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Der Kontrabaß
 
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Der Kontrabaß (Taschenbuch)

von Patrick Süskind (Autor)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dem Autor gelingt eine krampflösende Drei-Spezialitäten-Mischung: von Thomas Bernhard das Insistierende; von Karl Valentin die von innen hervorbrechende Slapstickkomik; von Kroetz die detaillierte Faktenfreude und eine Genauigkeit im Sozialen." (Münchner Merkur)
"Patrick Süskind hat da mit seinen Wortwitzen das nicht nur belustigende Porträt eines Normalbürgers als Künstler entworfen. Von diesem Autor darf man einiges erwarten." (Frankfurter Rundschau)
"In Deutschland hat diese Art von Theater selten die rechte Anerkennung gefunden: Theater, das unterhält und dennoch die traurigen Töne nicht meidet. Die Angelsachsen waren uns da immer schon überlegen. So darf man es einen kleinen Glücksfall nennen, dass dem 34jährigen Bayern Patrick Süskind ein Stück wie "Der Kontrabaß" gelungen ist: ein Monodram aus dem Leben eines Hinterbänklers im städtischen Orchester." (Die Welt)


Kurzbeschreibung

Normalerweise gehen Kontrabässe unter im Orchester, es gibt keine Soloparts, höchstens Duos. Im Leben des Musikers ist der Kontrabass Geliebte, Freund, Feind und Verhinderer des eigenbestimmten Weges.
Dieses Buch bietet: soziale Analyse, Slapstick und Milieukomik sowie einen fest gespannten Bogen, der monologisch und entschlossen den Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel(en)s nachstreicht.
"Dem Autor gelingt eine krampflösende Drei-Spezialitäten-Mischung: von Thomas Bernhard das Insistierende; von Karl Valentin die von innen hervorbrechende Slapstickkomik; von Kroetz die detaillierte Faktenfreude und eine Genauigkeit im Sozialen." (Münchner Merkur)
"Patrick Süskind hat da mit seinen Wortwitzen das nicht nur belustigende Porträt eines Normalbürgers als Künstler entworfen. Von diesem Autor darf man einiges erwarten." (Frankfurter Rundschau)
"In Deutschland hat diese Art von Theater selten die rechte Anerkennung gefunden: Theater, das unterhält und dennoch die traurigen Töne nicht meidet. Die Angelsachsen waren uns da immer schon überlegen. So darf man es einen kleinen Glücksfall nennen, dass dem 34jährigen Bayern Patrick Süskind ein Stück wie "Der Kontrabaß" gelungen ist: ein Monodram aus dem Leben eines Hinterbänklers im städtischen Orchester." (Die Welt)

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71 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen tragisch-ehrlicher Monolog eines Unauffälligen, 10. Juni 2005
Von Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Er lebt in einer schallisolierten Wohnung, er, der mittelmäßige Musiker, er, der den Kontrabass spielt. Für ihn existieren nur noch die Musik, seine philosophischen Gedanken und seine große unerfüllte Liebe zur Sopranistin Sarah. Er, der Kontrabassist, spricht zu einem Bekannten, doch stimmt das wirklich?

Es ist eigentlich ein Monolog, ein Selbstgespräch über seine große Hassliebe - seinem Kontrabass. Dieses Musikinstrument bestimmt, ja es ist sein Leben, mit ihm teilt er seine Wohnung, er ist sein Freund, sein Feind, sein Lebensinhalt und zugleich Verhinderer eines normalen Lebensweges. Sogar sein Liebes- und Sexualleben bestimmt er, es ist so als wären sie ein altes Ehepaar das nur noch aus Gewohnheit zusammen lebt und vom Partner nichts mehr zu erwarten hat.

