas bricht mit Humboldt zu seiner zweiten Lateinamerikareise auf.
1837 kommen sie nach Argentinien.
Aires beleuchtet ausgerechnet seine scheinbar unproduktivste Phase in einer sehr einfühlsamen Weise. Rugendas und sein treuer Freund Krause, ohne den er wahrscheinlich nicht überlebt hätte, brechen von Chile nach Buenos Aires auf. Während sie die Anden überqueren, durchreiten sie ein sehr seltsam anmutendes Gebiet, wo kein Baum, kein Strauch, kein Grashalm mehr wächst. Ein sie begleitender Indio klärt sie auf: hier sind Heuschrecken, eine der sieben biblischen Plagen durchgezogen. Unter dem sehr bedrückenden Eindruck dieser toten Erde stehend, kommen sie in eine Gewitterfront. Rugendas und sein Pferd werden vom Blitz getroffen, überleben jedoch. Als das Pferd wieder die Gewalt über sich erlangt, bricht es aus, Rugendas stürzt herunter und bleibt mit dem Fuß im Steigbügel hängen. Er wird mitgeschleift und verliert im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht. Für den Rest seines Lebens bleibt er auf das fürchterlichste entstellt. In der Nähe von Mendoza kommt er in ein Krankenhaus und wird unter Morphium gesetzt. Krause hält zu ihm.
Rugendas kann seine im Gesicht bestehenden Nervenschädigungen und Migräneanfälle nur unter dem ständigen Genuß von Drogen ertragen, unkontrollierbare Gesichtszuckungen sind nicht zu vermeiden. Sein großer Traum, einmal einen Malon, einen Überfall nomadisierender Indios zu zeichnen wird erfüllt. Sein Gesicht verhüllt er mit einer Mantilla.
Ich muß zugeben, die ersten 10 Seiten des Buches waren für mich schwer zu lesen, da Aires eine Art Beschreibung des geschehens gibt, irgendwelche Gespräche zwischen den Akteuren finden nicht statt. Unbemerkt habe ich mich aber festgelesen und einige Seiten sogar mehrfach aufgesogen.
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