Pressestimmen
"Amelie Nothomb hat in Emile Hazel einen Nachkommen von Heinrich Manns Professor Unrat geschaffen.
Amelie Nothomb ist noch nicht dreißigjährig und verfügt doch schon über mehr als die Bildung und den Stil, die eine lebenslange Schulung voraussetzen: über die Skepsis des Alters, die sie beides, hohe Bildung und glänzenden Stil, mit der gebotenen Respektlosigkeit in Szene setzen läßt." (Tages-Anzeiger)
"Ein philosophischer Roman, ein zutiefst amoralisches Lesevergnügen, durch das uns die Autorin boshaft und blitzgescheit zu führen weiß." (Münchner Merkur)
"Ein vollendet komponiertes Meisterwerk. Es beginnt wie eine Zeichnung von Sempe, es geht weiter wie ein Roman von Stephen King, um schließlich zu enden wie ein Stück von Beckett." (Lire)
Kurzbeschreibung
Das Gelehrten-Ehepaar Hazel hat sich nach der Pensionierung aufs Land zurückgezogen und lebt friedlich in einem glyzinienumrankten Häuschen. Die alten Leute genießen ihr stilles Glück, bis sich eines Tages der einzige Nachbar, Palamede Bernardin, zum Kaffee einlädt. Das wird akzeptiert, aber Bernardin kommt wieder, jeden Nachmittag, Punkt vier, steht er vor der Tür und läßt sich durch nichts abwimmeln. Die Hazels fühlen sich bedrängt und bedroht, aber die seit Jahrzehnten geübten Höflichkeitsregeln lassen sich nicht so einfach außer Kraft setzen. Oder doch? Dann, als die Annäherungen des Nachbarn zum schier unerträglichen Alptraum werden? Ein Psychothriller, der durch Spannung und Witz besticht.