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Böses Mädchen
 
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Böses Mädchen (Broschiert)

von Amélie Nothomb (Autor), Brigitte Große (Übersetzer)
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 138 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257235526
  • ISBN-13: 978-3257235524
  • Originaltitel: Antéchrista
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 12.449 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Ich war sechzehn. Ich hatte nichts ... Keine Freunde, keine Liebe und noch nichts erlebt.“ Blanche studiert an der Uni Brüssel, fühlt sich als Mauerblümchen, ist mit 16 noch Jungfrau und himmelt die umschwärmte Christa an, mit der sie gerne befreundet wäre. Als sich die Freundschaft tatsächlich ergibt, zeigt Christa plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Es ist zu spät, stellt Blanche verzweifelt fest: „Ich hatte verloren ... Es hatte mich nie gegeben.“

Das Buch erinnert stark an den damaligen, beachtlichen Erstlingserfolg von Anne- Sophie Brasme Dich schlafen sehen. Auch hier spielt die Freundschaft von zwei ungleichen Mädchen die zentrale Rolle, auch hier ist die Ich-Erzählerin die schwache, die, die unterworfen, beherrscht, dominiert wird. Dennoch hier anders, nicht im Tagebuchstil, sondern lebhafter, viele Dialoge, viel innerer Gedanken-Disput, rege Rede und Gegenrede, wenn Gut und Böse miteinander streiten. Die Seelenqualen einer 16-jährigen, mitten in der Pubertät, literarisch dargestellt in Form einer Protagonistin, die sehr überzeugt, in ihrem Leiden, Empfinden, ihrer Wut und Enttäuschung glaubhaft und sehr real erscheint. Christa, die zur „Antichrista“ wird, das ist das „Miststück“, die „Besatzerin“, die mit dem „Expansionsbedürfnis“. „Ihre Falschheit verschlug mir die Sprache. Die Freude über die gewonnene Traum-Freundin schlägt schnell um, als Blanche die perfiden Absichten der nach außen Perfekten und Schönen erkennt. Wer bis zur völligen Unterwerfung alles hinnimmt, sinnt eben irgendwann auf Rache: „Ich werde dich zerschmettern wie einen Wurm ... Die Apokalypse war nahe!“

Es ist die ganz eigene und so erfolgreiche Art der Amélie Nothomb: ungemein unterhaltsam, dabei niveauvoll, zutiefst boshaft, aber hinreißend und reizvoll, ausgesprochen klug konstruiert und dabei den Anschein erweckend, als sei der Roman einfach wie nebenbei locker hingeschrieben. Die 140 Seiten lesen sich einfach viel zu flott weg. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Blanche und Christa sind Freundinnen. Bis Blanche das wahre Gesicht ihrer Freundin erkennt: Sie ist die Antichrista. Gekommen, nicht um sie zu erretten, sondern um sie zu zerstören. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Amélie Nothombs bestes Buch..., 27. August 2009
... von allen, die ich bisher gelesen habe!

Ich finde ihre Bücher grundsätzlich gelungen, aber dieses ganz besonders. Es fesselt von den ersten Seiten an und ich konnte es gar nicht mehr weglegen. Man leidet mit der schüchternen, wenig selbstbewussten Studentin Blanche mit, die glaubt, zum ersten Mal in ihrem Leben eine Freundin (Christa) gefunden zu haben. Christa allerdings stellt sich schon bald als hinterlistiges Biest heraus, die Blanches Leben fortan tyrannisiert.

Ich fühlte mich mitten in die Geschichte versetzt, auch wenn ich persönlich mir nie gefallen lassen würde, was die arme Blanche mit sich machen lässt. Richtig wütend wurde ich auf diese "Anti-Christa", wie Blanche sie treffend nennt. Immer entsetzter verfolgte ich diese Geschichte und fragte mich ständig: "Was lässt sie sich als nächstes einfallen, um ihr Opfer zu peinigen?" So liest man weiter und weiter und lässt sich hineinziehen in diesen Sog aus Intrigen...

Nothomb erzählt durchaus glaubwürdig, sie zeichnet ihre Charaktäre so fein, dass man jedem von ihnen ihre Reaktion auf Christa abkauft. Mich persönlich verwundert es nicht, dass Blanches Eltern auf Christa reinfallen, so wie deren Charaktäre geschildert werden.

