Kurzbeschreibung
Die goldene Sandale, die ein Adler vor dem Pharao zu Boden fallen lässt, verwirrt ihn. Ob die Besitzerin so schön und elegant ist wie ihr Schuh? Die Sandale gehört keiner geringeren als der Kurtisane Radubis, deren weißer Palast auf einer Insel im Nil den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens bildet.
Der Pharao beschließt, die Sandale höchstpersönlich zurückzubringen, und ahnt nicht, dass er damit sein eigenes Schicksal besiegelt. Denn während er und Radubis sich rücksichtslos ihren Leidenschaften hingeben, brodelt es im Volk, die Höflinge planen Intrigen und die Priester wollen den Machthunger des Pharao nicht länger hinnehmen.
Über den Autor
Nagib Mahfuz (andere Schreibweise: Nagib Machfus), geb. 1911, wuchs als Sohn eines Beamten in einem Kairoer Altstadtviertel auf. Nach der Schulzeit studierte er Philosophie und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Beamter im ägyptischen Bildungsministerium. Neben seinem Beruf verfasste er Kurzgeschichten und veröffentlichte 1939 seinen ersten Roman. Mitte der Vierziger Jahre wandte er sich in realistischen Romanen zeitgenössischen Themen zu. In seinen Werken tritt er für eine Trennung von Staat und Religion und für eine säkulare, demokratische und liberale Gesellschaftsordnung ein ein Grund dafür, dass ein religiöser Fanatiker 1994 ein Attentat auf Mahfuz verübte. Als bisher einzigem Araber wurde ihm 1988 der Nobelpreis für Literatur verliehen. Er starb 2006 im Alter von 94 Jahren.