Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
83 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
unaufgeregt, einfühlsam und wunderbar erzählt, 5. Dezember 2005
Leider ist diese wunderschöne Anthologie nicht mal hundert Seiten lang, denn hier stellt der Autor seine Stärken - seine Lust am Erzählen und seine feine Beobachtungsgabe - voll unter Beweis. Es sind vor allem seine Kurzgeschichten, seine Novellen, seine Betrachtungen und seine Essays über die kleinen Leute und Begebenheiten, über die Stille oder die Einsamkeit, einfach über die Banalitäten und Skurrilitäten des Alltags, über die Patrick Süskind so unübertrefflich und unaufgeregt zu schreiben vermag.Die Themen sind alle aus dem Leben gegriffen - mal melancholisch, mal mysteriös oder düster, niemals aber monumental oder gar weltbewegend. Die Protagonisten – Außenseiter, Verlierer, anders Denkende - stammen zumeist aus einfachen Verhältnissen, sind aber irgendwie verkracht oder zumindest skurril, mit denen es das Leben nicht immer nur gut meint. Das Essay Ein Kampf, in dem ein Schachspieler zwar die Partie gewinnt und doch alles verliert sticht einem besonders ins Auge; Patrick Süskinds Geschichte über diese Partie braucht den Vergleich mit der Schachnovelle des großen Stefan Zweig nicht zu scheuen, so intensiv, einfühlsam und packend ist dieser Plot. Die bemerkenswerteste Geschichte dieser Anthologie, da äußerst kunstvoll und rhythmisch geschrieben, ist zweifelsohne die Betrachtung Amnesie in literis in der sich so ziemlich jede Leserin und jeder Leser selbst erkennen wird.
|
|
|
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein genialer Schreibkünstler, 6. Juli 2005
Patrick Süskind ist einer sehr breiten Lesergemeinde als Autor von Bestsellern wie „Das Parfüm" bekannt. Seine hier bei Diogenes wieder aufgelegten Geschichten aus den Jahren 1976 - 1986 zeigen, daß er schon sehr früh ein wirklich genialer Sprachkünstler gewesen ist, der leider in der letzten Zeit nichts mehr Neues veröffentlicht hat.Seine „Drei Geschichten und eine Betrachtung" sind Lesegenuß vom Allerfeinsten und zeigen einen Schriftsteller, der die kleine Form mit einer sprachlichen Eleganz beherrscht, der eine Leichtigkeit selbst bei schweren Themen erreicht, die ihresgleichen sucht. Hoffentlich erhalten wir bald von ihm mal wieder etwas Neues.
|
|
|
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Literatur zum Selbstzweck?, 1. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Was ist der Sinn von Literatur? Ehrlich gesagt dachte ich früher, Literatur hätte die Aufgabe bedeutsame Geschichten zu erzählen, die die Leser unterhalten. Aufregend müsse sie sein, die Literatur, fesselnd und niemals langweilig. Meine Vorliebe galt den dicken monumentalen Büchern, der sogenannten Weltliteratur. Bis ich jenes Buch in der Hand hatte. Buch ist ja nun fast schon übertrieben. Büchlein, wäre wohl angemessen. Ich las es, weil ich den Autor von seinem berühmtesten Buch kannte. Die Geschichten sind weder weltbewegend noch monumental, trotzdem fesselten sie mich vom ersten Satz an. Und das liegt einzig und allein an der Sprache Süßkinds. Die Kunst liegt nämlich nicht im Inhalt der Geschichten, sie liegt in ihren Worten. Ich hatte das Gefühl, der Autor schüttelt jene Geschichtchen nur so aus seinem Ärmel, einfach weil er Lust hat, sie zu erzählen. Das kann er wirklich hervorragend!!! Innerhalb von ein paar Seiten wechseln die Gefühle mit jeder Geschichte aufs neue. Mal melancholisch, mal düster und mysteriös. Zum Schluß zum Lachen komisch und dennoch nicht albern oder dümmlich. Ein vollkommener Lesegenuß, würde man es nur nicht so schnell durchgelesen haben!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|