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Der große Meaulnes
 
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Der große Meaulnes (Taschenbuch)

von Henri Alain-Fournier (Autor), Ludwig Harig (Nachwort), Walter Widmer (Übersetzer)
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 335 Seiten
  • Verlag: Diogenes (August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257233612
  • ISBN-13: 978-3257233612
  • Originaltitel: Le grand Meaulnes
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 398.087 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der große Meaulnes
OT Le grand MeaulnesOA 1913 DE 1930 Form Roman Epoche Moderne
Alain-Fournier bereitete mit Der große Meaulnes den Weg für den modernen, psychologischen Roman. Der fließende Wechsel zwischen Wirklichkeit und Traum, Realität und Irrealität, Erdachtem und Erlebtem, entstanden aus der Sehnsucht nach Liebe, Glück und Geborgenheit, führt den Leser in eine Welt voller Symbole und Bilder, eine Welt des kindlichen Staunens.
Inhalt: François Seurel findet in dem 17-jährigen Augustin Meaulnes den lang ersehnten Freund. Doch bald verschwindet Augustin spurlos und kehrt erst nach Tagen zurück. Seine wundersamen Erlebnisse berichtet er François: Nach einer Irrfahrt mit der Kutsche der Seurels findet sich Augustin in einem geheimnisvollen Schloss wieder, wo eine Hochzeit gefeiert werden soll. Doch der junge Schlossherr Frantz de Galais wartet vergebens auf seine Braut Valentine. Bevor das Fest abgebrochen wird, lernt Augustin Yvonne, die Schwester des Bräutigams, kennen und verliebt sich in sie. Nach Hause zurückgekehrt, kann er sich nicht mehr an den Weg zum Schloss erinnern. Vergeblich suchen Augustin und François den mysteriösen Ort, den sie »das verlorene Land« nennen.
Eines Tages begegnen Augustin und François zufällig Frantz, der immer noch seine Braut sucht. Aber er kann Augustin sagen, wo sich Yvonne aufhält. Im Gegenzug muss er versprechen, Frantz bei der Suche nach Valentine zu helfen, wenn dieser es verlangt. Als er Yvonne findet, erkennt er, dass sein »Traum« Realität war. Obgleich des mythischen Zaubers der ersten Begegnung beraubt, heiratet Augustin Yvonne. In der Hochzeitsnacht muss er jedoch sein Versprechen, das er Frantz gegeben hatte, einlösen. Yvonne, inzwischen schwanger, stirbt kurze Zeit nach der Geburt, ohne ihren Mann wiedergesehen zu haben. Augustin kehrt noch einmal in das Schloss zurück, um seine Tochter von François entgegenzunehmen und dann mit ihr in die Welt zu ziehen.
Aufbau: Die Geschichte um das wundersame Abenteuer des großen Meaulnes wechselt von der Perspektive des Ich-Erzählers François Seurel in die Perspektive eines allwissenden Erzählers, der die Erlebnisse von Meaulnes schildert. Mit diesem Kunstgriff ist der Leser unmittelbar am Geschehen beteiligt und erlebt mit der Figur das Fest. Derselbe Perspektivenwechsel wird noch einmal am Ende des Buchs angewandt: Ein Erzähler fasst die Geschehnisse der Hochzeitsnacht zusammen. Durch die verschiedenen Erzählhaltungen stellt der Autor einen effektvollen Spannungsbogen zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiver Wiedergabe her.
Wirkung: Als der Roman kurz nach seinem Erscheinen für den Prix Goncourt vorgeschlagen wurde, erklärte Alain-Fournier, ihm sei es lieber, wenn der Roman gelesen werde. Doch die Suche eines jungen Mannes nach der Traumwelt seiner Jugend konnte die Zeitgenossen nicht begeistern. Zu sehr standen sie unter dem Einfluss des drohenden Kriegs, als dass sie sich auf eine irreal anmutende Welt einlassen wollten. Erst nach 1920 faszinierte die deutliche Bildersprache die Leser. S. W. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kurzbeschreibung

Der Roman erzählt von der Kameradschaft zwischen Augustin Meaulnes und Francois Seurel und einer romantischen Liebe zwischen Meaulnes und Yvonne de Galais. Augustin Meaulnes verändert Seurels Leben schlagartig. Bewegung wird hineingetragen: es beginnen die im Widerspiel von kindlicher Traumwelt und Alltagswirklichkeit stehenden Abenteuer der suchenden Seele nach dem Glück.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem verlorenen Pfad., 11. Mai 2003
Diese Rezension stammt von: Der große Meaulnes. (Gebundene Ausgabe)
Als „Der große Meaulnes" 1913 erschien, wurde Alain-Fournier für den Prix Goncourt vorgeschlagen. Berühmtheit erlangte das Buch jedoch erst nach dem Weltkrieg. „Der große Meaulnes" ist eine sensible Geschichte über jugendlichen Aufstand und die Schrecken des Erwachsenwerdens in Zeiten einer neuen Weltordnung. Vor allem aber ist es ein Gesang auf die Freiheit der Kindheitstage, das Glück einer Welt, die noch keine Grenzen kennt und die verzehrende Leidenschaft der ersten Liebe. Insofern steht „Der große Meaulnes" in seiner beschwörerischen Kraft und der sanften Sprache in einer Reihe mit französischen Vergangenheitspoeten wie Proust und Cocteau.