Anfangs zeichnet er ein sehr positives Bild von seinem Instrument: ohne Kontrabass kommt kein Orchester aus, man hört ihn zwar nicht heraus, er geht sogar darin unter - aber wehe er fehlt! Doch mit zunehmender Dauer des Gesprächs - und mit zunehmendem Alkoholgenuss - zeichnet er ein Bild des Hasses über seinen „Dreckskasten", der ihn eigentlich nur an allem hindert und behindert; nie steht er im Mittelpunkt, immer ist er nur Mitläufer - er leidet unter seiner Unauffälligkeit, erleidet eine Art Festanstellungspsychose, nie darf er wirklich frei sein!

Schließlich beschließt er auszubrechen, will „ihn" loswerden und seiner geliebten Sarah mit einem lauten Schrei mitten im Konzert seine Liebe gestehen - er wartet auf die große Wende in seinem Leben ...

Patrick Süskind ist mit diesem Buch eine kleine Meister-Novelle geglückt - kurzweilig, humorvoll, einfühlsam, voller Esprit. Er zeichnet in diesem Plot ein humoristisch-soziales Bild eines Außenseiters, eines Vereinsamten - ohne Spannungsbogen, frei von Action - mit offenem Ende. Sie werden diese liebeswerte Etüde nicht mehr aus der Hand legen, Sie wollen unbedingt wissen wie dieser tragisch-ehrliche Monolog endet: schreit er oder schreit er nicht?

Fazit: Ein Meisterwerk voller Emotionen, Musikalität und Esprit!

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klangvoll, 8. Juni 2004
Mit unbeschreiblichem Charme, Witz, aber auch mit großer Wärme und Zärtlichkeit beschreibt ein Musiker seine Beziehung zu seinem Instrument, dem Kontrabass. Als wären sie schon ein altes Ehepaar, das schon viel zu lange zusammenlebt, tadelt der Mann sein Instrument und macht es für sein prosaisches Leben verantwortlich. Sein Kontrabass ist gleichzeitig ein dummes klobiges Ungetüm, aber auch ein einzigartiges und missverstandenes „Objekt" - gewöhnlich aussehend, aber voller Überraschungen.
Über wen spricht der Musiker eigentlich? Über sich oder über seinen Instrument?

Man sollte „Kontrabass" nicht mit „Parfüm" vergleichen; es sind ohnehin zwei unterschiedliche Welten. Doch den Sprachwitz und die Intelligenz, die findet man hier genauso. Ein Beweis? Hier:

„Wenn die Pauke einmal hinlangt, das hört sich bis in die letzte Reihe, und jeder sagt, aha, die Pauke. Bei mir sagt kein Mensch, aha, der Kontrabass, weil ich geh ja unter der Masse."

„Ich bin nach einem Konzert vollständig durchgeschwitzt, ich kann kein Hemd zweimal anziehen. Ich verliere bei einer Oper durchschnittlich zwei Liter Flüssigkeit; bei einem Sinfoniekonzert immerhin noch einen Liter. Ich kenne Kollegen, die machen Waldlauf und Hanteltraining. Ich selber nicht. Aber mich wird es eines Tages mitten in Orchester so zusammenhaun, dass ich mich nicht mehr davon erhole. Weil Kontrabass spielen ist eine reine Kraftsache, mit Musik hat das erst einmal nichts zu tun."

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein einsamer Monolog, 14. September 2002
Dunkelheit

Straßenlärm

Ein einsamer Mann mit Bierdose

im Sessel.

Und dann beginnt der Mann einen Monolog -

auf der Bühne annähernd zwei Stunden /

und einhundert Seiten in einem Buch.

Doch was wie eine Folterstunde für Theaterbesucher oder eine Hungertour für Leser klingt, eröffnet einen unglaublichen, sehr facettenreichen Einblick in das Leben
des mittelmäßigen Kontrabassisten ..aber auch in dessen Kopf.

Was Patrick Süsskind mit diesem Roman gelungen ist, zählt zum besten, was in den letzten 30 Jahren an deutschen Bühnen gegeben wurde.