Nothombs Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt bissig und flott mit einer Prise Sarkasmus und immer sehr klug.
Allerdings muss ich meinen Vorrezensenten zustimmen: das Buch ist etwas kurz geraten, es könnte locker 100 Seiten länger sein und würde dadurch vermutlich auch nicht an Spannung verlieren.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Intrigantin, 8. April 2008
Von Daggi (BaWü) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Amélie Nothombs Roman "Mit Staunen und Zittern" hat mir schon sehr gut gefallen, aber auch dieser hier hat etwas: er lässt einem eine kalte Gänsehaut über den Rücken laufen. Studentin Blanche ist 16 Jahre alt, sehr zurückhaltend und mit ihrem Körper völlig uneins. Die Kommilitonin Christa nistet sich bei ihr ein und bestimmt immer mehr Blanches Leben. Wie das von statten geht, ist schon erstaunlich: sie suggeriert Blanches Eltern, dass sie Christa dankbar sein müssten, ist hinterlistig und intrigant. Blanche wehrt sich nicht, nimmt aber wahr, dass Christa immer mehr zur eigentlichen Tochter ihrer Eltern wird.

In den Augen von Blanches Eltern ist Christa eine Heilige, weil sie es versteht, Blanche auf alle nur erdenklichen Arten schlecht zu machen. Dies tut sie auf sehr frevlerische und perfide Weise. Die Eltern sind begeistert, dass die attraktive und lebenslustige Christa ihre Tochter zur Freundin gewählt hat und merken nicht, was gespielt wird. Doch "Antichrista", wie Blanche sie insgeheim nennt, verachtet im Grunde ihre Wohltäter. Sie liebt niemanden, außer sich selbst. Sie dichtet Hymnen auf sich selbst.

"Böses Mädchen" liest sich sehr schnell und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack: so, als ob man dem Bösen in dieser Welt nicht widersagen kann, so, als ob es von einem Besitz ergreifen könnte, wenn man nicht Gegenmaßnahmen ergreift ...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Antichrista, 7. Juni 2009
Blanche, die graue Maus, kommt einer überaus geschickten Intrigantin auf die Schliche, Christa - die Antichrista.1 Christa beherrschte das ganze Leben von Blanche. Zunächst war sie noch begeistert eine neue Freundin gefunden zu haben, doch nach einer Zeit wurde ihr bewusst, dass Christa sie bloß ausnutzt.
Auch in der Realität gibt es solche Zweckfreundschaften. Spielt jemand besonders gut Tennis und besitzt dadurch eine gewisse Berühmtheit, kann es schon oft passieren, dass es zu solchen Freundschaften kommt. Sie wollen dadurch nur das Beste. Selbst berühmt werden und vielleicht sogar Geld. Christa hingegen spielte Blanche komplett aus. Selbst ihre Mutter hat Christa gegen sie gebracht. Ich finde das Thema einer Zweckfreundschaft für gut gewählt. Gerade in der Jugendzeit ist es wichtig einen guten Freund zu haben. Ab einem gewissen Alter löst man sich von den Eltern und die Freunde sind oft dazu da um Probleme zu lösen. Christa hatte aber zunächst das Gefühl, dass Blanche ihre beste Freundin sein könnte. Doch nach einiger Zeit wurde Blanche immer gefühlsloser. Sie ärgerte Christa die ganze Zeit, erzählt ihr Lügen und richtet sie auch die ganze Zeit aus. Dass Christa oft Blanche ihre Lügen eintrichterte, ist für mich ganz simpel ein Beweis von Hilflosigkeit. Wahrscheinlich hatte sie nicht einmal selber Freunde, die ihr wichtig sind. Auch erzählte sie über ihren makellosen Freund, der sich wenig später als eher dick herausstellte. Menschen werden schwach, wenn sie erkennen, dass ihr Leben nicht fehlerfrei ist. Sie wollen es oft nicht wahr haben und erzählen deswegen Lügen um dadurch die Situation zu verbessern.
Der Roman von Amelie Nothomb war einfach zu lesen und natürlich auch spannend. Man möchte am liebsten alles auf einmal wissen. Nothomb schrieb ebenfalls in einfache Sprache. Leider ist die ganze Geschichte eher kurz ausgefallen und das Lesevergnügen dadurch eher kurz. Nach dem Ende des Romans war ich zunächst enttäuscht über den Ausgang und ich habe mir ehrlich gesagt etwas mehr vorgestellt. Schließlich muss ich sagen, dass der Roman absolut weiterzuempfehlen ist und man sollte auch zu weiteren Werken der Amelie Nothomb greifen
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4.0 von 5 Sternen Amélie Nothomb - Böses Mädchen
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1.0 von 5 Sternen Böses Mädchen - Böser Nothomb-Roman
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