Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine schöne Geschichte., 27. September 2007
Cheops lässt zur Unterhaltung Dedi kommen, einen Wahrsager der weithin berühmt ist, da er nicht nur Menschen und Tieren seinen Willen aufzwingen, sondern auch trefflich in die Zukunft sehen kann. Nachdem der alte Mann seine Fähigkeit an dem Heerführer unter Beweis gestellt hat, möchte Cheops, dass er ihm sagt, welcher seiner Söhne ihm auf dem Horusthron nachfolgen wird. Nach einem Augenblick wird Dedi jedoch kreideweiß und muss eine unliebsame Botschaft an den Mann bringen. Keiner der Söhne des Pharaos wird nach ihm herrschen, der Sohn des Hohenpriesters aus dem Tempel des Re, welcher just in diesem Moment geboren wurde, wird der neue Pharao. Doch Cheops denkt nicht daran das so einfach zuzulassen und macht sich auf den Weg zum Tempel des Re...
Als Historischen Roman kann man dieses Buch von Nagib Machfus ziemlich vergessen. Er schreibt es zwar in Anlehnung zu einer Geschichte aus dem Papyrus Westcar und hat somit durchaus einen historischen Bezug, jedoch beruht der nicht auf historischen Tatsachen, sondern auch nur auf einer überlieferten Geschichte, die Herr Machfus gut ausschmückt und recht philosophisch ge- und beschrieben hat. Jedoch hat er sich nicht die Mühe gemacht, das damalige Zeitbild genauer zu recherchieren, so reiten und fahren die Leute hier fleißig durch die Gegend, obwohl es damals noch lange keine Pferde in Ägypten gab und auch die tatsächlichen familiären Verhältnisse von Cheops, die ja zumindest zum Teil überliefert sind, übergeht er hier auch häufiger.
In Hinsicht auf die Authentizität hätte ich von dem einzigen arabischen Nobelpreisträger tatsächlich wesentlich mehr erwartet, doch das Nachwort von Raymond Stock klärte mich dann endlich auf, dass es bei diesem Roman weitaus weniger um Authentizität ging, als um die philosophischen Betrachtungen und den Bezug zur aktuellen arabischen Kultur von 1939. Dies erfolgte hübsch verpackt in diesem Roman über Cheops, da man damals keine zeitgenössische, kritische Literatur schreiben durfte.
Das lässt diesen Roman dann doch noch in einem ganz anderen Licht erscheinen, nur kenne ich mich in der Geschichte von Ägypten um 1939 leider nicht aus und daran änderte die kurze Biografie des Autors am Ende des Buches auch nicht mehr genug. Parallelen die da sein mögen, kann ich natürlich so nicht finden.
Somit kann ich nur sagen, dass ich das Buch aufgrund einiger guter philosophischer Betrachtungen ganz reizvoll fand aber im Ganzen da ich einen echten historischen Roman erwartete nicht überzeugt war. Eigentlich hätte ich nur 3 Sterne vergeben, aber da meine Betrachtungsweise für diesen Roman schon grundsätzlich verkehrt war, gebe ich 4 Sterne, in der Hoffnung, dass es wirklich gute Parallelen zu der Zeit um 1939 enthielt. Ich gehe einfach mal davon aus, dass jemand, der sich wirklich für Ägypten am Anfang des letzten Jahrhunderts interessiert, weit mehr von dem Buch halten wird als ich.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Märchenhafter Roman mit Überraschungen, 5. November 2005
In diesem historischen Roman, der ja schon 1939 von Machfus geschrieben wurde, taucht man ab in die Welt des pharaonischen Ägyptens. Die Handlung beruht zudem auf dem sogenannten »Papyrus Westcar«. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine gedankliche Reise ins Reich der Pyramiden zu jener Zeit als der mächtige Cheops über Ägypten herrschte. Cheops wird seiner Langeweile überdrüssig und sucht nach Abwechslung und so prophezeit ihm bald darauf ein Zauberer Unvorstellbares: ein Kind eines Priesters soll Pharaos Nachfolger werden. Die Suche nach dem Neugeborenen läßt nicht auf sich warten... doch das Schicksal bestimmt den Lauf der Dinge und somit beginnt der kometenhafte Aufstieg eines anderen jungen Lebens, namens Dadaf. Obwohl der Leser quasi von Anfang an weiß, dass jener Dadaf einst Pharao von Ägypten sein wird, ist diese Geschichte - mit Unterbrechungen - spannend bis zum letzten Satz. Eigentlich auch eine klassische Begebenheit, wobei das Gute über das Böse siegt, in der sich der Leser eingebunden fühlt. Liebevoll erzählt mit bildreicher Sprache versehen und alles in allem sehr klar; besonders gefallen hat mir der facettenreiche Schreibstil, was sicherlich auch der Übersetzerin zu verdanken ist. Der Autor verläßt zwar hier und da die historische Genauigkeit des Alten Ägyptens was aber überhaupt nicht als störend empfunden wird, da im Vordergrund vielmehr die Personen und deren individuellen Handlungen stehen. – Fazit: ein Muss für alle Ägyptenliebhaber, die gerne Romane lesen.
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1.0 von 5 Sternen
Nicht besonders spannend, 2. März 2009
Langweilig und nach dem heutigen Wissenstand historisch ungenau. Liest sich wie ein Kinderbuch obwohl selbst einem Kind nach einigen Seiten womoeglich langweilig werden wuerde. Musste mich regelrecht durchkaempfen. Nicht zu empfehlen...
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