Süsskind, einer der erfolgreichsten deutschen Autoren, ist bekannt für seine Menschenscheue und seine Abneigungen gegen Interviews. Ob die einsamen Monolog autobiographische Züge tragen oder zumindest durch das Wesen des Autors inspiriert wurden ?
Ein weites Feld für Spekulationen.

Der Kontrabassist entführt den Leser in den Mikrokosmos eines Orchesters, fügt eigene Ansichten hinzu und entwickelt- unter Ausschluss seiner Umwelt- daraus triviale wie irrwitzige Ideen. Der Leser identifiziert sich dabei Seite für Seite mehr
mit dem Menschen, der hinter dem Musiker steckt. Er wägt die Thesen ab, amüsiert sich über ungewöhnliche Einfälle, leidet wenn sich der Protegé weiter und weiter in eine Idee hineinsteigert. Das ganze endet mit dem Abgang des Musikers aus seiner Wohnung, und dessen erklärtem Ziel, mit einem grotesken Befreiungsschlag aus dem Schatten der eigenen Mittelmäßigkeit zu entkommen.

Ein einsames Buch über einen einsamen Mann- als Roman von schlichter, gerader Brillanz. Tagische Komik, aufs unterhaltsamste in ein Buch gepackt.

Und auch als Theaterstück einsam... einsam an der Spitze.

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4.0 von 5 Sternen Beim Üben
Eine Zeitlang war Der Kontrabaß das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen. Was nicht nur an der Geschichte des darin auftretenden Musikers lag, auch weil Schauspieler immer... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Polar veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Kurze, aber amüsante und interessante Charakterisierung
Der Text ist recht kurz und dabei äußerst lebhaft geschrieben, unterhält dabei aber fast durchgehend, wenn man seine teilweise langwierigen Aufzählungen von Komponisten ignoriert... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2007 von Media-Mania.de

5.0 von 5 Sternen über das Dittersdorf-Konzert und seine seltsamen Solisten...
...eine unheimlich ironische Psychografie eines neurotischen Kontrabassisten, witzig und in einem Zug zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2007 von Athena

4.0 von 5 Sternen amüsantes Ein-Mann-Stück
Durch die zuletzt wieder stark aufgekommene Beliebtheit seines Romans "Das Parfum" werden andere Werke Patrick Süskinds zunehmend vernachlässigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. August 2007 von Björn Bertrams

5.0 von 5 Sternen Die Tiefe des Basses
Das Buch handelt vor allem um die Beziehung eines Kleinstädters zur Musik. Dieser Mann ist auch gleichzeitig die einzige Person in dem Theaterstück Süskinds - ein Normalbürger der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Januar 2007 von chacha

5.0 von 5 Sternen Solo für den Bass
Durch den Film "Das Parfum" hat Patrick Süßkind sicher wieder eine Renaissance erlebt. Zu seinen herausragenden (leider sehr wenigen) Werken zählt der Monolog "Der Kontrabass"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. November 2006 von G. Hautz

4.0 von 5 Sternen Wo, bitte, geht's zum Glück? Liebesglück? Ja, Lebensglück?
Patrick Süskinds Stück Der Kontrabass gehört zum größten und geistreichsten, was das deutsche Theater im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2006 von buechermaxe

5.0 von 5 Sternen Ein wunderbar witziges Buch!
Patrick Süsskind ist mit diesem Buch etwas völlig Neues gelungen. Ein einziger Darsteller - der Protagonist - unterhält einem mit witzigen Ausrufen, Gedanken...etc. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2006 von Melchior von Sternenfels

5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Einpersonenstück
Mit "Der Kontrabaß" hat Patrick Süskind eines der besten Theaterstücke des deutschen Sprachraumes geschaffen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Oktober 2004 von Reinhold Stansich

4.0 von 5 Sternen Schizophren
Nach dem Parfum von gleichem Autor ist man ohne Zweifel enttäuscht. Zumal es hier einen kompletten Stilbruch gibt: Von der Sprache, von der Art, vom Stil - von Allem. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juli 2003 von Dennis Keller

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