Die Fragilität, mit der die Figuren, allen voran Augustin Meaulnes und der Ich-Erzähler Franz Seurel, beschrieben werden, machen einen wesentlichen Charme dieses Buches aus. Alain-Fournier hält sich and die großen französischen Tugenden des Erzählens. Ein meisterliches Stück leiser und dringender Literatur.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pfade des Erwachsenwerdens, 1. Februar 2006
Von Ossiwan "ossiwan" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Der Ich – Erzähler Francois Seurel erzählt rückblickend seine Freundschaft mit Augustin Meaulnes, den er bis zuletzt bewundert trotz allem, was er wegen ihm leiden musste. Seurel lebt im Hintergrund, er setzt keine Akzente und trifft kaum Entscheidungen sondern lässt sich vielmehr von anderen treiben. Egal ob als Schüler, wo er sich Meaulnes anschließt, um einen Freund zu haben oder als Erwachsener, der als einsamer Dorflehrer arbeitet und nicht fähig ist eine eigenständige Existenz aufzubauen. Ganz im Gegensatz dazu steht Meaulnes, ein großer, selbstsicherer Bursche, der weiß was er will und der seinen Träumen nicht nur nachhängt, sondern auch versucht sie zu verwirklichen. Als er sich als Schüler auf dem Weg zum Bahnhof verirrt, trifft er auf ein abgelegenes Schlösschen, in dem eine Hochzeit vorbereitet wird. Dort lernt er die Liebe seines Lebens kenne, doch findet er in den darauffolgenden Jahren nicht zu dem Schlösschen zurück. Meaulnes Leben wird eine einzige Suche, er entscheidet für sich alleine was er macht und wann er es macht, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Und zurück bleibt immer Seurel, der keine Abenteuer sucht, sondern bloß ein unaufgeregtes, ruhiges Leben wünscht.
Alain-Fournier hat in seinem einzigen Roman, bevor er in Verdun gefallen ist, ein traurige Geschichte gezeichnet, über Liebe, Betrug, Erwachsenwerden und Kindsein. Seine Helden sind alle gefangen in gesellschaftlichen Vorgaben und beruflichen Zwängen. Der Träumer Meaulnes wird, obwohl er versucht eigenständig zu sein vom Leben Hin und Her geworfen und findet keine Ruhe, da alles, was auf ihn einwirkt, ihn auch in Bann zieht. Und die rätselhafteste Figur des Romans, Frantz, der Bruder von Meaulnes späterer Frau Yvonne, taucht wie Peter Pan immer wieder auf um die erwachsen werdenden Protagonisten an ihre Jugend zu erinnern. Wie ein Gespenst des jugendlichen Glücks wandelt Frantz durch den Roman, ein Schatten einer Zeit, die längst vorbei ist, aber nicht aufgegeben werden will.
„Der große Meaulnes“ ist zu Recht ein Klassiker und gehört in die gleiche Klasse wie „Peter Pan“, „Kinder der Nacht“ oder „Alice im Wunderland“, ein Buch, dass die Geheimnisse des Älterwerdens beleuchtet und schonungslos aufzeigt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Und man sieht die welt mit anderen Augen, 9. Mai 2005
Von Michael Kahnt (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: Der große Meaulnes. (Taschenbuch)
Der große Meaulnes. Immer wieder schweifen meine Gedanken nach dem Lesen des Buches zurück. Immer wieder denkt man an seine eigenen Erlebnisse und an die des Augustin Meaulnes.

Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Die Art und Weise wie Fournier mit einfachen Worten Stimmungen erweckt, wie er mich auf die Abenteuer mitnimmt ist großartig. Es ist faszinierend wie der Leser tief in die Protagonisten eindringt, wie er mitfühlt.

Fournier schrieb das Buch aus eigenem Empfinden, was man sehr gut merkt. Schade daß es von ihm nur diesen einzigen Roman gibt. Man würde gern mehr von ihm lesen.

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5.0 von 5 Sternen Wundervoller Roman in einer subtil poetischen Traumwelt
Der Roman entläßt seinen Leser am Ende in eine entlegene, melancholisch einsame, doch auch wundersame Stimmung, in die er dank des Ich-Erzähler François Seurel einen Blick hat... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Ingrid-s- veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Suche nach der verlorenen Welt der Kindheit
Alain Fourniers: "Der große Meaulnes" ist ein bedeutender französischer Roman um die Verlust der Kindheit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. September 2004 von Bernhard Nowak

5.0 von 5 Sternen Eine traumhafte Geschichte vom Erwachsenwerden
Die französischen Schüler sind zu beneiden, müssen sie doch so schöne Bücher wie "Der große Meaulnes" lesen, während wie uns mit den schwersten Brocken der deutschen... Lesen Sie weiter...
Am 11. Dezember 1999 veröffentlicht

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